Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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  Schulmedizin - was ist zu kritisieren? Alternativen - gibt es die? (Seite 9)

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Autor Thema:   Schulmedizin - was ist zu kritisieren? Alternativen - gibt es die?
Hoefer
unregistriert
erstellt am: 22. April 2001 02:28           
Herr Kuestermann,

Ideologie ist es, gravierende Fehler, die bei der Studienanalyse gemacht
werden, zu ignorieren, weil einem das vermeintlich positive Studienergebnis
ins Konzept passt.

Ideologie ist es, sich auf ein dogmatisches Therapiekonzept wie die
Homoeopathie zu verlassen, ohne einen klaren und reproduzierbaren
Wirksamkeitsnachweis vorlegen zu koennen und ohne nachweisen zu koennen,
dass z.B. in homoeoapathischen Hochpotenzen die bekannten physikalischen
Gesetze ausser Kraft gesetzt sind, bzw. es
neue bisher nicht entdeckte Phaenomene gibt.

Ideologie ist es also, ein dogmatisches System ueber ueberpruefbare Fakten
zu stellen.

DAS ist Fundamentalismus!

Was das Schlagwort "materielle oder mechanische Weltansicht" angeht, so
kann ich dazu nur sagen, dass ein Phaenomen fuer mich nicht prinzipiell
materieller Natur zu sein hat, solange es nur Substanz hat.

Da ich in der Hochenergiephysik arbeite, werde ich natuerlich mit ganz
unterschiedlichen Konzepten konfrontiert. Es hat sich z.B. herausgestellt,
dass die Naturgesetze gut durch sogenannte Symmetrieprinzipien beschrieben
werden. Es gibt auch Symmetrieverletzungen.
Was nachher einzig und allein zaehlt, ist der Vergleich mit dem Experiment.

Die Quantenelektrodynamik, die auch auf einem Symmetrieprinzip aufbaut,
ermoeglicht z.B. auf Basis einer fundamentalen Theorie die Berechnung
des magnetische Moment mu_th des Elektrons. Nach langer Rechnerei erhaelt man:

mu_th = [2,001159652201 +- 29] * S/(2m),

(S ist der Spin und m die Elektronmasse)

In einer sogenannten Penningfalle kann man aber auch diese Variable mit sogar noch hoeherer Praezision messen:

mu_exp = [2,001159652188 +- 4] * S/(2m)


Und Sie fragen mich allen Ernstes, ob ich auf der Basis mehr als
zweifelhafter Homoeopathiestudien nicht mein Weltbild aendern sollte?

(Uebrigens, die GWUP ist nichts weiter als ein Zusammenschluss von
Wissenschaftlern, welche es sich zur Aufgabe gemacht haben,
paranormale Behauptungen unter die Lupe zu nehmen. Darunter befinden
sich zahlreiche Professoren von verschiedenen deutschen Universitaeten. Das ist schon ein
serioeser Verein. In den USA gibt es einen
vergleichbaren Verein, der sich CSICOP nennt)

MFG,

A. Hoefer

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/htbin-post/Entrez/query?uid=10391656&form=6&db=m&Dopt=b

(Impact of study quality on outcome in placebo-controlled trials of homeopathy.)

Regina
unregistriert
erstellt am: 22. April 2001 10:43           
Hallo Herr Dr. Solga!
Das mit den Autos war nur ein Bild. Der Vergleich hinkt natürlich auch, weil Autos unsere technischen Geschöpfe sind, die wir ja wohl auch vollständig beherrschen. Das Leben /der Mensch ist nicht unser Geschöpf, wir haben die gesamte Funktionsweise nicht richtig durchschaut. Eigentlich sollte es bei der Reparatur von AUTOS keine Glaubensfragen geben. Vergessen wir es.
Wenn Sie mögen, schildern Sie mir doch mal die Einzelfälle. Können Sie mir vielleicht eine Emailadresse geben?
Habe gerade im Internet jemand kennengelernt, der ein Repertorisierungsprogramm hat. Das wäre eigentlich auch was für die Anwendung in Ihrer Praxis. Eigentlich hatte ich auch (in meiner Naivität) gedacht, Sie als Arzt würden sich in die Mittelfindung eindenken. Wie gesagt, man muß ein bißchen lesen und sich so ein Programm anschaffen, dort die Symptome eingeben und unten kommt das Mittel raus. Natürlich muß man sich selbst in der Homöopathie auskennen dafür!! Das Mittel selbst kostet wenige Pfennige.
Mir ist bewußt, daß wir sämtliche gesundheitliche Probleme der Bevölkerung so nicht lösen können. Mir geht es eigentlich darum, das Bewußtsein für gangbare Alternativen zu wecken. Es gibt ja auch ganz einfache bewährte Anwendungen, nehmen wir mal Cantharis für Zystitis mit brennenden Schmerzen. Sie werden damit ungefähr 30% der Fälle lösen können. Wenn Sie jetzt ein Repertoir von ungefähr 10 Mitteln haben, werden Sie 80% lösen können. Oder nehmen wir Magnesium phosphoricum D6 (80 Tabletten für 6,25 DM, im Mund zergehen lassen, einnehmen bis zur Symptomfreiheit, also soviel man will, ist unschädlich) für krampfartige Regelschmerzen. Ich behaupte, man kann damit auch ca. 50 - 70% der Fälle lösen oder wenigstens ganz erheblich lindern. Sogar der Nebeneffekt, daß man das Mittel nach einer Weile nicht mehr braucht, ist da. Ibuprofen muß man immer wieder einnehmen.
Grüße, Regina!

Renate Ratlos
unregistriert
erstellt am: 22. April 2001 12:40           
Regina:

"Das mit den Autos war nur ein Bild."

Aber mit diesen Bildern werden die Leute beeindruckt.

"Der Vergleich hinkt natürlich auch, weil Autos unsere technischen Geschöpfe sind, die wir ja wohl auch vollständig beherrschen."

Sülze.

Und Ausrede, weil bei der Sülzerei ertappt.

"Das Leben /der Mensch ist nicht unser Geschöpf, wir haben die gesamte Funktionsweise nicht richtig durchschaut."

Lüge.

Es ist so viel bekannt über die Mechanismen im Körper, daß man gezielt mit Medikamenten arbeiten kann, OHNE blind wie ein Maulwurf mit Kügelchen würfen zu müssen.

"Eigentlich sollte es bei der Reparatur von AUTOS keine Glaubensfragen geben."

Aber in der Medizin darf es das?

"Habe gerade im Internet jemand kennengelernt, der ein Repertorisierungsprogramm hat."

Das ist ja mechanistisch!

Hahnemann hatte auch keinen Computer!

"Eigentlich hatte ich auch (in meiner Naivität) gedacht, Sie als Arzt würden sich in die Mittelfindung eindenken."

Eigentlich sollte man als denkender Mensch erwarten, daß der Patient die BESTMÖGLICHE Behandlung erhält, und nicht einen 200 Jahre alten religiösen Wahnsinn vorgebetet bekommt.

"Wie gesagt, man muß ein bißchen lesen und sich so ein Programm anschaffen, dort die Symptome eingeben und unten kommt das Mittel raus."

Dann kann man das doch gleich als Verkaufsautomat an der Straßenecke aufstellen.

"Natürlich muß man sich selbst in der Homöopathie auskennen dafür!!"

Warum denn? Das Progamm ist bestimmt tausendmal besser als jeder Homöopath.

"Mir ist bewußt, daß wir sämtliche gesundheitliche Probleme der Bevölkerung so nicht lösen können."

Lüge.

Homöopathie löste keine Probleme.

Homöopathie SCHAFFT Probleme!

"Es gibt ja auch ganz einfache bewährte Anwendungen, nehmen wir mal Cantharis für Zystitis mit brennenden Schmerzen."

Lüge.

"Sie werden damit ungefähr 30% der Fälle lösen können."

Und was ist mit den restlivchen 70%!?

Müssen diese Patienten erst mal den ganzen Dreck durchwa(r)ten, um nach Wochen oder Monaten Opfer einer anderer Probiererei zu werden!?

"Wenn Sie jetzt ein Repertoir von ungefähr 10 Mitteln haben, werden Sie 80% lösen können."

In wieviel Jahren?

"Oder nehmen wir Magnesium phosphoricum D6 (80 Tabletten für 6,25 DM, im Mund zergehen lassen, einnehmen bis zur Symptomfreiheit, also soviel man will, ist unschädlich) für krampfartige Regelschmerzen."

Magnesium ist nicht unschädlich.

Erst recht nicht bei zunehmender Menge.

Sie sind eine kriminelle Lügnerin!

"Ich behaupte, man kann damit auch ca. 50 - 70% der Fälle lösen oder wenigstens ganz erheblich lindern. Sogar der Nebeneffekt, daß man das Mittel nach einer Weile nicht mehr braucht, ist da. Ibuprofen muß man immer wieder einnehmen.
Grüße, Regina!"

Sie sind ein Fall für den Knast!

RR
--
Schon dadurch ist doch der ganze Zerebralmeteorismus des Herrn Konz durch
schlichte Fakten widerlegt.
(Dr., Rainer Munzinger in d.a.n.)

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 22. April 2001 13:44           
Regina, soviele D6 Magnesium Tabletten wie man will?Nimm doch mal einfach Magnesiumtabletten (von Schlecker meinetwegen). C.R.

Regina
unregistriert
erstellt am: 22. April 2001 22:54           
Dr. C.R. Es besteht zwischen Magnesium phos D6 und Magnesiumtabletten (Urtinktur gewissermaßen) ein ebenso großer Unterschied wie zwischen Arsen und homöopathischen Arsen. Oder zwischen Kochsalz und hom. Natrium chloratum...
Apropos: Gibt es eigentlich Daten oder Erfahrungen darüber, wie der Natriumstatus der Patienten heutzutage ist? Ich meine, es werden in der medizinischen Praxis doch sicher Mineralstoffanalysen angefertigt. Sind die Menschen über- oder unterversorgt mit Natrium? Es interessiert mich wirklich.

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 22. April 2001 23:00     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Überversorgt, absolut. Das läßt sich am Blutwert nicht festmachen, sondern an der Zahl der Hypertoniker.

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 22. April 2001 23:11     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Regina: es geht mir nicht um die akute Zystitis. Da hebn wir Methoden, an die keine anderes Verfahren herankommt: die Antibiotika oder antibakt. Chemotherapeutika. Mit keinem anderen Verfahren, mit KEINEM ANDEREN, bekommt man eine akute Zystitis so schnell, so sicher und so billig behandelt. Das Problem sind die chron. Zystitis-Patienten. Für die gibts noch gar nix. Die Homöopathie schaue ich mir da mal an. Meine Mutter, Seniorpartner unserer Praxis, hat bei Wilmar Schwabe in Leipzig (Sie werden wissen, was das heißt, den anderen können Sie das ja mal verklickern) Drogistin gelernt, kennt sich also sicherlich außerordentlich gut in diesem Gebiet aus. Demnächst schaun mer mal, was unsere Bemühungen da so gebracht haben. Aber bitte schauen Sie doch mal, welche Gebiete die Schulmedizin nicht ausreichend bearbeiten kann und helfen da weiter, statt Alternativen anzubieten, wo einfach keine akzeptiert werden können. Beispiel: seit Jahren versuchen wir Urologen die transurethrale Resektion der Prostata zu verbessern, durch Laser, duech Wärme, Kälte usw. Es zeigt sich, es gibt nichts besseres, die Prostataoperation bleibt der Goldstandard. Genau so gibt es Goldstandards, da werden Sie sich Einiges ausbeißen. Warum gibt es keine Bemühungen beim metastasierenden Nierenkrebs? Beim metastasierenden Blasenkrebs? Beim hormonresistenten Prostatakarzinom? Beim rezidivierenden Steinleiden? Bei der chronischen Prostatitis? Bei der Reizblase? bei der interstitiellen Zystitis? usw. usf.

Womit ich Probleme habe, ist, daß bereits beackerte Gebiete abgejagt werden sollen. Ich sehe nichts Anderes als einen Kampf um Marktanteile, nicht das Bemühen, helfen zu wollen. Wenn ein Verfahren vielen Patienten (nicht man bloß einem, fünfen, zehn oder auch hundert) der Probleme, die die Medizin so hat, helfen würde, wäre Jedem egal, was es ist. Aber das habe ich bisher leider nicht gesehen.

Margot
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 14:08           
Sehr geehrter Herr Dr. Solga

schon dass Sie Autoreperaturen mit einem Arztbesuch vergleichen zeigt mir dass Sie bestimmt nicht der Arzt meines Vertrauens wären.
Es steht mit nicht zu, zu beurteilen wie Ihre geistigen Kräfte beschaffen sind, doch ein Studium sagt darüber auch nicht unbedingt etwas aus.
Nur weil Sie 15 Jahre Ausbildung hinter sich haben beeindruckt mich Ihre Sichtweise der Dinge noch lange nicht.

Theoretisches Wissen sagt nichts über das Mitgefühl aus das man für Mitmenschen empfindet - siehe Autoreperatur---.

Klar gibt es Ärzte denen ich vertraue aber nicht wenn Sie mich als Auto betrachten das einen neuen Auspuff braucht.

Aber Sie wissen ja auch dass wenn Menschen schwerstkrank sind, sie trotzdem nicht leiden und mit Freuden weiterleben wollen.

Sie mögen Ihren Beruf als "Handwerk" gelernt haben, aber um Arzt zu sein, dazu gehört mehr, jedenfalls in meinen Augen.

Margot

Margot
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 14:15           
Sehr geehrter Herr Dr. Solga

schon dass Sie Autoreperaturen mit einem Arztbesuch vergleichen zeigt mir dass Sie bestimmt nicht der Arzt meines Vertrauens wären.
Es steht mit nicht zu, zu beurteilen wie Ihre geistigen Kräfte beschaffen sind, doch ein Studium sagt darüber auch nicht unbedingt etwas aus.
Nur weil Sie 15 Jahre Ausbildung hinter sich haben beeindruckt mich Ihre Sichtweise der Dinge noch lange nicht.

Theoretisches Wissen sagt nichts über das Mitgefühl aus das man für Mitmenschen empfindet - siehe Autoreperatur---.

Klar gibt es Ärzte denen ich vertraue aber nicht wenn Sie mich als Auto betrachten das einen neuen Auspuff braucht.

Aber Sie wissen ja auch dass wenn Menschen schwerstkrank sind, sie trotzdem nicht leiden und mit Freuden weiterleben wollen.

Sie mögen Ihren Beruf als "Handwerk" gelernt haben, aber um Arzt zu sein, dazu gehört mehr, jedenfalls in meinen Augen.

Margot

Michael Peuser
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 14:38           
Die Hochschulmedizin sollte immer stets an erster Stelle stehen. Erst wenn die Hochschulmedizin einen Kranken aufgibt, und die Alternativmedizin ueberzeugt ist noch etwas retten zu koennen, dann soll sie zeigen und beweisen, was sie kann. Ich fuer meinen Teil habe schon interessante Faelle erleben koennen, inklusive in meiner eigenen Familie.

Margot
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 15:03           
Sehr geehrter Herr Peuser,

es gibt genug Beispiele wo sogenannte Kurpfuscher die von den Schulmediziner aufgegebenen Krebspatienten geheilt haben.

Wie schon gesagt, wer heilt hat Recht und nicht nur der der ein Hochschulstudium absolviert hat und nun als Schulmediziner praktiziert.
Die ganzen (auch tödlichen) Kunstfehler die tagtäglich "passieren" und um die die Herrn Mediziner denn mit den Angehörigen feischen wie auf einem Bazar eingedenken,sprechen eine eindeutige Sprache.

Aber anstatt ihre Fehlbarkeit einzugestehen ist es natürlich immer puplikumswirksamer auf Andere mit Fingern zu zeigen und "Scharlatan" zu brüllen.

Hat dann so ein "Scharlaten" einen Krebskranken geheilt beeilen sich die Schulmediziner flugs zu behaupten dass der Patient garkeinen Krebs hatte.

Die Schulmedizin ist eben nicht das Allheilmittel der Welt, auch wenn den Göttern in weiss das nicht gefällt.

Gruss
Margot

Regina
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 15:07           
Dr. Solga: Wieso läßt sich das am Blutwert nicht festmachen? Welche Möglichkeiten der Mineralstoffanalyse gibt es?
Sie machen es mir nicht einfach. Sie suchen eine Ergänzung zur Schulmedizin, die die noch verbleibenden nicht mehr therapierbaren Krankheiten löst, aber bis dahin und ab da sollen die Patienten wieder schulmedizinisch behandelt werden. Das ist schwierig. Klar gibt es Anwendungen und Mittel. Die Grenze ist einfach die Reaktionsfähigkeit des Organismus. Ist der Patient schon so geschwächt, daß der Organismus auf einen Reiz zur Selbstheilung nicht mehr reagieren kann (und Metastasen sind schon ein Zeichen dafür), dann kann auch die Homöopathie nur noch palliativ tätig werden. Dann nur noch Tiefpotenzen geben. Ich zitiere nochmal aus Enders Handbuch: Abrotanum D4 und Helleborus D4 bei Bauchfellmetastasen, Thallium aceticum D6 bei Knochenmetastasen, soll auch auf die Nervenschmerzen wirken.
Reizblase (chronische Zystitis) hatte ich ja schon zitiert. Prostata: In den Anfangsstadien der Entartung Conium D6 für den roten, kräftigen Menschen, Phytolacca D4 für den blassen, gezeichneten Menschen.
Es ist nur sehr wichtig, bei homöopathischer Behandlung keinerlei schulmedizinische Behandlung der Erstverschlimmerung oder auch der nachfolgenden Rezidive früherer Erkrankungen (geht alles von allein weg!) durchzuführen. Auch keine homöopathische oder phytotherapeutische!! Dies ist absolut wichtig. Und man wird auch um die Konstitutionsbehandlung nicht herumkommen, d.h. nach Enders Anregungen: In monatlichen Abständen die Erbnosoden Medorrhinum, Tuberkulinum und Luesinum, jeweils D200.
Nehmen Sie doch mal mit (Dr. med!) Norbert Enders Kontakt auf, soviel ich weiß, praktiziert er in HH / Umgebung.

Nochmal, wenn Sie jetzt tatsächlich bei chron. Zystitis Homöopathie versuchen und die Patientin hat eine Erstverschlimmerung: Abwarten und nichts geben. Es wird wenige Stunden bis einige Tage dauern, abhängig vom Zeitraum der bisher bestehenden Erkrankung. Der Körper schafft das allein.
(ich weiß, daß ich jetzt wieder furchtbar angegriffen werde)

Marie
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 15:40           
....und auch noch von einer überzeugten Anhängerin der Homöopathie.
Was, wenn die Erstverschlechterung so schwer ist, dass der Patient daran stirbt???
Also es muss natürlich eingegriffen werden. An der Homöopathie kann man nicht sterben, aber an den Homöopathen wohl schon.

Regina
unregistriert
erstellt am: 23. April 2001 18:42           
Hallo Marie!
Darauf hatte ich eigentlich gewartet, daß ich aus der homöopatjischen Ecke angegriffen werde. Vielleicht haben Sie gelesen, daß ich für Krebspatienten eine rein palliative Homöopathie in Tiefpotenzen vorgeschlagen habe. Um mich abzusichern, habe ich auch nur Enders zitiert.
Ich glaube nicht, daß eine Patientin mit chronischer Zystitits an der Erstverschlimmerung sterben wird.... Ich habe schon einige Leute heftige Erstverschlimmerungen überleben sehen.
Margot: Ich stimme Ihnen in vielen Punkten (stillschweigend) zu, aber ich glaube, ich wäre mit Herrn Dr. Solga als Arzt gar nicht so unglücklich. Er macht sich Gedanken, er ärgert sich über Grenzen der schulmedizinischen Therapie und ist innovativ und will mal was ausprobieren. Gruß, Regina

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 24. April 2001 01:00     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Margot: s. anderen Thread: Vielleicht sollten Sie sich erstmal bemühen, die Sache mit dem Lesen richtig hinzubekommen. Nicht ich habe das Auto als Vergleich genommen, ich habe den dann nur weitergeführt.

Wenn wir alle hier den Eindruck gewinnen können, daß Sie ausreichend in der Schule aufgepaßt haben, um dem Sinn der Unterhaltung hier zu folgen, diskutiere ich auch wieder sachlich mit Ihnen.

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 24. April 2001 01:09     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Regina: Der Natriumwert im Blut wird einigermaßen genau bis zu bestimmten Grenzen geregelt, die Natriumkonzentration gibt lediglich einen kurzzeitigen, schnell wieder gegengeregelten Zustand der Über- oder Unterwässerung an. Die Natriummenge kann man über die Konzentration und die Bestimmung des extrazellulären Volumens bestimmen. Ein wenig aufwendig, aber möglich.

Was meinen Sie mit Erstverschlimmerung?

An einer chronischen Zystitis oder chron. Prostatitis sind in der Tat noch keine Menschen gestorben. Einige Tage warten bringt auch noch keine Schrumpfblase. Hauptsache, die Leute machen mit, die erwarten von mir Schulmedizin!

Mit der Palliativbehandlung, womit auch immer, habe ich keine Probleme. Palliativmedizin ist ein ganz wichtiger Zweg der Medizin. Werde einigen meiner Patienten, bei denen ich nicht mehr weiter weiß, mal auch die Homöopathie empfehlen, melde mich dann wieder. Ich werde da sicherlich nicht selber anfangen, rumzupfuschen. Das werden Andere machen. Wird aber Einiges an Zeit brauchen, einige Monate, bis ich da einen Eindruck habe.

Margot
unregistriert
erstellt am: 24. April 2001 07:36           
Natürlich hat die Schulmedizin ihre Daseinsberechtigung, ohne Frage, aber es gibt genügend Beispiele wo bereits aufgegebene Patienten durch "Kurpfuscher" geheilt wurden, siehe Dr. Hackethal!
Dr. Hackethal wurde deshalb verleumdet vor Gericht gezerrt usw. Hauptsächlich weil die Herrn Schulmediziner es nicht ertragen konnten dass da jemand geheilt hat der selbst mal Schulmediziner war und die ganzen Machenschaften der Ärzteschaft aufgedeckt hat.
Hackethal hat auch die Theorie vertreten dass durch Operationen die Krebsmetastasen erst im Körper verteilt werden.Niemand hat ihm das Gegenteil beweisen können.

Soviel zu den Göttern in weiss,

Zu Dr. Solga, ich lege garkeinen Wert mit Ihnen einer Meinung zu sein denn das wird niemald der Fall sein.


Gruss
Margot

Margot
unregistriert
erstellt am: 24. April 2001 07:50           
An Dr. Solga,

wer bitte sind alle?
Sie kennen mich nicht als stellen Sie mich nicht als doofe Nuss da.

Alles was ich beigetragen habe habe ich selbst erlebt und nicht nur in Büchern gelesen so wie Sie.

Waren Sie schon mal in einem Pfegeheim und kennen die Zustände dort?
Ich habe jedenfalls noch nie einen Arzt erlebt der einen Totkranken beim Sterben begleitet, das ist doch Märchenstunde.

Auch wenn Sie die "Autogeschichte" nur weitergeführt haben, sie haben dem voll zugestimmt, also stellen sie mich nicht als blöde hin, ich bin des lesens mächtig und nicht nur das, ich kann die Gefühllosigkeit die hinter diesen Ausführungen steht fühlen.

Lassen Sie mich doch künftig mit Ihren "Ratschlägen" in Ruhe, bitte.

Margot

Regina
unregistriert
erstellt am: 24. April 2001 09:01           
Dr. Solga: Erstverschlimmerung ist eine teilweise heftige Reaktion auf das richtige Mittel, d.h. die ursprünglichen Beschwerden können sich kurzzeitig verschlimmern. (wenige Minuten bei akuten bis wenige Tage bei chronischen Geschichten) Denken Sie an die Hände, die mit kaltem Schnee eingerieben werden, die werden auch erstmal kälter, um dann durchwärmt zu werden. Nach der Erstverschlimmerung lassen die Beschwerden nach. Erstverschlimmerung ist ein extrem gutes Zeichen, das bedeutet, daß das richtige Mittel gewählt wurde. Es muß aber nicht immer eine Erstverschlimmerung auftreten, das Mittel kann auch unmittelbar eine Besserung bewirken.
Therapeuten finden Sie unter www.homoeopathie-forum.de. Und wenn Sie anders suchen (Branchenbuch oder so): Es sollte ein "klassischer Homöopath" sein.

Ist es richtig, daß es einen Mineralstatus in der Zelle und einen außerhalb der Zelle gibt? Was ist mit der Haaranalyse? Ist diese - rein theoretisch - in der Lage, den Mineralstatus (Natriumstatus) in der Zelle zu bestimmen?

Hochstetter
unregistriert
erstellt am: 24. April 2001 13:14           
Ein tolles Fach,das mit Verschlimmerungen arbeitet und sich dem wissenschaftlichen Wirkungsnachweis entzieht.

Riecht nicht nur nach Murks,ist Murks.

Hoefer
unregistriert
erstellt am: 24. April 2001 13:44           
Hallo Herr Hochstetter,

die Erstverschlimmerungstheorie ist natuerlich sehr beliebt.
Geht es dem Patienten besser, so hat die Behandlung gewirkt, geht es ihm schlechter, auch. Wann geht es einem Patienten schonmal gleichbleibend schlecht?

Dummerweise macht i.a. jedes x-beliebige Placebo genau dasselbe, wenn man die Sache einmal sorgfaeltig untersucht.

Waehrend in der Medizin i.a. eine Verschlechterung als Warnsignal gesehen wird,
interpretiert man das in der Homoeopathie als
Erfolg.
Ein anderer Begriff als Murks faellt mir da auch nicht ein.

MFG,

A. Hoefer

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 24. April 2001 18:54           
Regina, kauf Dir den Pschyrembel.Ein Nachschlagewerk.Für Deine Fragen genügt auch ein antiquarisches Buch.

Behrmann
unregistriert
erstellt am: 24. April 2001 19:17           
Hochstetter hats erfaßt.
Es ist unglaublich,was sich sonst intelligente(???) Mitbürger von diesen Scharlatanen bieten lassen.

Behrmann
unregistriert
erstellt am: 24. April 2001 19:18           
Bitte mehr von Margot........und mein Abend ist gerettet!

Regina
unregistriert
erstellt am: 24. April 2001 22:13           
Dr. Cr.R.: Das war unfreundlich. Ich beantworte ja auch Fragen, die in 100 Jahre alten Büchern stehen. Das Thema Erstverschlimmerung in der homöopathischen Therapie z.B. ist uralt und ich wundere mich, daß es nicht allgemein bekannt ist. Mich interessiert die Praxis der Mineralstoffanalyse, die aktuellen Ergebnisse bei lebenden Menschen und die Meinung der Mediziner.

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