Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Autor Thema:   Allgemeines zu Impfungen
Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 31. März 2001 02:19           
Wie funktioniert eine Impfung?
Impfungen sind möglich, weil das Immunsystem gegenüber vielen Krankheitserregern, die es "kennen gelernt" hat, eine gezielte Abwehrstrategie aufbaut. Mit spezialisierten Zellen und Antikörpern vernichtet es die Keime oder inaktiviert Zellgifte. Für diese spezifische Abwehr entstehen im Immunsystem auch "Gedächtniszellen", die sich bei erneuter Infektion daran erinnern und sofort die entsprechenden Antikörper produzieren, bevor die Krankheit ausbrechen kann. Gleiches passiert auch bei einer Impfung, nur dass dem Organismus nicht krank machende Formen der Viren, Bakterien oder Zellgifte (so genannte Antigene) zugeführt werden.

Dieses Lernprogramm für das Immunsystem erfordert für fast alle Impfungen eine Serie von Antigen-Kontakten, also mehrere Injektionen in bestimmten Zeitabständen. Danach besteht die so genannte Grundimmunisierung gegen eine Krankheit, die für einige Erreger lebenslang ausreicht. Für manche Bakterien oder Viren benötigt das Immunsystem ein gelegentliches Gedächtnistraining, das durch die Auffrisch-Impfungen erreicht wird, wie sie für Tetanus und Diphtherie alle 10 Jahre empfohlen werden.
Die natürliche Immunität ist nicht gesünder
Nicht selten besteht die Auffassung, die "natürlich" erworbene Immunität durch Krankheit sei gesünder oder wirksamer als die "künstlich" erzeugte Immunität durch Impfung. Das ist jedoch ein Irrtum. Die durch Impfung erzielte Immunabwehr arbeitet mit denselben natürlichen Mechanismen wie eine durch Krankheit erzielte Abwehr. Allerdings läuft sie kontrolliert und effektiver ab, zudem leistet eine einmalige Erkrankung keinen sicheren Schutz vor erneuter Ansteckung.
Eine abgeschlossene Grundimmunisierung bietet diese Sicherheit. Auch hat sich bestätigt, dass "angeimpfte" Kinder, die vor Abschluss einer Impfserie doch erkranken, im Falle eines Falles sehr viel mildere Krankheitsverläufe und nahezu keine Komplikationen erleben.
Womit wird geimpft?
Von den zahlreichen vorhandenen Impfstoffen (Seren, Vakzine) enthalten manche abgeschwächte lebende oder inaktivierte Viren oder Bakterien, andere nur die krank machenden Bausteine oder Zellgifte der Erreger. Sie stehen jeweils als Einzelvakzine (nur für eine Krankheit) oder als Mischpräparate zur Verfügung. So hat sich die gleichzeitige Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln als 3er-Kombination oder gegen Diphtherie und Tetanus als 2er-Kombination gut bewährt. Der große Vorteil ist, dass dem "Impfling" mehrfache Spritzen erspart bleiben, da alle gegenwärtig empfohlenen Impfungen als Injektion erfolgen. Auch die Schluckimpfung gegen Kinderlähmung ist durch einen Impfstoff, der nun gespritzt wird, ersetzt worden.
Welche Nebenwirkungen können Impfungen haben?
Die heute gebräuchlichen Impfstoffe wurden vor ihrer Zulassung nach strengen Vorschriften sorgfältig geprüft. Sie haben sich in ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit bewährt. Wie bei Medikamenten sind aber auch bei Impfstoffen Nebenwirkungen nie völlig auszuschließen. Dabei kann eine mögliche Impfreaktion sowohl durch den Wirkstoff als auch die benutzten Zusatzstoffe ausgelöst werden.

Zu den möglichen, aber meist unbedenklichen allgemeinen Impfreaktionen gehören:

· vorübergehende Rötung, Schwellung, Brennen oder Juckreiz an der Impfstelle,
· Müdigkeit, Abgeschlagenheit, leichte Temperaturerhöhung oder Kopfschmerzen innerhalb der ersten 48 Stunden,
· leichter Hautausschlag und Lymphknotenschwellungen,
· nach der Masern-Mumps-Röteln-Schutzimpfung kann es zusätzlich nach etwa zwei Wochen zu leichten Symptomen der entsprechenden Krankheit kommen.
In seltenen Fällen kann es nach einer Impfung zu einer Überempfindlichkeitsreaktion kommen, die sich beispielsweise in Nesselfieber ausdrückt. In diesem Falle oder bei anderen als den oben genannten milden Impfreaktionen sollte umgehend ärztlicher Rat gesucht werden, wenn möglich bei dem Arzt, der die Impfung ausgeführt hat.
Impfschäden sind selten
Von Impfreaktionen oder -nebenwirkungen zu unterscheiden sind Impfschäden. Impfschäden sind bleibende gesundheitliche Beeinträchtigungen als direkte Folge einer Impfung. Bei sorgfältiger Beratung und Beachtung individueller Einschränkungen sind Impfschäden extrem selten und liegen deutlich unter den Komplikationsrisiken der jeweiligen Erkrankungen. Beispielsweise beträgt das Risiko, nach einer Masernimpfung einen Hirnschaden zu erleiden, 1:1.000.000.
Die Versorgung impfgeschädigter Personen ist im Bundes-Seuchengesetz geregelt. Beratung und Auskunft erteilt das Gesundheitsamt.
Wie läuft eine Impfung ab?
Jeder Impfung muss die persönliche Beratung durch den Arzt vorausgehen. Dabei muss er nach individuellen Risiken und Impfeinschränkungen (z. B. chronische oder akute Erkrankungen des Impflings, Reaktionen auf frühere Impfungen) fragen.
Die Aufklärung über die Impfung muss sowohl deren Nutzen, die Krankheitsrisiken bei ihrer Unterlassung sowie die Information über mögliche Nebenwirkungen, Komplikationen und Risiken einer Impfung beinhalten. Empfehlungen über Verhaltensmaßnahmen im Anschluss an die Impfung, Information über Beginn und Dauer der Schutzwirkung sowie Hinweise zu weiteren Impfterminen (Impfserie, Auffrischung) gehören ebenfalls zur Impfleistung des Arztes. Schließlich hat er die Impfung im Impfausweis zu dokumentieren bzw. eine Impfbescheinigung auszustellen.
Grundlage der Beratung müssen die aktuellen Empfehlungen der Gesundheitsbehörden sein. Sie werden regelmäßig als so genannte STIKO-Empfehlungen von der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Institutes in Berlin veröffentlicht (z.B. im Internet unter http://www.rki.de).

Die Impfung selbst ist eine Spritze, die bei langsamer Injektion wenig schmerzhaft ist. Sie wird bei Kindern meist in den Oberarmmuskel, bei Erwachsenen auch in den Oberschenkel oder das Gesäß verabreicht. Kindern kann vorher ein "Zauberpflaster" auf die Stichstelle geklebt werden, dessen Wirkstoff oberflächlich betäubt und den Schmerz beim Einstich mildert.

Die sorgfältige Dokumentation durch den impfenden Arzt in einem Impfbeleg (z.B. Impfpass) ist vorgeschrieben und muss folgende Angaben enthalten:
· Name und Geburtsdatum des Geimpften
· Datum der Impfung
· Bezeichnung des Impfserums mit Chargen-Nummer und Hersteller
· Impfdosis
· Unterschrift des impfenden Arztes
· Praxis- oder Instituts-Stempel
Die Impfdokumente sollten sorgfältig aufbewahrt und zu Impfterminen mitgebracht werden. Bei Auslandsreisen ist es ratsam, den Impfpass selbst oder eine Kopie mitzuführen.

Obwohl sie sehr selten sind, können bleibende gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Impfungen nicht völlig ausgeschlossen werden. Für alle öffentlich empfohlenen Impfungen im Sinne des Bundes-Seuchengesetzes besteht im Falle eines Impfschadens ein Entschädigungs- und Versorgungsanspruch durch die Bundesländer. Die korrekte Dokumentation der Impfung ist dafür eine wesentliche Voraussetzung.
Krankheiten für die eine Empfehlung der StiKo vorliegt
Diphtherie
Das Diphtherie-Bakterium wird überwiegend über die Atemluft (Tröpfcheninfektion) oder direkten Kontakt übertragen und setzt sich bevorzugt in den Schleimhäuten der Atemwege fest. Es gibt Gift ins Gewebe ab und führt zu schwerer Entzündung, was im Bereich des Kehlkopfes Erstickungsanfälle auslösen kann. Auf dem Blutweg kann das Bakteriengift schwere Herzmuskel-, Nieren- oder Nervenschäden mit lebenslanger Behinderung verursachen. Die gefürchtete Infektionskrankheit verlief vor Einführung der Schutzimpfung vor allem für Kinder oft tödlich. Diphtherie-Epidemien treten weltweit, auch in Europa noch immer auf. Etwa 3 Prozent der Erkrankten sterben. Obwohl in Deutschland Diphtherie selten geworden ist, besteht bei unzureichender Impfbeteiligung der Bevölkerung durch Einschleppung aus dem Ausland (z.B. ehemalige Sowjetunion, Türkei) auch hier das Risiko schwerer Epidemien. Die Diphtherie-Impfung sollte ab dem 3. Lebensmonat begonnen werden. Eine vollständige Grundimmunisierung erfordert vier Impfungen. Auffrischungen werden bei Einschulung und danach lebenslänglich in etwa 10-jährigen Abständen empfohlen. Sinnvoll ist die Impfkombination Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (drei Impfstoffe in einer Spritze), da alle drei Impfungen demselben Zeit-Schema folgen. Außerdem werden so den Kindern allzu viele Nadelstiche und den Eltern zusätzliche Arzttermine erspart.
Tetanus
Auch Tetanus (Wundstarrkrampf) wird durch Gift eines in Erde (auch Blumenerde), Schmutz und Straßenstaub vorkommenden Bakteriums verursacht. Der Erreger gelangt selbst über kleinste Verletzungen (Schürf-, Riss-, Schnitt- oder Bisswunden) in den menschlichen Organismus, vermehrt sich dort rasch und bildet ein Nervengift, das schwerste Muskelkrämpfe auslöst. Ist auch die Atemmuskulatur betroffen, droht der Erstickungstod. Trotz intensivmedizinischer Behandlung stirbt etwa jeder dritte Tetanuspatient. Die Impfung gegen Tetanus sollte ab dem 3. Lebensmonat, am besten als Kombination mit Diphtherie und Keuchhusten entsprechend dem Impfkalender erfolgen. Es gibt aber auch Einzelimpfstoffe, die besonders bei akuten Verletzungen und nicht bekanntem Impfschutz zum Einsatz kommen. Eine Auffrischimpfung in 10-jährigen Intervallen ist lebenslang empfohlen und kann mit der Diphterie-Auffrisch-Impfung kombiniert werden (zwei Impfstoffe in einer Spritze).
Pertussis (Keuchhusten)
Keuchhusten (Pertussis) wird über die Atemluft (Tröpfcheninfektion) übertragen. Der Erreger besiedelt die Schleimhäute der Atemwege und reizt zu quälenden Hustenkrämpfen. Die auch als Stickhusten bekannte Erkrankung quält die Kinder in Einzelfällen monatelang. Sie kann als Komplikation zu Lungen- und Gehirnentzündung führen und begünstigt die Entwicklung von Asthma. Noch immer sterben in Deutschland Kinder an Keuchhusten. Besonders Säuglinge sind gefährdet, da zwischen den Hustenattacken lebensbedrohliche Atemstillstände auftreten können. Aus diesem Grund ist die Keuchhusten-Impfung zum frühestmöglichen Zeitpunkt ab dem 3. Lebensmonat empfohlen. Der heutige Impfstoff kann in der Dreierkombination mit Diphtherie und Tetanus gespritzt werden und wird besser vertragen als der früher übliche Lebendimpfstoff. Die Grundimmunisierung umfasst vier Impftermine entsprechend dem Impfkalender und sollte bis zum 15. Lebensmonat abgeschlossen sein. Eine spätere Auffrisch-Impfung ist nicht nötig.
Hib-Infektion
Auch Hib-Infektionen bedrohen besonders Säuglinge und Kleinkinder. Das Bakterium Haemophilus influenzae Typ b wird durch Schmier- und Tröpfcheninfektion übertragen und verursacht schwere Infektionskrankheiten. Gefürchtet sind vor allem die eitrige Hirnhautentzündung (Meningitis) und die Kehldeckelentzündung (Epiglottitis), die Erstickungsanfälle verursacht. Die Infektionen können einen so rasanten Verlauf nehmen, dass jede intensivmedizinische Hilfe und Antibiotikatherapie zu spät kommen. Neben den Todesfällen hinterlässt die Hib-Meningitis aber auch bei den überlebenden Kindern eine traurige Bilanz: Jedes Dritte erleidet Dauerschäden mit geistiger und körperlicher Behinderung. Die Meningitis bedroht Säuglinge und Kleinkinder bis zum dritten Lebensjahr, die Kehlkopfentzündung kommt am häufigsten zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr vor. Ab dem Schulalter ist das Immunsystem grundsätzlich Sieger im Kampf mit dem gefährlichen Bakterium. Heimtückisch ist allerdings, dass viele gesunde Menschen dennoch Träger von Hib-Keimen sind und sie an Säuglinge und Kleinkinder weitergeben. Nur rechtzeitige Impfung schützt in diesen Fällen. Der deutliche Rückgang an von Hib verursachten Infektionen und Todesfällen belegt die Wirksamkeit der Impfungen. Entscheidend ist der frühzeitige Impfbeginn im dritten Lebensmonat. Der Impfschutz ist mit der 2. und 3. Impfung im 5. bzw. 12. 15. Lebensmonat vollständig.
Poliomyelitis
Die Poliomyelitis (Kinderlähmung, Polio) wird durch die Polio-Viren (drei verschiedene Typen) im direkten Kontakt von Infizierten (Schmierinfektion) übertragen. Die Viren befallen das Nervensystem und verursachen Lähmungen der Arme, Beine und der Rückenmuskulatur. Die meisten Erkrankten behalten lebenslange Behinderungen zurück. Wenn die Atemmuskulatur betroffen ist, kann die Erkrankung tödlich ausgehen. Gegen Polio gibt es keine Medikamente, die den Krankheitsverlauf beeinflussen können, einzig die vorbeugende Impfung bietet einen sicheren Schutz. Vor Einführung der Schutzimpfung im Jahr 1962 erkrankten in Deutschland mehrere tausend Menschen, Hunderte starben. 1996 dagegen wurden nur noch drei Erkrankungsfälle gemeldet. Allerdings ist diese positive Entwicklung kein Grund zu Impfnachlässigkeit, denn in einigen afrikanischen Ländern oder auf dem indischen Subkontinent ist die Kinderlähmung noch immer verbreitet. Von dort können Reisende Viren einschleppen, die bei unzureichender Durchimpfung der Bevölkerung auch hier erneute Epidemien auszulösen in der Lage wären. Die Polio-Schluckimpfung mit abgeschwächten Viren wird von der STIKO derzeit nicht mehr empfohlen. Sie wurde von einem Serum aus abgetöteten Erregern abgelöst, das gespritzt wird. Die Grundimmunisierung benötigt insgesamt eine Serie von drei Impfungen, die im 3., 5. und 12. 15. Lebensmonat erfolgen sollten. Im 11. 18. Lebensjahr ist eine einmalige Auffrisch-Impfung empfohlen, die nur in Ausnahmefällen für bestimmte Berufsgruppen oder Reisende in Epidemiegebiete wiederholt werden sollte.
Masern
Masern ist die am häufigsten verharmloste Viruserkrankung des Kindesalters. Hartnäckig hält sich das Gerücht, daran zu erkranken sei "gesünder" als dagegen zu impfen. Aus diesem Grund veranstalten einige wohlmeinende Eltern regelrechte "Masern-Partys", wenn ein Kind im Freundeskreis erkrankt ist, um ihre gesunden Kinder dort absichtlich zu infizieren. Das würde auch leicht funktionieren, denn Masern sind sehr ansteckend und werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Der unkomplizierte Krankheitsverlauf (ca. 14 Tage) ist von hohem Fieber, einem typischen Hautausschlag, Husten und Bindehautentzündung geprägt. Doch schwere Komplikationen wie Lungen- und Mittelohrentzündungen, die wiederum zu bleibender Schwerhörigkeit oder Taubheit führen können, treten häufig auf. Bei kleinen Masernpatienten besteht außerdem ein Risiko von 1:1.000, an einer schweren Hirnentzündung zu erkranken, die für etwa 15 Prozent dieser Kinder tödlich verläuft. Das Risiko, nach einer Masernimpfung einen Hirnschaden zu erleiden, liegt dagegen nur bei 1:1.000.000. Die im Vergleich weitaus risikoärmere Masern-Impfung ist damit der einzig sichere Schutz vor der möglicherweise folgenschweren Erkrankung. Die vollständige Immunisierung erfordert je eine Impfdosis im 12. 15. Lebensmonat und im 5. 6. Lebensjahr. Eine Dreierkombination mit Mumps- und Rötel-Vakzinen wird empfohlen.
Mumps
Auch Mumps (Ziegenpeter), eine Virusinfektion, die meist mit Fieber, Kopfschmerzen und der Entzündung der Speicheldrüse einhergeht, ist besonders wegen der schweren Komplikationen ernst zu nehmen. Bei etwa jedem zehnten erkrankten Kind tritt eine Entzündung der Hirnhäute (Meningitis), seltener auch des Gehirns (Enzephalitis) auf. Eine typische Komplikation ist auch eine bleibende Schädigung des Hörnervs bis zur Taubheit. Für Mumps-Patienten jenseits der Pubertät stehen andere Komplikationen im Vordergrund: Die Viren infizieren dann häufig auch die Keimdrüsen und verursachen bei jedem vierten Mann eine Hodenentzündung. Bei jeder zwanzigsten Frau kommt es zu einer Eierstockentzündung. Beides kann Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Die rechtzeitige Impfung gegen Mumps schützt vor bleibenden Gesundheitsschäden und sichert den Kindern Lebensqualität und Entscheidungsfreiheit für die Zukunft (Kinderwunsch). Der vollständige Impfschutz wird mit zwei Serumgaben erreicht, die im 12. 15. Lebensmonat und im 5. 6. Lebensjahr injiziert und idealerweise mit der Masern- und Röteln-Impfung kombiniert werden.
Röteln
Die Röteln sind eine relativ harmlose Infektionskrankheit, die von Fieber und einem Hautausschlag begleitet wird. Die Komplikationsrisiken für die Erkrankten selbst sind äußerst gering. Allerdings kann die Viruserkrankung von schwangeren Frauen auf ihre ungeborenen Kinder übertragen werden und dort zu schwersten Missbildungen an Augen, Ohren, Herz und Gehirn führen. Nach neueren Erkenntnissen führt nicht nur die Röteln-Infektion eines Ungeborenen während der ersten drei Monate, sondern während der gesamten Schwangerschaft zu gravierenden Störungen. Heimtückisch ist, dass es für Schwangere keine Möglichkeit gibt, einer Infektion aus dem Wege zu gehen: Einerseits ist in den ersten Wochen vielen Frauen ihre Schwangerschaft selbst noch unbekannt. Andererseits verläuft die Erkrankung häufig so harmlos, dass sie nicht erkannt wird. Der einzige Schutz der Ungeborenen vor einer Röteln-Infektion ist die sichere Immunität der Mutter gegen die Röteln-Viren. Deshalb sollten alle Kinder gegen Röteln geimpft werden auch die Jungen , um zu verhindern, dass sie als Ansteckungsquelle für Schwangere dienen. Die Impfung von Kindern, die in der Umgebung von Schwangeren leben, ist kein Risiko für die Schwangerschaft. Schwangere selbst dürfen jedoch nicht geimpft werden. Ungeimpften Frauen mit Kinderwunsch wird empfohlen, zuvor durch eine Blutuntersuchung ihre fragliche Immunität gegen Röteln beim Arzt überprüfen zu lassen. Sind keine oder nicht genügend Antikörper gegen Röteln-Viren vorhanden, sollte eine Impfung erfolgen, wobei für einen Zeitraum von drei Monaten auf sorgfältigen Empfängnisschutz zu achten ist. Die Röteln-Impfung wird gut vertragen und bietet nach zwei Impfungen einen vollständigen Infektionsschutz. Sie sind im 12. 15. Lebensmonat und 5. 6. Lebensjahr vorgesehen und werden als Kombinationsimpfung mit Masern und Mumps empfohlen. Es gibt kein Medikament, das Masern, Mumps oder Röteln heilen oder die schwer wiegenden Folgen sicher verhindern kann. Aber die zweimalige Kombinationsimpfung schützt "mit einem Streich" vor drei Krankheiten.
Hepatitis B
Hepatitis (Leberentzündung, Gelbsucht) wird durch Viren verursacht, die in verschiedene Typen (A, B, C, D, E und G) eingeteilt werden. Das Hepatitis-B-Virus (HBV) spielt weltweit wegen seiner Verbreitung und der Schwere der von ihm verursachten Leberentzündung eine besondere Rolle. Die Erkrankung wird ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen, im Wesentlichen durch Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten (zum Beispiel Samenflüssigkeit oder Scheidensekret). Die darin enthaltenen Viren können über kleine Verletzungen in Haut und Schleimhaut in den Organismus eindringen. Ungeschützter Geschlechtsverkehr und Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen) sind die häufigsten Infektionsursachen. Aber auch intensiver alltäglicher Kontakt in der Familie, wie er etwa zwischen Mutter und Kleinkind oder unter Spiel- und Schulkameraden stattfindet, birgt Ansteckungsgefahren. Die Hepatitis kann mit unspektakulären Allgemeinsymptomen, die einer Grippe ähneln, beginnen, häufig begleitet von Übelkeit und Erbrechen. Eine direkte Behandlung ist nicht möglich. Bei etwa einem Prozent der Erkrankten führt ein rasanter Krankheitsverlauf innerhalb kurzer Zeit zur völligen Zerstörung der Leber mit tödlichem Ausgang. Die überwiegende Zahl der akuten Erkrankungen heilt jedoch von alleine völlig aus. Bedrohlich ist die Hepatitis B vor allem deshalb, weil sie einen chronischen Verlauf nehmen kann, der sich umso häufiger entwickelt, je jünger die Patienten sind. Bei Säuglingen und Kleinkindern beträgt dieses Risiko 90 Prozent, bei Erwachsenen 10 Prozent. Eine chronische Hepatitis führt zur Leberverhärtung (Leberzhirrhose), die nicht heilbar ist und die Entwicklung von Leberkrebs begünstigt. Es gibt zahlreiche Patienten mit einer chronischen Hepatitis B, die nichts von ihrer Erkrankung wissen, die aber das Virus weitergeben können. In Deutschland liegt diese Zahl bei etwa 0,8 Prozent der Bevölkerung. Die Hepatitis B hat in den letzten 15 Jahren deutlich zugenommen. Die höchste Steigerung der Ansteckungsfälle wird in der Altersgruppe der 15- bis 25-jährigen registriert. Diesem Trend und der Gefährdung für den Einzelnen wird seit 1995 mit der Aufnahme der Hepatitis B-Impfung in den Impfkalender (allgemein empfohlene Schutzimpfungen) begegnet. Darin ist zur Grundimmunisierung eine Impfserie von insgesamt drei Injektionen vorgesehen, die im 3. und 5. sowie im 12. 15. Lebensmonat erfolgen sollten. Für Neugeborene von Müttern, die das Hepatitis-Virus tragen oder deren Blutwerte nicht bekannt sind, gelten abweichende Empfehlungen.


Udo Enchelmayer
Mitglied
erstellt am: 31. März 2001 18:45     Sehen Sie sich das Profil von Udo Enchelmayer an!   Senden Sie Udo Enchelmayer eine eMail!     
Lieber Herr Behrmann, ich weiß, dass ich mich jetzt wieder bei ihnen unbeliebt mache. Trotzdem : Als Kind habe ich alle üblichen Kinderkrankheiten durchgemacht und anscheinend alles problemlos überstanden. OK., das soll ja vorkommen. Ich möchte mich auch nicht mehr groß dazu äußern, aber zu Tetanus muß ich doch noch etwas sagen. Ich habe 3 Berufe gelernt, darunter war ein Bauberuf. In diesem Beruf kam es häufig, beinahe täglich, zu kleineren Verletzungen. Auch später kam es auf Grund von Hobby’s, z.B. der Mitarbeit bei einem Aktivspielplatz, oder Gartenarbeit immer wieder zu Verletzungen bei denen Verschmutzungen vorlagen. Weder bei mir, nicht geimpft, noch bei Kollegen oder Bekannten kam es jemals zu einer Tetanusinfektion. Auch während meiner Arbeit in Krankenhäusern habe ich niemals eine Tetanusinfektion erlebt, genausowenig wie meine Frau (Krankenschwester).
Nur an eine Tetanie, nach einer Operation kann ich mich erinnern, damals half eine Calciuminjektion. Ich weiß das hat nicht mit Tetanus zu tun.
Aber vielleicht stimmt es doch : Da Tetanus ein anaerobes Bakterium ist kann es sich in einer blutenden Wunde an die Sauerstoff kommt nicht vermehren.
Nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich glaube nicht mehr an die Wirkung von Impfungen.

Renate Ratlos
unregistriert
erstellt am: 31. März 2001 20:11           
Udo Enchelmayer:

"Ich möchte mich auch nicht mehr groß dazu äußern, aber zu Tetanus muß ich doch noch etwas sagen. Ich habe 3 Berufe gelernt, darunter war ein Bauberuf. In diesem Beruf kam es häufig, beinahe täglich, zu kleineren Verletzungen. Auch später kam es auf Grund von Hobby’s, z.B. der Mitarbeit bei einem Aktivspielplatz, oder Gartenarbeit immer wieder zu Verletzungen bei denen Verschmutzungen vorlagen. Weder bei mir, nicht geimpft, noch bei Kollegen oder Bekannten kam es jemals zu einer Tetanusinfektion."

Was beweist das? Nichts.

"Auch während meiner Arbeit in Krankenhäusern habe ich niemals eine Tetanusinfektion erlebt, genausowenig wie meine Frau (Krankenschwester)."

Weil die Menschen so klug sind, sich impfen zu lassen.

"Nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich glaube nicht mehr an die Wirkung von Impfungen."

Wer nichts weiß, muß dran glauben.

RR

--
Särge im Sonderangebot

Udo Enchelmayer
Mitglied
erstellt am: 31. März 2001 21:14     Sehen Sie sich das Profil von Udo Enchelmayer an!   Senden Sie Udo Enchelmayer eine eMail!     
Ach Renatchen, wenn ich nur die "Anonymen Forumsteilnehmer", ist wohl so etwas wie die Anonymen Alkoholiker ernst nehmen könnte. Wenn ich eine eigene Meinung habe, dann stehe ich auch dazu. Wenn ich nicht überzeugt bin, dann sage ich nichts.
Ansonsten Renate S"ama Ratlos" oder ?

Behrmann
unregistriert
erstellt am: 31. März 2001 21:49           
Herr Enchlmayer;es ist unter Ihresgleichen sehr beliebt ,private Einzelerfahrungen zum Maß aller Dinge zu erheben.Das ist völlig uninteressant.

Renate Ratlos
unregistriert
erstellt am: 31. März 2001 23:34           
Udo Enchelmayer:

"Ach Renatchen, wenn ich nur die "Anonymen Forumsteilnehmer", ist wohl so etwas wie die Anonymen Alkoholiker ernst nehmen könnte."

Lieber heimlich schlau als unheimlich dumm.

RR

--
After 200 years of scientific research the real mechanism of homeopathy discovered!
It is not the water, but the atoms in the water, and it is not the oxygen but the
hydrogenium atom. The prescription of the medicine is engraved in the atomic hull.
See the super-atomic microscopic pictures at http://www.ariplex.com/tina/tindoom1.htm

Udo Enchelmayer
Mitglied
erstellt am: 01. April 2001 19:31     Sehen Sie sich das Profil von Udo Enchelmayer an!   Senden Sie Udo Enchelmayer eine eMail!     
Lieber Herr Behrmann, unter Ihresgleichen ist vermutlich die Information durch die Ärztebesucher der Pharmaindustrie vergleichbar mit der Heiligen Schrift. Sie glauben, dass die Impfungen nützen, aber Sie können es nicht beweisen. Ein Beweis wäre erst gegeben, wenn eine Epidemie ausbrechen würde und die geimpften blieben verschont. Ich wünsche mir einen solchen Beweis, der viel Leid bringen würde, aber nicht und lasse Ihnen Ihren Glauben und bleibe bei meiner Überzeugung.
Renate Ratlos, ich finde es natürlich traurig, dass Sie sich als unheimlich dumm empfinden, denn da Sie sich selber schon als Renate Ratlos bezeichnen bin mit heimlich schlau sicher ich gemeint. Aber vielleicht könnten Sie sich bei der Volkshochschule weiterbilden.
Falls Sie sich über meine eMail-Adresse, zu finden im Profil, mit Ihrem Namen und Ihrer eMail-Adresse an mich wenden würde ich Ihnen gerne weiterhelfen. Allerdings glaube ich nicht dass Sie sich trauen. Es ist ja viel bequemer aus der Anonymität andere anzugreifen.

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 01. April 2001 22:06     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Herr Enchelmaier: eine auftretende Epidemie würde zeigen, daß die Impfung nicht gewirkt hat, egal, ob Einzelne verschont blieben oder nicht. Das AUSBLEIBEN von Epidemien ist es gerade, was die Wirksamkeit von Impfungen beweist. (Was sagt Ihnen denn das Beispiel der Pocken, Herr Enchelmaier?) Denn ein hoher Durchimpfungsgrad ist es, der auch Ungeimpfte schützt, solange der Anteil der Ungeimpften nicht ein bestimmtes Maß überschreitet. Aber das wissen Sie ja, das wurde in diesem Forum bereits so oft geschrieben, es kommt Ihnen auf Fakten gar nicht an.

Behrmann
unregistriert
erstellt am: 01. April 2001 22:10           
Enchlmayer.Was soll das Geschwätz.Sie haben doch gar keinen Überblick.
Im Gegensatz zu mir - in all den Jahren.

Tom
unregistriert
erstellt am: 10. April 2001 16:04           
An Herrn Eichelmayer,

werfen Sie doch mal einen Blich nach Amerika, da gibt es bei der CDC die Zahlen zu Masern und dort können Sie sehen, dass aktuell weniger Menschen in den USA an Masern erkranken als in den 60er Jahren an Masern gestorben sind. Im Gegensatz zu Deutschland wird allerdings in den USA konsequent geimpft.

Gruß,
Thomas

http://www.cdc.gov

Hygienebeauftragte BK
Mitglied
erstellt am: 10. April 2001 16:13     Sehen Sie sich das Profil von Hygienebeauftragte BK an!   Senden Sie Hygienebeauftragte BK eine eMail!     
Trägt zwar nicht zur Diskussion bei - trotzdem als kleiner Hinweis: das Bundesseuchengesetz wurde zum 01.01.2001 durch das Infektionsschutzgesetz abgelöst.

Viele Grüße an die Diskussionsgemeinschaft.

Birgit Kannengießer

Lea
Mitglied
erstellt am: 10. April 2001 18:45     Sehen Sie sich das Profil von Lea an!   Senden Sie Lea eine eMail!     
Ich finde Impfungen sehr sinnvoll. Ich gebe zu, als die Frage zur Impfung gegen Kinderlähmung - bezüglich der Imfreaktion und möglichen Ansteckung durch frisch geimpfte aufkam, hatte ich anfangs auch meine Zweifel. Aber, da es m. W. nie zu ernsthaften Problemen kam und die Diskusion darüber auch "wie vom Erdboden" verschwunden ist - sind auch meine Bedenken verschwunden. Wäre es so gefährlich wie angenommen, gäbe es diese Impfung sicher nicht mehr.

Ich selbst hatte als Kind KEINE Impfung gegen Pocken, Masern und Mumps. warum weiß ich nicht - meine Mutter hat mich allen Pflicht- bzw. empfohlenen Impfungen unterzogen. Vor 1 Jahr folgte auch noch einmal die Auffrischung der Tetanus. Jedoch habe ich laut meines Ausweises (roter Sozialversicherungsausweis aus DDR-Zeiten) bereits als Kleinkind Pocken, Windpocken, Masern und Mumps durchgemacht. Gegen Röteln wurde ich nie geimpft, habe aber so viele Antikörper (gemäß letztem Suchtest vor 6 Monaten) dass eine komplette Immunität angenommen wird.

Auch meine Kinder sind geimpft - lückenlos. Eines davon hat an einer Studie teilgenommen in der es um einen Kombiimpfstoff und somit um nur 2 Spritzen statt 4 und der Schluckimpfung ging.

Ich werde Impfungen, wenn überhaupt, erst kritisch betrachten, wenn es echte Beweise für schädliche Auswirkungen gibt.

Einzig die Zeckenimpfung und die Grippeimpfung wird es ohne sichtbaren Grund nicht für alle in der familie geben. Mein 3 jähriger hat die Grippeimpfung bekommen, seit wir wissen, dass er Asthma hat und jede Erkältung unglaublich gefährlich ist (Kruppanfälle sind nämlich jedesmal inklusive und eine zusätzliche "echte" Grippe müssen wir nicht auch nch haben). Zeckenimpfung gibt es nur, wenn wir in einem Zeckengebiet Urlaub machen sollten oder uns länger in einem solchen Aufhalten. Das war bisher nicht der Fall, auch im Wald halten wir uns nicht auf - Pilze kauf ich lieber...*g*

Oh das war jetzt sehr lang. Nein für mich sind Impfungen ok. Die empfohlenen werden gemacht, die anderen nur wenn es nötig ist. Wem schadet impfen denn? Ich denke niemandem und der kleine Piks ist nun wirklich albern. Ich hoffe ich wurde richtig verstanden.

Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 10. April 2001 18:54           
Bravo!
Pocken hatten Sie aber sicher nicht.
Zu Ihrer Tetanus-Auffrischung hätte auch noch eine Diphterie-Impfung gehört.
Schauen Sie mal nach.Vielleicht wars ja ein guter Doc.

Lea
Mitglied
erstellt am: 10. April 2001 19:03     Sehen Sie sich das Profil von Lea an!   Senden Sie Lea eine eMail!     
Ich vergaß noch etwas. Mein Großer ist an Masern erkrankt bevor er geimpft werden konnte, nämlich mit 9 Monaten. Nur erkannte das niemand! Das ist kein Spass, Felix kam in die Kinderklinik nachdem er 3 Tage lang Fieber hatte, was nicht sinken wollte (tägliche Arztbesuche gingen vorneweg) und seine Haut auf der Brust blau marmoriert aussah. Man tippte auf ein nicht erkanntes Herzproblem - nach 2 Tagen klinik hatte er ausschlag beginnend hinter den Ohren, am Hals Brust und Bauch weiß unter den Armen usw. Der behandelnde Kinderarzt erzählte, der Junge habe einen gripp. Infekt mit Allergie auf Pulmotin. Er wurde 5 Tage nach der Einlieferung entlassen. Ich sprach bei meiner Hausärztin vor. Hauptsächlich wegen der angenommenen Kontaktallergie. Diese schloß die Ärztin aus - denn Felix bekam schon vorher Pulmotin und reagierte nie. Außerdem kann es wohl kaum hinter den Ohren und am Hals beginnen, wenn er die Salbe auf die Brust bekommt. Zu Sicherheit nahm meine Ärztin eine Blutprobe. Ergebnis: frische Masern-Antikörper in einer so hohen konzentration dass diese nur durch die Kranheit selbst entstanden sein kann, denn die Impfung war noch nicht fällig. Was soll man in einem solchen Fall tun? Den Arzt, die Uniklinik verklagen? Ich bin heute froh darum, dass mein Junge die Kranheit ohne Komplikationen auch unentdeckt durchgestanden hat. Das hätte so schief gehen können...ich mag mir das nicht ausmalen. Und nur durch Zufall wurde es entdeckt.

Hier war die Krankheit leider schneller als die Impfung. Ich möchte damit sagen, dass ich das niemanden wünsche - alle komplikationen eingeschlossen.

Lea
Mitglied
erstellt am: 10. April 2001 19:23     Sehen Sie sich das Profil von Lea an!   Senden Sie Lea eine eMail!     
Herr Behrmann, was bitte habe ich Ihnen nun schon wieder getan?

In meinem Ausweis stehen nunmal Pocken UND Windpocken. Wollen Sie auch noch die Jahreszahlen haben? Windpocken 2/80, Mumps 9/81, Pocken 5/84. Für Ihre Skepsis kann ich nun wirklich nichts und erst recht nicht für die Eintragungen in diesem Buch!Ich verstehe von den sogenannten Kinderkrankheiten herzlich wenig und habe nunmal nur das, was schriftlich von Ärzten festgehalten wurde. Zum Zeitpunkt der Krankheiten war ich ein Kind! Meinen Sie wirklich dass ich da nachfrage? Das ist mir sowas von egal und hat mit dem Thema Impfung und meiner Meinung zur Impfung nicht das geringste zu tun!

Bitte entschuldigen Sie, dass ich die Diphterie vergaß. Selbstverständlich habe ich die auch. Sie suchen sich wirklich jedes kleine Körnchen um zu streiten!
Und damit Sie mich richtig verstehen: ich erhielt 0,5 ml Td-pur und IPV Mérieux am 16.05.2000.(Name und Anschrift des impfenden Arztes gefällig???)
Und wenn Sie tatsächlich etwas davon verstehen, kennen Sie beide Impfstoffe und werden einsehen, dass ich mir die als Nichtmediziner nicht ausdenken kann! Hören Sie endlich auf nach Stecknadeln zu suchen und mit denen zu sticheln! Sie sind anmaßend!

Bettina Mayler
unregistriert
erstellt am: 11. April 2001 17:10           
Hallo Lea,
uiuiui, da ist aber jemand sehr empfindlich, dafür, daß Sie beide einer Meinung sind Oder sollte das etwa kein Lob mit gutgemeinten, winzigen Anregungen von H. Behrmann sein?

Bettina Mayler
unregistriert
erstellt am: 11. April 2001 17:32           
Hallo Leute
ich oute mich hiermit offiziell als kritisch gegenüber Impfungen! Wer möchte auf mir herumhacken?? Bitteschön!
Liebe Lea, haben Sie schon mal darüber nachgedacht, warum die Maserninfektion Ihres Sohnes nicht erkannt wurde?? Möglicherweise liegt es daran, daß die meisten der heute praktizierenden Kinder- und anderen Arzte diese Krankheit nur noch aus dem Schulbuch kennen und nicht wissen, wie man damit umzugehen hat. "Behandelbar" im schulmedizinischen Sinn ist die Krankheit sowieso nicht.
Ansonsten werden Sie mir hoffentlich meine Offenheit verzeihen, wenn ich Ihnen sage, daß ich den Eindruck habe, daß Sie , was das Thema Impfungen betrifft, nicht gut informiert sind. Ich selbst bin bei weitem kein Experte, aber ich versuche, mich in alle Richtungen zu orientieren und zu informieren. Das sollte auch kein Vorwurf sein, denn mit diesem "Grundwissen" befinden Sie sich in einer Mehrheit. Leider!
Mir persönlich liegt es fern, anderen Menschen meine Meinung aufdrängen zu wollen und wenn jemand, nach reiflicher Überlegung und Information in alle Richtungen, studieren von Büchern und anderen Veröffentlichungen und dem Besuch von Vorträgen zu dem Entschluß kommt, seine Kinder impfen oder nicht impfen oder nicht nach Stiko-Plan impfen zu lassen, dann sollte man das akzeptieren. Wenn aber diese Informationen fehlen, und möglicherweise die einzige Informationsquelle der behandelnde Arzt ist, habe ich kein Verständnis für eine Entscheidung, jedwelcher Art. Denn diese Entscheidung ist viel zu wichtig!!

Tom
unregistriert
erstellt am: 11. April 2001 17:42           
Hallo Bettina Mayler,

zu den Masern. Die Erkrankung ist nicht ursächlich behandelbar, aber sie ist VERMEIDBAR.
Und da das Masernvirus nur im Menschen überleben kann, könnte es sogar - ebenso wie die Pocken - ausgerottet werden.
In einem freien Land dürfen Sie natürlich gern Ihre Bedenken äußern und Ihren Kindern einen Impfschutz verweigern, aber in einem freien Land kann man dieses Verhalten auch als asozial bezeichnen.

Gruß,
Tom

Behrmann
unregistriert
erstellt am: 11. April 2001 18:32           
Lea;
nein ich wollte Ihnen nur was Gutes tun und auf die Erfordernis der D-Parallelimpfung hinweisen.
Pocken waren 84 längst ausgerottet.Da hat jemand Mist geschrieben.

Behrmann
unregistriert
erstellt am: 11. April 2001 18:41           
Bravo ,Tom;
Es ist eine deutsche Eigenart,gegen die Ausrottung einer echt gefährlichen Krankheit wie Masern zu sein und sich den Erfolg von seltsamen Leuten vermasseln zu lassen.

Andere Bevölkerungen sind da schlauer: USA,Schweden,Norwegen,Finnland,Frankreich fast.Und selbst kleinere und nicht so hochentwickelte Länder.....

Es ist schon miserabel;genauso wie die Pseudoargumente der Impfgegener.

Lea
Mitglied
erstellt am: 11. April 2001 19:25     Sehen Sie sich das Profil von Lea an!   Senden Sie Lea eine eMail!     
Danke Ralf. Vielleicht liegt der grund für den "Fehler" auch einfach nur in der Tatsache, dass das Original Versicherungsbuch aufgrund meiner Chronischen Erkrankung voll und ein Duplikat für weitere Behandlungen ausgestellt wurde. Jedenfalls ist dies im Gegensatz zu den Kindern die heute geboren werden (das gelbe Heft und sep. Impfausweis) das einzige Dokument dieser Art und ich muß mich darauf verlassen, dass die Eintragungen korrekt sind. Verstehst Du was ich meine? (ist auch nicht zweideutog gemeint)

Bettina, mag sein, dass ich nicht so informiert bin, wie sie. Meine Informationen stammen mit Sicherheit auhc nicht nur von einem Arzt, sondern mehreren (durch Umzug haupsächlich). Abgesehen davon, ich bin von der nützlichkeit der Impfungen überzeugt. Und solange es so ist, werde ich mir auch nicht die Mühe machen mir dauernd Bücher & Co als Informationsquelle zu Gemüte zu ziehen. Es würde eh nichts ändern an meiner Überzeugung. Mir hat das Impfen nicht geschadet und meinen Kindern auch nicht. Warum sollte ich also meine Einstellung ändern? Mein noch ungeborenes Kind wird genauso wie die anderen Kinder am 5. Lebenstag die BCG Impfung bekommen und die weiteren dann wie empfohlen (vorausges. es ist nicht krank). Weiter werde ich die Zecken- und die Grippeimpfung auch nur in Anspruch nehmen, wenn es denn einmal nötig ist. Wie schon gesagt halte ich die bei meinem Asthmakranken Sohn für sehr nötig (Grippeimpfung).

Wenn jemand seine Kinder oder sich nicht impfen lassen möchte - bitte. Hab ich kein Problem damit. Aber ich lasse mir nichts einreden, was nicht nachgewiesen schädlich ist. Jeder ist für seine Gesundheit selbst verantwortlich, für die Kinder in dem Fall die Eltern. Und ich möchte nicht eines Tages sagen müssen: " hätte ich mal das Kind impfen lassen" Dann kann es nämlich schon zu spät sein. Auf der anderen Seite können Impfschäden bei uns nicht mehr auftreten - außer beim nochzu impfenden Kind - allerdings ist das Risiko verschwindend gering. Sehr viel geringer, als die Möglichkeit an der Krankheit zu erkranken, gegen die es Impfungen gibt. (Ralf war das jetzt richitg?)
Es ist auch sehr beruhigend zu wissen, dass es bei uns fast unmöglich ist Hirnhautentzündung, Hepatitis oder Kinderlähmung zu bekommen....(erstere gab es in der Familie schon, nur wage ich nicht zu behaupten, dass es diese war oder ein anderer Typ - es herschte trotzdem Angst, dass es zum Tod kommt bzw. die anderen sich infiziert haben usw. - mag mir das echt nicht ausmalen).

Nein ich bleibe meiner Entscheidung treu und habe es bisher auch nicht bereut. Was soll ich also meine Zeit für Info-Suche opfern, wo nur ein lächserlicher Piks einen gewissen Schutz gibt und die verbleibende sinnvoller genutzt werden kann....

nichts für ungut.
(Ralf wenn jetzt was falsch war, berichtige mich bitte)

Bettina Mayler
unregistriert
erstellt am: 11. April 2001 23:17           
Hallo Tom;
>zu den Masern. Die Erkrankung ist nicht ursächlich behandelbar
das sagte ich bereits

>In einem freien Land dürfen Sie natürlich gern Ihre Bedenken äußern
Vielen Dank, für die freundliche Genehmigung.

>und Ihren Kindern einen Impfschutz verweigern, aber in einem freien Land kann man dieses Verhalten auch als asozial bezeichnen.

Können Sie! Jedoch: Ist das Impfen eines Säuglings inzwischen zur gesellschaftl. Norm geworden? Nach meiner Information besteht in Deutschland keine Impfpflicht. Warum also verstößt man mit diesem Verhalten Ihrer Meinung nach gegen gesellschaftl. Normen u. Werte u. richtet sich gegen gesellschaftl. Institutionen ? (Zur Info: Dies ist die Bedeutung des Wortes asozial besser dissozial.)

Außerdem: Woher nehmen Sie die Information, daß ich meinen Kindern einen Impfschutz verweigere?


Hallo H. Behrmann,

>Andere Bevölkerungen sind da schlauer: USA, Finnland, Frankreich fast.
Wenn ich richtig informiert bin, gibt es in den oben genannten Ländern eine Impfpflicht Es läßt sich also weder von der Durchimpfungsrate noch vom Vorkommen der Krankheit auf die Intelligenz der Bevölkerung schließen.


Hallo Lea,

wie ich schon geschrieben hatte, liegt es mir fern, jemandem vorzuschreiben, was er tun oder besser unterlassen sollte. Diese Entscheidung ist viel zu wichtig, um sich auf eine wie auch immer geartete (aber was dieses Thema betrifft niemals objektive) Meinung zu verlassen. Die Verantwortung obliegt letztendlich alleine den Eltern. Aber eben weil dies ein so wichtiges Thema ist, sollte man sich meiner Meinung nach die Zeit nehmen, sich möglichst umfassend zu informieren.

Sie schreiben, daß Sie vom Nutzen der Impfungen überzeugt sind und es bisher weder Ihnen, noch Ihren Kindern geschadet hat. Gleichzeitig habe ich in einem älteren Bericht von Ihnen gelesen, daß sowohl Sie als auch jedes Ihrer Kinder und Ihr Mann (verbessern Sie mich, falls ich mich irre) an einer chronischen Krankheit leiden!!!!! Ich wünsche Ihnen allen gute Besserung!!!!!

Gruß
Bettina Mayler

Behrmann
unregistriert
erstellt am: 11. April 2001 23:58           
Lea;alles sehr fein.
Die Tuberkulose-Impfung BCG ist in D endlich abgeschafft.Glücklicherweise.Das war eine schlechte Impfung und ich habe sie in 9 Jahren nur 5x auf dringensten Wunsch in ferne Länder ausreisender Eltern gemacht.

Behrmann
unregistriert
erstellt am: 12. April 2001 00:06           
Hallo H. Behrmann,

>Andere Bevölkerungen sind da schlauer: USA, Finnland, Frankreich fast.
Wenn ich richtig informiert bin, gibt es in den oben genannten Ländern eine Impfpflicht Es läßt sich also weder von der Durchimpfungsrate noch vom Vorkommen der Krankheit auf die Intelligenz der Bevölkerung schließen.

Es ist so: in USA gibt es keine Imppflicht;aber in den meisten Staaten eine Ablehnung von ungeimpften Kindern in den meisten sozialen Einrichtungen,was ich für richtig halte.Ausnahmen wg. z.B. religiösen Gründen werden akzeptiert.

In den anderen Ländern allerdings herrscht echte Freiwilligkei;nur ist dort das soziale Gewissen und damit die Intelligenz wesentlich weiter entwickelt als hier...und z.B. bei Ihnen selbst.

Lea
Mitglied
erstellt am: 12. April 2001 00:24     Sehen Sie sich das Profil von Lea an!   Senden Sie Lea eine eMail!     
Hallo Bettina,

meine Nierengeschichte hat mit Impfen nichts zu tun, die Neurodermitis meines kleinen auch nicht - er reagiert von Geburt an auf sein eigenes Immunsystem - nicht unbedingt im negativen, denn er bekommt immer dann einen Schub, wenn er krank wird. Also müssen wir nichts besonderes beachten, nur eben die Haus können wir nicht herkömmlich pflegen...

Was das Asthma meines mittleren angeht....mein Mann hat es seit klein auf auch. mal abgesehen davon, dass die beiden aussehen wie aus einem Ei....hat das Impfen auch keinen einfluss darauf.

Tja und der große mit der schuppenflechte...die brach "erst" vor 3 Jahren aus. und sie wandert. sie begann unter dem auge ist dort abgeheilt und nun hat er sie handtellergroß auf dem kopf. Ich glaube nicht, dass es ohne Impfen anders wäre.

Trotzdem danke für die Wünsche. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es heute kaum noch ein Kind gibt, was ganz ohne Probleme lebt - sprich Allergie, Haut oder sonstiges...

Gruß

Leona

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