Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

Die URL dieses Files: http://www.ariplex.com/ama/ama_dial/adi668-4.htm

Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

Die originalen Links in diesem File funktionieren nicht!

Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

Bitte besuchen Sie auch unsere Nachbarn auf dem http://www.ariplex.com * Antares Real-Estate InfoPlex


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  Wo könnten Kosten praktisch gesenkt werden? (Seite 4)

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Autor Thema:   Wo könnten Kosten praktisch gesenkt werden?
VERITAS
unregistriert
erstellt am: 03. April 2001 19:30           
Leider nur Müll von Seitz, Rapp, Behrmann, Vetter und Dr.C.R ...

Sieht nach Schwermetallbelastung aus:

-blockierte Einsichtsfähigkeit
-ständige Beschimpfungen
-stutenbissigkeit
-sprachliche Darstellung
-keine Ideen
-ständig am PC

Labern nützt bei diesem Thema wenig ...

Seitz
Mitglied
erstellt am: 03. April 2001 19:38     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
Genau!!

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 03. April 2001 22:49     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
zur Erbauung der beiden medizinischen Spezialisten von der Buchstabenklauberfront die Story von heute:

vier Kinder, vor Jahren auf dringenden Wunsch zulasten der GKV tubenligiert.

Hätt ich damals im Leben nicht indiziert, denn: heute, drei Jahre älter, zwei Partner weiter, und immer noch unter dreißig: dringender Kinderwunsch. Läßt ausrichten, sie sei bei einem mikrochirurgisch tätigen Kollegen gewesen, der sehe kein Problem, ich hätte dringend eine Überweisung und danach eine stationäre Einweisung zur operativen Refertilisierung auszustellen. Bei Mißerfolg sei IVF geplant.

PR

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 03. April 2001 23:13     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Refertilisation nach Sterilisation ist KEINESFALLS Kassenleistung! Da hat die Patn. selber zu löhnen, für jede Form der Fertiliisierung. Und das ist gut so. Abrechnung eines solchen Falles zu Kassenlasten ist Betrug.

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 03. April 2001 23:39     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Herr Freis:

Bitte Quelle für Ihre Zahlen. Wenn die Zahken des stat. Bundesamtes genommen werden, erhalten wir 14% der Einnahmen als Ausgaben für Ärzte, nicht 17%.

1. Bitte begründen Sie, wieso ein Kassenmitarbeiter halb so viel Versicherte zu betreuen haben darf wie Patienten auf einen Arzt kommen, und erklären Sie, wieso diese Proprtion nicht krank ist. Zu den Zahlen http://www.solga.de/urologie/Kassenmitarb.html

Bitte nicht das Argument anführen, die armen KAssen hätten ja so furchtbar viele neue Aufgaben bekommen, die müssen ja soviel für sich verbrauchen. Ärzte haben auch viele Aufgaben übergeholfen bekommen, s. ICD10, alle Arten von Regressen, neue Arbeitsschutzrichtlinien usw. usf, da müßten die Ärzte doch ebenfalls mehr geld bekommen dürfen? Also das Argument zieht nicht.

2. Bitte begründen Sie, wie es zu erklären ist, daß vor 30 Jahren noch 20% der Kasseneinnahmen für ärztliche Behandlung (in Ihrer Datengrundlage sinds 23%) ausgegeben wurden, und heute sinds 14% (Ihre Daten 16%). Es wird also ein Drittel weniger für Ärzte ausgegeben als noch 1971, begründen Sie dies.

3. Wir haben ca. 150.000 KAssenangestellte. Das Durchschnittseinkommen für Angestellte betrug 1999 ca. 6772 DM pro Monat bei 13 Gehältern. Bei 13 Gehältern für 145829 Angestellte sind das im Jahr 12,838 Mrd. DM. Dazu zählen wir mal die 7% Arbeitgeberbelastung für Krankenversicherung hinzu: 13,736 Mrd. DM alleine Gehaltskosten. Nun sehen Sie mal nach, was 1999 an Verwaltungsausgaben angegeben wurde: 13,33 Mrd. DM. Die Überschlagsrechnung frü Gehälter, an den Zahlen des stat. Bundesamtes festgemacht, ergibt ca. 400 Mio DM mehr an Gehaltskosten, als die Kassen an Verwaltungskosten überhaupt nur angeben!

s. http://www.solga.de/urologie/Kassenausgaben/img0.htm

Nun erklären Sie mir doch mal bitte, wie die Kassen die Miete für ihre Paläste bezahlen, wie ihre Dienstautos, wie ihre Druckertoner. Muß man nicht annehmen, daß die Zahlen der Kassen, die Verwaltungskostenhöhe betreffend, nun sagen wir mal, bestenfalls etwas geschönt sind?

4. Und erklären Sie mir mal bitte den Unterschied zwischen Nettoverwaltungskosten und anderen Verwaltungskosten. Kein Betriebswirtschaftler, den ich gefragt habe, kennt den Begriff.

So, bin ja nun gespannt auf Ihre Ideen zu de Fragen.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 03. April 2001 23:58     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
hallihallo Herr Solga,

eben, eben, aber mal gucken, was dazu unsere un-/doktorierten Wissenschaftsredakteure zu vermelden haben.

Und mal gucken, ob ich nicht wie schon öfter in einem Vierteljahr einen Brief über die dritte oder vierte Operation kriege.

Unseren verehrten Wissenschaftsredakteuren sei berichtet, daß ich tatsächlich nicht zu stören bin. Ich zähle nämlich grad keine Punkte, denn das hat am Freitag die EDV gemacht, die Diskette ist seit Samstagfrüh in Freiburg.

VERITAS scheint übrigens Oleg zu heißen und sich nachnamentlich mit vielen rrrrrs auszusprechen.

PR

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 04. April 2001 11:00           
Sehen Sie Herr Rapp,


es geht ja auch anders.

Und es ehrt Sie doch ganz besonders, wenn Sie - wenn Sie damals der behandelnde Arzt gewesen wären - zu der gewünschten Sterilisation nicht geraten respektive eine solche für nicht angezeigt gehalten hätten.

Was mich allerdings stört, ist der Umstand, dass diese "Story" von Ihnen nicht ausreichend genug kommentiert wird.

01)

Untersuchungen sollen gezeigt haben, dass für die psychische Verarbeitung der Sterilisation gewisse eindeutige Prognosefaktoren bestimmend sein sollen, die sich schon vor dem massiven Eingriff abschätzen lassen.

Demnach muß eine ungünstige Verarbeitung befürchtet werden bei

- unfreiwilliger, ambivalenter Entscheidung

- fehlendem Einverständnis des Partners

- labiler Partnerschaft

- Persönlichkeitsstörungen

und natürlich

- mangelhafter Beratung.


02)

Darüberhinaus ist es doch selbstverständlich, dass eine Frau im Lebensabschnitt zwischen 20 und 30 Jahren wohl eher in die Lage kommen kann, durch Veränderung der Lebensumstände doch noch ein Kind haben zu wollen, als eine Frau die sich erst mit 35 Jahren sterilisieren läßt.


Demnach sollte einem erfahrenen Mediziner der hier die Beratung durchführt(e), diese Fragestellungen eigentlich klar sein.

................................

Fazit


Wenn es sich so zugetragen hat, wie hier von Ihnen vorgestellt, so läßt dies doch nur den einen Schluß zu, dass hier etwas im Vorfeld der erfolgten Sterilisation "schief" gelaufen sein muß. Entweder hat der ehemals beratende Mediziner die Prognosefaktoren nicht ausreichend berücksichtigt und/oder hinterfragt ( "drei Jahre älter, zwei Partner weiter" impliziert eigentlich eher eine labile Partnerschaft oder gar Persönlichkeitsstörung )oder die Patientin hätte den behandelnden Arzt nachvollziehbar überzeugt oder schlimmstenfalls ausgesprochen geschickt getäuscht.

Die von Ihnen gewählte Formulierung spricht eher für die erste Variante; die durchgeführte Sterilisation mithin leichtfertig erfolgt.

Und was nun die Kostenfrage angeht, so sollte dann schon einmal angedacht werden, inwieweit nicht der erstbehandelnde Arzt sich hieran beteiligt. Und wenn dann auch noch die Beratung mangelhaft erfolgte - und manches spricht dafür - läge hier gar ein klassischer Behandlungsfehler - mit allen daraus resultierenden Konsequenzen - vor.

Sie sehen also, die Kostenfrage ist keineswegs so einfach zu beantworten, wie es auf den ersten Blick erscheint.


..............................

Da aber weder Sie Herr Rapp, noch ich selbst bei dem Gespräch Ihrer Patientin und dem ehemals behandelnden Arzt zugegen waren - vermute ich zumindest einmal - ist es unglaublich schwer, einen solchen Fall - quasi von außen - richtig zu bewerten. Insoweit ist es doch eigentlich zu erwarten, dass sich hier die "Buchstaubenklauberfront" zu Wort meldet.

Vielleicht wäre es ja wirklich hilfreich, wenn Sie solche "Falldarstellungen" auch kritisch und insbesondere nicht nur zu Lasten des Patienten kommentieren.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 04. April 2001 14:20     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Verehrter harald Ruf,

Ihr Hauptproblem hier scheint zu sein, daß ich einfach nicht das schreibe, was ich nach Ihrer Vorstellung schreiben sollte. Aber ich hab halt nun mal keinen Chefredakteur.

Ich werde mich hüten, einen solchen Fall anders als durch Einordnung in einen bestimmten thread zu kommentieren, dies aber mit voller Absicht.

Im übrigen ist gerade dieses Forum voll mit Beiträgen besserwissender Leistungsempfänger und ihrer publizistischen Unterstützer. In der Ablehnung eindringlicher Überzeugungsarbeit e x a n t e ist ihnen gar kein Argument zu blöde. Da paßt doch Ihr ehrenwertes e x p o s t -Argument: "Sterilisation leichtfertig erfolgt" ganz exakt, nicht wahr ?

Mein "Fallwert" im vergangenen Quartal dürfte bei rund sechzig Mark liegen. Ich wende jetzt mal einen von unserem verehrungswürdigen Bundesaußenminister kolportierten Spruch auf mein Metier an: wir sind eben keine Sechzigmark-Nutten.

PR

Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 04. April 2001 17:30           
Ich glaube,die Versicherten können sich bei der allgemeinen Desinformation z.B. durch die Presse(allen voran der SPIEGEL) gar nicht vorstellen,was ein Fallwert von 60.-
bedeutet: das sind 20.- für alle Leistungen
an einem Patienten pro Monat - egal ob er 1x oder 5x kommt UND es ist der üppige Lohn für die ganze Praxis mit Personal,Mieten,Krediten,Versicherungen(alles privat,nix Arbeitgeberanteil) und Steuern,also U.M.S.A.T.Z. und kein Arzteinkommen.Letzteres dürfte bei dem o.g.
Fallwert netto bei DM 5-6 pro Monat liegen.
Davon gehen noch die Versicherungen und eventuelle Kredite ab.

So siehts aus und nicht anders.
Ich bin ein reicher Mann,weil ich einen Fallwert von 71,- habe.

Klaus Vetter
unregistriert
erstellt am: 04. April 2001 17:52           
Hautärzte in Thüringen scheinen mit 29 DM Fallwert der letzte Dreck unter den durch BSG-Urteile zu Leibeigenen mit Frondiensten gemachten niedergelassenen Ärzten zu sein.
Und jeder Tödel regt sich über die angeblich unverschämten Honorare (=Firmenumsatz) auf.
Ich glaube der Bogen ist überzogen worden.
Mit Versprechungen und Mogelpackungen werden sich die niedergelassenen Mediziner nicht mehr abspeisen lassen. Auch nicht mit Spielgeld-Punkten.
Klaus Vetter

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 04. April 2001 17:58           
Hallo Herr Rapp,


nein das was Sie vermuten ist eindeutig nicht mein Hauptproblem.

Mein Problem liegt ausschließlich darin begründet, dass ich ab und an den Eindruck habe, dass die von Ihnen gewählte Formulierung - die ja auch Ihr gutes Recht ist - etwas einseitig und meist zu Lasten der Leistungsempfänger gewählt wird.

Und wenn ich Sie doch richtig verstanden habe - und wenn nicht, können Sie mich ja gerne korrigieren - war es doch Ihr Ziel, dass bei dem unbefangenen Mitleser ein Bild und damit eine Schlußfolgerung provoziert werden sollte.

Die von Ihnen vielleicht gewünschte Schlußfolgerung im Kontext mit dem Titel - wo können Kosten praktisch gesenkt werden -könnte demnach lauten

- alles unnötige Kosten

ohne weiter zu hinterfragen weshalb und warum. Dies ist mir einfach zu schlicht.

................................


Mit Fug und Recht würden Sie sich doch auch darüber aufregen, wenn unter einem Titel "Behandlungsfehler", dass hinreichend bekannte und oft durchgekaute Beispiel der falsch amputierten Brüste auftaucht und der Verfasser mit einer zu kurz gegriffenen Formulierung eine ähnliche Schlußfolgerung provozieren wollte

- schaut Euch mal die Gynokologen an; nur Behandlungsfehler wohin man schaut.


Nicht nur das dies völlig falsch wäre, es wäre insbesondere unredlich.

...............................

Das die besserwissenden Leistungsempfänger eine besondere publizistische Unterstützung erhalten würden, kann ich hier im Forum nicht erkennen.

................................

Ist Ihr doch etwas nebulöser Hinweis auf "Sechzigmark-Nutten" so zu verstehen, dass Sie um keinen Preis alles mitmachen werden oder ist der Preis ( DM 60,00 )einfach zu niedrig dafür ? Ansonsten darf ich Ihnen versichern, dass mir persönlich die etwas teureren "Nutten" - da meist besser - generell lieber sind.

Gruß

InfoDiJo
Mitglied
erstellt am: 04. April 2001 18:16     Sehen Sie sich das Profil von InfoDiJo an!   Senden Sie InfoDiJo eine eMail!     
Konkreter Hinweis zum Einsparen von Kosten bei Krankenkassen:

Derzeit erstatten Krankenkassen pro Patient, der mit der Diagnose Leukämie ins Krankenhaus kommt, vollautomatisch etwa 1/2 Million DM (= 500.000,-) "Behandlungskosten".
Diese schulmedizinische "Behandlung" überleben ca. 2 - 3 % der armen Menschen, die so "versorgt" werden

Bei 1000 Patienten kostet das die Krankenkassen also etwa 500 Millionen Mark, wobei man ca. 970 Beerdingungen mit einkalkulieren muß.

Wenn man 1000 Menschen mit Leukämie nur zuhause ins Bett legt und sie einfach nur grundversorgt (Essen, Körperpflege usw.), also medizinisch überhaupt gar nichts macht, stirbt kein einziger an der Leukämie, weil Leukämie die Heilung von Knochenosteolysen ist, und das hat zudem noch den Vorteil, daß die Krankenkassen und damit die Beitragszahler ganz konkret !!! 500 Millionen Mark einsparen.

Christian Joswig

Seitz
Mitglied
erstellt am: 04. April 2001 18:52     Sehen Sie sich das Profil von Seitz an!   Senden Sie Seitz eine eMail!     
<<Mein Problem liegt ausschließlich darin begründet, dass ich ab und an den Eindruck habe, dass die von Ihnen gewählte Formulierung - die ja auch Ihr gutes Recht ist - etwas einseitig und meist zu Lasten der Leistungsempfänger gewählt wird.<<

Um Gottes Willen, sicher nicht aller Leistungsempfänger.
Wir haben das Problem, daß einige Leistungsempfänger den Sinn einer Solidargemeinschaft nicht verstehen, und ihnen von Sieten der Kassen und der Politik zur Zeit auch nicht nahe gebracht wird. Vielleicht erinnern sie sich an mein Beispiel mit der Tankstelle. Einige besonders dreiste Beispiele aus dem Praxisalltag werden hier manchmal von Herrn Rapp und von mir dargestellt, aus dem Blickwinkel der sozialen Verantwortung.

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 04. April 2001 19:17           
Hallo Herr Behrmann,


ich denke schon, dass der durchschnittliche Versicherte und Mitleser dazu in der Lage ist, zwischen U.M.S.A.T.Z und "Arzteinkommen" - warum eigentlich nicht Einkommen aus freiberuflicher Tätigkeit - zu unterscheiden.

Nur was hat die Thematik Fallwert und/oder Umsatz in einem Beitrag mit dem Titel

" Wo könnten Kosten praktisch gesenkt werden ?"

zu suchen ? Der Sachzusammenhang ist mir hier nicht so ganz klar. Oder sollte etwa ??????????

Kann aber doch eigentlich nicht sein. Oder ?


Gruß



Behrmann,KA
unregistriert
erstellt am: 04. April 2001 19:22           
Es soll zeigen WIEVIEL bei uns noch zu sparen ist.
War doch eigentlich ziemlich einfach.

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 04. April 2001 21:16     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Herr Ruf:

aus der Überlegung heraus, daß Jemand, der einstmals sterilisiert wurde, nun doch ein Kind bekommen möchte, einen Aufklärungs- und damit Behandlungsfehler desjenigen zu konstruieren, der sterilisiert hat, ist, um mal ganz höflich zu bleiben, und nicht der Löschung anheimzufallen, karierte Bullenscheiße! Die Menschen (hier sollte man mal getrost nicht von Patienten sprechen) kommen freiwillig zum Arzt, der Mensch wird nicht mit dem Lasso zum Arzt geschleift. Auch ohne deizidiert darauf hinzuweisen, ist es heutzutage Gegenstand der Allgemeinbildung, den zumindest jeder Tierbesitzer ganz genau kennt, daß eine operative Durchtrennung der Samen- oder Eileiter nicht rückgängig gemacht werden kann. Darüberhinaus sind Informationen darüber in öffentlich zugängigen Medien zugreifbar. Da gibt es z.B. eine Arzthomepage, die das eindeutig beschreibt http://www.solga.de/urologie/sterilisation.html. Es kann sich also niemand darauf berufen, dies nicht gewußt zu haben. Daher ist es überhaupt nicht nötig, daraufhin zu beraten, daß der Eingriff endgültig ist. Patienten zu bestärken, durch eine Klage gehen den Arzt die eigenverschuldeten Kosten nicht tragen zu müssen, macht lediglich den Anwalt reich und stellt einen Aufruf zum Mißbrauch unseres REchtssystems dar.

(die karierte Bullensch... bitte ich nachzusehen, aber das war nun wirklich das zarteste, was mir so zu dem Beitrag einfiel.)

Dr. Matthias Solga
Mitglied
erstellt am: 04. April 2001 21:25     Sehen Sie sich das Profil von Dr. Matthias Solga an!   Senden Sie Dr. Matthias Solga eine eMail!     
Joswig:

Strafgesetzbuch § 323c. Unterlassene Hilfeleistung. Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Strafgesetzbuch § 25.

(1) Als Täter wird bestraft, wer die Straftat selbst oder durch einen anderen begeht.

Strafgesetzbuch (StGB) § 26.

Als Anstifter wird gleich einem Täter bestraft, wer vorsätzlich einen anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat bestimmt hat.

Noch Fragen, Joswig?

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 04. April 2001 23:24     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
Uff, also der Schlüssel zum Satz von den Sechzigmarknutten, die wir nicht sind, liegt in DIE ZEIT, letzte Woche, Seite 2 oder so, rechte Spalte, da, wo Promis zum geflügelten Wort kommen. Allerdings wird, sorry, nicht der verehrungswürdige Minister zitiert, sondern ein Herr Josef Fischer.

Ansonsten liest mich Kollege Seitz vollkommen korrekt. Weitere Story gefällig ?

Anfänge liegen ein paar Jahre zurück, Drama dauert bis heute an, habs in diesem Forum mehrfach geschildert. Heute Sechsundzwanzigjährige damals Schwangere, kichert bei sehr konkreten (ich koche gern & drucke in der Sprechstunde spezielle Rezepte aus) Ernährungsratschlägen etwas verlegen, läßt bei aufkommenden Oedemen zwischendurch die Ernährungsberaterin einer namhaften Gesundheitskasse zum Hausbesuch antanzen, frißt sich in zwei flott aufeinanderfolgenden Schwangerschaften jeweils 35 Kilo an und ist, einst echt hübsch, nach der zweiten Entbindung dermaßen aus dem Leim, daß der
Gatte mault. Will von mir die Einweisung zur beidseitigen Brustreduktionsplastik. Ich lege ihr die Gegenargumente auseinander, sehe sie einige Jahre nicht wieder, kriege aber alle paar Monate einen Operationsbericht: Reduktionsplastik, Narbenkorrektur, Hauthütchen Axilla, Liposuktion Oberbauch, Fettschürze, Liposuktion Oberschenkel und Knie. Nach der fünften OP Nachfrage, da ich die Verhältnisse etwas kenne: doch doch, hat alles die namhafte Gesundheitskasse bezahlt. Nachfrage beim MDK: wurde in drei Gutachten abgelehnt, dennoch gemacht. Anfang Jahr Krebsvorsorge. Ach bitte, ich hab doch immer noch so schrecklich fette Oberarme, da muß man doch was machen.
Wahrscheinlich gehts jetzt da Capo, aber ich krieg keine Op-Berichte, weil ich angekündigt habe, den Fall hier zu publizieren.

Weitere Beispiele gern beim nächsten mal.

PR

Dr.C.R.
unregistriert
erstellt am: 05. April 2001 13:00           
Soviel zum mündigen Patienten.Wäre ein eigenes Forum wert.Wir Ärzte wissen das wenigstens.Die Kassen träumen weiter vom mündigen Patienten, ich glaube das vielgepriesene "mehr Mitspracherecht und Verantwortung" wird sich in eine Selbstbeteiligung münden.

MBG
Mitglied
erstellt am: 05. April 2001 17:55     Sehen Sie sich das Profil von MBG an!   Senden Sie MBG eine eMail!     
um Kosten zu senken sollte man einen Teil der Kopfpauschalen, die die GKV an die KV´n zahlen, direkt an die (Haus-)Ärzte durchreichen. Dabei sollten die Patienten in der Arztwahl eingeschränkt werden. Die Kopfpauschalen sollten jedoch nach Morbiditätsgruppen abgestuft werden. Dafür könnte man die für den RSA vorgenommen Gruppierungen benutzen. Ärzte würden an der Gesundheit der Patienten verdienen, nicht an der Krankheit. Dann brauchen wir auch keine mündigen Patienten.
Der Hausarzt, als der dafür ausgebildete Fachmann, plant zusammen mit dem Patienten den Behandlungsablauf. Sind Überweisungen notwendig, dann sollten, wie bei den Heil- und Kostenplänen für Zahnersatz, entsprechende Aufstellungen an die Kasse gehen. Diese Kostenvoranschläge sollte der Patient dem Arzt honorieren müssen. Auch diese Kosten könnte die Kasse bei Bedürftigkeit erstatten. Weiterführende Behandlungen nach der Überweisung werden dann in einem Erstattungsverfahren abgerechnet.
Wichtig ist, daß die Kassen aus der durch den RSA aufgezwungenen Rolle des "Gesundheitsberaters" herauskommen. Dafür ist in den Kassen kein know how vorhanden.

Ich glaube das wir Einsparungen nur erreichen, wenn wir über die Systeme nachdenken. Über entsprechende Antworten würde ich mich freuen.

Gruß

InfoDiJo
Mitglied
erstellt am: 05. April 2001 18:40     Sehen Sie sich das Profil von InfoDiJo an!   Senden Sie InfoDiJo eine eMail!     
Herr Dr. Solga,

Sie sind ein Traumtänzer.

Christian Joswig

Stiens
Mitglied
erstellt am: 05. April 2001 18:57     Sehen Sie sich das Profil von Stiens an!   Senden Sie Stiens eine eMail!     
An MBG

Da ist er ja wieder, der Hausarzt als Kostenbremse...

Auch in den Köpfen mehrerer Politiker spukt der Gedanke, mit dem grundsätzlich vorgeschalteten Hausarzt ließen sich jede Menge Kosten sparen.

Das kann aber nur funktionieren, wenn es keine Kopf- sondern Fallpauschalen gibt! Es ist doch einsehbar, daß es teurer ist, wenn für die Behandlung einer Krankheit IMMER der Hausarzt UND der Facharzt aufgesucht werden. denn BEIDE erbringen Leistungen und müssen bezahlt werden. - praktisches Beispiel Sportunfall mit Läsion eines Sprunggelenkes. Pat. geht zum Hausarzt, der untersucht und startet erst entweder selber einen Behandlungsversuch oder überweist gleich zum Facharzt. Geht der Patient wie heute üblich gleich zum Facharzt spart er Zeit und das dem Hausarzt zustehende Geld -

Noch ein Punkt: Solange der "mündige" Patient - den Sie ja abschaffen wollen, den die Juristen aber schätzen - in jeder Frauenzeitschrift liest, er möge doch bei einer für ihn bedeutenden Erkrankung - und welche ist das für ihn nicht - eine zweite oder auch dritte Meinung einholen, wird Ihr System ebenfalls nicht funktionieren.

Die Beispiele ließen sich vermehren.

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 05. April 2001 19:26           
Hallo Dr. Solga,


wenn dieser Beitrag von Ihnen nun tatsächlich der Löschung anheimfallen sollte, dann sicherlich nicht wegen unflätiger Ausdrücke sondern höchstens deswegen, weil er einfach zeigt, dass Ihnen die Arzthaftungsproblematiken noch nicht nahe gebracht wurden.

01)

Wir sind uns ja wohl beide darüber einig, dass vor einer Sterilisation ein umfangreiches "Aufklärungsgespräch" zwischen Arzt und Patientin stattzufinden hat.

So weit so gut.

Zur standardmäßigen Ausbildung des Gynäkologen gehört selbstverständlich auch die Thematik "Sterilisation". Es wird hier aber nicht nur das theoretische und handwerkliche Können erlernt sondern selbstverständlich auch die hieraus ggf. resultierenden psychischen Belastungen für die einzelne Person und/oder das Paar thematisiert.

Und gerade hinsichtlich der psychischen Verarbeitung einer Sterilisation liegen mehrere umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen vor.

Demnach ist i.a.R. dann mit einer ungünstigen Verarbeitung der beabsichtigten Sterilisation zu rechnen, wenn diese

a) unfreiwillig**, ambivalenter Entscheidung

b) fehlendem Einverständis des Partners ***

c) einer labilen Partnerschaft

d) Persönlichkeitsstörungen oder

e) mangelhafter Beratung

erfolgt.

** Und was glauben Sie, wieviele Sterilisationen nach massiver Einflußnahme des Partner geschehen.

*** strittig / eher nein

Die Frage ist also lediglich die, ob der aufklärende Arzt die Pos. a) - d) zum Zeitpunkt der Aufklärung erkennen konnte. Spätestens hier stellt sich dann schon die Frage inwieweit es sich bei der durchgeführten Sterilisation um eine sittenwidrige Gefälligkeitssterilisation handelt oder nicht. Hier kommt es dann schon auf den Einzelfall an. Entscheidend ist aber immer, ob de einwilligende Betroffene die Tragweite seiner Entscheidung beurteilen vermag.


02)

Im Gegensatz zu Ihren Ausführungen ist scheinbar eine durchgeführte Sterilisation nicht zwangsläufig irreversibel.Immerhin ist in dem Beispiel der Hinweis vorhanden, dass hier eine Refertilisierung von dem microchirurgischen Kollegen und der Patientin angedacht wurde.

03)

An keiner Stelle wurde von mir die Behauptung aufgestellt, dass die Patientin nicht darüber aufgeklärt worden wäre, dass eine Sterilisation i.a.R. irreversibel sei.

Ich habe mir lediglich erlaubt, darauf hinzuweisen, dass der ehemals durchführende Arzt dann mit einem Problem zu rechnen hat, wenn die Sterilisation in Kenntnis der Pos. a) - d) erfolgte. Diese Sterilisation wäre dann tatsächlich nicht nur eine sittenwidrige Gefälligkeitssterilisation sondern auch noch rechtswidrig w. fehlender Einwilligung.

Also verehrter Herr Dr. Solga, wer hat hier denn nun die "Bullenscheiße" fabriziert ?

Wenn auch eine operative Durchtrennung nicht rückgängig gemacht werden kann - ist ja auch logisch -, so ist zumindest die hieraus resultierende Folge ( Sterilisation ) - wenn auch mit einem fraglichen Erfolg - umkehrbar.


Aber warum eigentlich die ganze Aufregung ? Generell gilt, dass eine Wiederherstellung der Empfängnisfähigkeit bei einer freiwillig ohne Krankheit veranlaßten Sterilisation keine Krankenbehandlung ist, die eine Leistungspflicht auslösen könnte. Steht alles im SGB V.

Wenn natürlich das Mädel was an der "Klatsche" hatte, sieht die Welt schon wieder anders aus.

Und 1000 ambulante Stunden in der Psychoanalyse - diese Kosten werden wahrscheinlich übernommen - sind mit Sicherheit teurer als eine Refertilisierung oder ggf. extrakorporalen Befruchtung.

Peter Rapp
Mitglied
erstellt am: 05. April 2001 20:04     Sehen Sie sich das Profil von Peter Rapp an!   Senden Sie Peter Rapp eine eMail!     
jetzt hört doch mal mit dem Haftungsquark auf. Das Ding ist gegessen und vorbei.

Wer hier und heute operiert, verwendet zertifizierte standisierte Aufklärungsbögen, die mit dem Patienten durchgeackert werden.
Hernach setzt der seine Unterschrift unter den Satz, daß er vollständig aufgeklärt worden ist, alles kapiert und keine weiteren Fragen hat, und daß er mit diesem Eingriff einverstanden ist. Ich kenne keinen Aufklärungsbogen zur Tubenligatur, in dem steht, daß man Hähnchen auf Hähnchen zu die Tube einfach wieder aufmachen kann. Man kann sich an einer solchen Tube zwei Stunden lang mikrochirurgisch vergnügen, aber ich habe noch keine einzige rekanalisierte Tube gesehen, die für eine intrauterine Schwangerschaft gereicht hätte.

PR

harald Ruf
unregistriert
erstellt am: 05. April 2001 20:13           
Hallo Herr Stiens,


hätte ja fast Ihren Beitrag übersehen.

" solange der "mündige" Patient den Sie ja abschaffen wollen, den die Juristen aber schätzen ................ "


Ein Beispiel aus meiner Ecke:


Heute 10.00 Uhr Termin mit älterem Ehepaar deren Sohn im Jahre 1999 im Alter von 17 Jahren an Leukämie verstarb. Der Jugendliche bemerkte an seinem Körper einen etwa 5 Mark großen bläulichen Fleck und "allgemeines Unwohlsein" . Dieser Fleck wurde von dem behandelnden Arzt als Hämatom erkannt und über die Dauer von ca. 9 Monaten ! mit einer Salbe behandelt. Ohne Erfolg. Ein weiterer Arztbesuch bei einem anderen Arzt ergab letztendlich die Diagnose Leukämie im fortgeschrittenen Stadium.

Folge: Drei Chemotherapien und Tod nach 1 1/2 jähriger Behandlung.


Hätte dieser junge Mann doch bloß eine zweite oder gar dritte Meinung rechtzeitig eingeholt.


Insoweit haben Sie völlig Recht Herr Stiens, so kann das System auf Dauer überleben.


Andere Beispiele bei Gelegenheit.


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