Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums
17.3.2002
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Autor
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Thema: Vertrauensverlust der Versicherten in die GKV
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Seitz Mitglied
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erstellt am: 10. November 2000 12:41
Chef der Gmünder Ersatzkasse: Ärzte und Kassen müssen sich gemeinsam um eine Lösung der Probleme bemühen. Berlin (rv/hr). Die Auseinandersetzung um eine sozial verantwortliche Finanzierung des Gesundheitswesens darf "den sensibelsten Bereich, den Kontakt zwischen Arzt und Patient", nicht weiter belasten. Dafür hat sich der Vorstandschef der Gmünder Ersatzkasse, Dieter Hebel, ausgesprochen. Ärzte und Kassen sollten sich zusammen darum bemühen, in einer Bilanzierung des Leistungsgeschehens Spielraum auch für neue Leistungen zur gewinnen, schlägt Hebel vor. Er reagiert damit auf Ergebnisse einer Befragung von 4000 GEK-Mitgliedern. Dabei hatten 30 Prozent derjenigen, die in ambulanter Behandlung waren, angegeben, ihnen seien Leistungen vorenthalten worden. Die Befunde seien "sozialpolitisch beunruhigend", schreibt Dr. Bernhard Braun von der Universität Bremen in der jetzt vorliegenden Aufbereitung der Befragung. Obwohl nicht alle verweigerten Leistungen so gewertet werden könnten, "gibt es eine relevante Menge eindeutiger Fälle von Rationierung gesundheitlich notwendiger und qualitativ unbestrittener Leistungen", so Braun. Den Anteil der "Rationierungsopfer" beziffert er auf 20 bis 40 Prozent der Patienten. Neben der dadurch bedingten Gesundheitsgefährdung befürchtet Braun einen "enormen immateriellen Vertrauensverlust" in die Schutzfunktion der Krankenversicherung. "Da ein Solidarsystem wie das der GKV zentral von seinen Vertrauensressourcen lebt, hält es einen Zustand wie den derzeitigen nicht lange ohne irreversible Schäden aus." Braun kritisiert, daß die meisten Ärzte Leistungsverweigerung nicht oder nur finanziell begründeten. Andererseits könne es nicht allein Sache der Ärzte sein, die Diskussion über Einsparungen zu führen. Kurzschlüssig sei auch eine "Pontius-Pilatus"-Haltung bei Kassen und in der Politik, und das Beharren darauf, dies alles sei nur ein Verteilungsproblem innerhalb der Ärzteschaft, die für das medizinisch Notwendige genügend Geld erhalte, sagte der Bremer Wissenschaftler.Kommentar: 20-40% Unterversorgung erscheinen mir etwas hoch gegriffen. Bemerkenswert ist allerdings, daß hier offen von Rationierung gesprochen wird, die doch politisch so vehement bestriiten wird. Ganz ohne die kassenüblichen Sietenhiebe auf die Ärzte kommt Herr Hebel allerdings auch nicht aus. Schade. Übrigens: auch wir hören in unserer Praxis immer öfter den Satz: gell wenns etwas gibt was die Kasse nicht zahlt müssens sies nur sagen. Und dies nicht nur von gut situierten Patienten. m.s.
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Peter Rapp Mitglied
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erstellt am: 10. November 2000 15:29
bemerkensworte vonseiten einer Kasse !Aber "Braun kritisiert, daß die meisten Ärzte Leistungsverweigerung nicht oder nur finanziell begründeten." ist blauäugig. Wie anders sollten wir denn begründen ? PR |
test unregistriert
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erstellt am: 11. November 2000 17:28
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Andrea Gräff-Lamonaca Mitglied
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erstellt am: 11. November 2000 23:52
Hilfe!!!! Kommen Sie mir nicht mit der GEK. Spielraum für neue Leistungen gewinnen?? Meint Hebel etwa damit Leistungen, die (noch) nicht im Leistungskatalog der GKV stehen?? Da lach ich mich, aus begründetem Anlass, gerade was die GEL betrifft, schlapp!!! Diese Kasse ist garantiert nicht für neue Behandlungsmethoden und Leistungen. Diese Kasse verweigert sogar kranken Menschen medizinsch notwendige Operationen, nur weil diese noch nicht im Leistungskatalog drinstehen, aber Alternativen eben nicht existieren. Also gibt es m.E. eine starke Diskrepanz zwischen dem, was die GEK "verkündet" und dem, was sie tatsächlich tut. |
Seitz Mitglied
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erstellt am: 12. November 2000 13:50
Hier gibt es gar kein Vertrauen mehr.m.s. |
. unregistriert
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erstellt am: 19. November 2000 19:55
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