Dokumentation: Der Fall Forum des Gesundheitsministeriums


17.3.2002

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Dieses File ist ein MIRROR. Es ist ein Teil einer Dokumentation. Das Original dieses Files befand sich in der Web-Site des http://www.dialog-gesundheit.de * Gesundheitsministeriums.

Zum Verständnis dieses Files ist es ZWINGEND erforderlich, die Einleitung dieser Dokumentation zu lesen!

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Unsere File-Nummern entsprechen dem Aufbau zu dem damaligen Zeitpunkt, als diese Mirror-Seiten als Belegstücke gesichert wurden.

Die Deutsche Amalgam-Page ist mit dem Gesundheitsministerium weder assoziiert noch sonstwie verbunden.

Die in diesem File gemachten Ausagen dürfen auf keinen Fall bedenkenlos als wahr hingenommen werden! Fragen Sie bitte UNBEDINGT immer einen oder mehrere GUTE Ärzte. Denken Sie daran: Es geht um Ihre Gesundheit! Aus genau diesem Grund wurde diese Dokumentation erstellt!

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Autor Thema:   Lebensgefahr durch Budget der Ärzte
Opfer der Reform
unregistriert
erstellt am: 27. Oktober 2000 05:08           
Wenn ein Arzt feststellt, daß sein Patient an einer ernsthaften Erkrankung leidet, die regelmässige Besuche bei ihm erforderlich machen, ist er zwar verpflichtet, ihn nach besten Wissen und Gewissen zu behandeln.

Doch je öfter der Patient X in seine Praxis kommt, desto weniger verdient er an ihm. Und mit dem Verschreiben von notwendigen Medikamenten und Massagen muß er auch sehr sparsam umgehen, da er sonst sein Budget überschreitet und das Verschriebene aus eigener Tasche zahlen muß.

Entweder macht er sich der unterlassenen Hilfeleistung strafbar oder er muß finanziell bluten, da er seine Patienten nicht töten oder verletzen mag.

Denn das Bundesministerium für Gesundheit und die Krankenkassen müssen Konzepte entwickeln, wie man die Kosten senken kann. Und es hört sich doch gut an, daß die Ärzte viel zu viel verdienen und daß sie nun ein bißchen nur geschröpft werden ?!

Doch wo bleibt der Patient, der unter all diesen Einsparungen leiden muß ?! Nun gibts aber eine gute Lösung für den Arzt...

Ich stelle bei dem Patienten X nichts fest, lasse ihn vier Stunden warten und nehme mir nur fünf Minuten Zeit für ihn. Sollte er nochmals kommen, bin ich etwas grober zu ihm oder bezeichne ihn als Simulanten. Denn das hilft immer !

Man kommt also auf etwas derbe Art und Weise von diesem Patienten X los, der eh kein Geld einbringt. Wie kann man sich als Patient mit ernsthaften Krankheiten vor solchen Praktiken schützen ?

Meine Empfehlung:

1. Allgemeinarzt aufsuchen
Man informiert ihn über bisherige Erkrankungen und die derzeitigen Beschwerden, damit er eine Diagnose erstellen kann. Er misst den Blutdruck und nimmt Blut ab, untersucht die wehe Stelle und nimmt sich genügend Zeit.

Erfolgt keine gründliche Untersuchung oder zückt er nur den gelben Zettel, ist höchste Gefahr geboten. Arzt wechseln !

2. Kann er keine genaue Krankheit erkennen, überweist er seinen Patienten zu einem Facharzt, der sich explizit mit solchen Krankheiten beschäftigt.

Erfolgt keine gründliche Untersuchung oder zückt er nur den gelben Zettel, ist höchste Gefahr geboten. Facharzt wechseln !

Dauern die Beschwerden länger als zwei Wochen an, ist zusätzlich ein weiterer Arzt zu Rate zu ziehen. Denn ein Arzt ist auch nur ein Mensch und weiß nicht alles !

3. Verschreibt ein Facharzt für Orthopädie trotz Wirbelsäulenbeschwerden keine Massagen, Fango oder ähnliches, ist sein Budget erschöpft.

In diesem Falle Arzt wechseln !

Nur so kann man lebensgefährliche Krankheiten durch die Gesundheitsreform vermeiden, die am Rande der Legalität ist.

Merke:
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt es nicht so hohe Krankheitskosten, so daß dieses Land ein Vorbild für Deutschland ist.

Aber im Jahr 2000 sterben in diesem Vorbildland mehr Menschen an Hunger als bei uns in den letzten fünf Jahren.

Die Kriminalität ist fünf Mal so hoch und auch Mord auf offener Strasse ist dort an der Tagesordnung. Nirgends auf der Welt werden mehr Kinder und Frauen mißbraucht als in den USA !!!

Dr. Matthias Solga
unregistriert
erstellt am: 27. Oktober 2000 21:40           
Im Prinzip völlig korrekt, Ärztehopping (an dem nach Aussagen multipler Politiker und Kassenbonzen natürlich auch die Ärtzte schuld sind, genau so wie die Radfahrer) steigert aber die Ausgaben. Daher haben die kranken Hirne, die sich den Regelungswust ausgedacht haben, einem Versicherten untersagt, den Arzt häufiger als einmal pro Quartal zu wechseln, Ausnahme; Zweitmeinung, da muß aber der jeweilige Arzt wissen, daß es um Zweitmeinung geht, da dann der Umfang der abzurechnenden Leistungen wesentlich geringer ist. Wer als Versicherter Ärztehopping betreibt, kann prinzipiell finanziell zur Verantwortung gezogen werden. Gegenwärtig kann das keiner nachprüfen. Aber das Transparenzgesetz, das die Lobbyisten der Krankenkassen gegenwärtig sich diktieren lassen, kann so etwas zurückverfolgen. Übrigens: fragen Sie doch mal im Gesundheitsministerium nach, was im Transparenzgesetz stehen soll: eisiges Schweigen. Da herrscht Nebel, keine Transparenz, denn die angeblich angestrebte Transparenz ist nichts anderes als der bislang größte Angriff auf den Datenschutz und die Schweigepflicht seit Hippokrates, wetten?

Max Hahn
Mitglied
erstellt am: 28. Oktober 2000 00:13     Sehen Sie sich das Profil von Max Hahn an!   Senden Sie Max Hahn eine eMail!     
Machmal kann es auch gesünder sein, wenn man abwartet und nichts macht als irgendwelche Therapieversuche. Je mehr Ärzte man aufsucht, desto größer wird auch die Gefahr, daß etwas unnötiges und gefährliches gemacht wird.
Zu den krankheitskosten in den USA:
90% der Ausgaben im dortigen Gesundheitswesen werden für die obersten 10% der Bevölkerung ausgegeben. Ärzte und Therapeuten, die mit diesem Klientel arbeiten, verdienen sich goldene Nasen. Die übrigen 90% der Bevölkerung sind medizinisch unterversorgt. Dann wird das Gesundheitswesen gefährlich.
Es gab einmal eine Statistik, die sagte, daß die Kindersterblichkeit in New York höher sei als in Havanna/Kuba!

Dr. Matthias Solga
unregistriert
erstellt am: 28. Oktober 2000 22:34           
An Max Hahn:
Das mit den USA stimmt einfach nicht, das ist Unfug. Ich war inzwischen einige Monate (insgesamt) in urologischen Praxen dort zum Lernen.
Informieren Sie sich mal über die Begriffe "Medicaid" und "Medicare". Wer Arbeit hat, ist im Allgemeinen über seinen Arbeitgeber versorgt und zahlt meistens gar nichts. Erreicht der Mensch 65 Jahre, ist er "eligible" für Medicare, der Staat übernimmt jegliche Behandlungskosten für einen verringerten Satz, ich glaube, 1/3 weniger. Urologen leben größtenteils von diesen Patienten. Wer bei uns Sozialhilfe bekäme, bekommt in den USA medicaid, er muß aber seine finanziellen Verhältnisse schonungslos aufdecken. Das trägt weniger als Medicare, aber jeder Arzt behandelt solche Patienten, das wird als soziale Verantwortung gesehen: die Arztgattin geht zu Benefiz-Schulfesten und verkauft ihren selbstgebackenen Kuchen, der Arztgatte behandelt aus sozialem Engagement eben Arme für wenig Geld. Der soziale Selbsthifegedanke ist dort wesentlich mehr und selbstvcerständlicher ausgeprägt als bei uns. Ob die Almosenmentalität jedem gefallen muß, wei dahingestellt. Jeder Arzt behandelt Notfälle, ob er Geld dafür bekommt (was er natürlich lieber sieht) oder nicht, keiner wird akut abgewiesen. Schlecht dran sind Menschen, die beim ARbeitgeber versichert waren und arbeitslos werden: die fallen in der Tat in ein Versicherungsloch. Die jedoch, die selber gezahlt haben, sind über 1/4-1/2 Jahr ohne Beiträge weiter versichert.
Dialyse und Transplantation wird in jedem Falle voll vom Staat übernommen,l um die exorbitant hohen Kosten nicht den Versicherungen zuzumuten.

Also: das System dort ist ganz anders, aber eben so undifferenziert schlecht ist es nun wieder auch nicht.
Und so super gut ist unseres nun auch wieder nicht. Diese Arroganz tut gerade Deutschen gar nicht gut.

Der Vergleich mit Kuba stammt aus 1968, da war tatsächlich in den USA Einiges im Argen, Medicare und Medicaid wurden in Folge der Bürgerrechtsbewegung eingeführt, soweit ich weiß, Ende der 60er/Anfang der 70er, und Kuba wurde noch ganz massiv vom Ostblock gestützt.
Was der Westen und die USA inzwischen nach Fall der Mauern in Kuba anrichten durch die Blockadepolitik, ist ein Verbrechen, das zweifellos intensiver diskutiert werden müßte.

Opfer der Reform
unregistriert
erstellt am: 09. November 2000 14:44           
Sehr geehrter Herr Dr. Solga ! Obwohl ich mehrere Wochen mit einer Rippenfraktur, BWS-LWS-Syndrom nach abgelaufener M. Scheuermannscher Erkrankung, beidseitige Kniearthrose und Bronchialasthma in die Arbeit geschickt wurde und mir immer so schwindlig war, habe ich nur ab und zu Ohnmachtsanfälle bekommen und mich mehrere Male übergeben.

Und da mein Arzt meinte, daß mir der Urlaub in Spanien gut tut, wurde ich sechs Tage später in die Notaufnahme von der Stadtklinik in Canet de Mar eingeliefert, da mein Zustand ziemlich schlecht aussah.

Ich habe überlebt, so daß unsere Politiker und die behandelnden Ärzte nicht wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt werden. Das ist der positive Teil der Geschichte.

Da ich ein Opfer der Reform bin und mein Gesundheitszustand noch sehr zu wünschen übrig lässt, werde ich in Kürze an einer medizinischen Rehamassnahme teilnehmen, um die Folgen der vorsätzlichen bzw. grob fahrlässigen Körperverletzung zu beseitigen.

In jedem Falle werde ich Strafantrag gegen mehrere Ärzte stellen. Und da die Personen, die diese Straftaten durch das Gesundheitsstrukturgesetz ermöglicht und gefördert haben, Mittäter nach dem Strafgesetzbuch sind, wird auch hier ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt eingeleitet werden.

Denn irgend jemand muß ja für meine Schmerzen und für meinen Verdienstausfall gerade stehen und mir Schmerzensgeld bezahlen.


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