erstellt am: 27. Oktober 2000 05:08
Wenn ein Arzt feststellt, daß sein Patient an einer ernsthaften Erkrankung leidet, die regelmässige Besuche bei ihm erforderlich machen, ist er zwar verpflichtet, ihn nach besten Wissen und Gewissen zu behandeln.Doch je öfter der Patient X in seine Praxis kommt, desto weniger verdient er an ihm. Und mit dem Verschreiben von notwendigen Medikamenten und Massagen muß er auch sehr sparsam umgehen, da er sonst sein Budget überschreitet und das Verschriebene aus eigener Tasche zahlen muß.
Entweder macht er sich der unterlassenen Hilfeleistung strafbar oder er muß finanziell bluten, da er seine Patienten nicht töten oder verletzen mag.
Denn das Bundesministerium für Gesundheit und die Krankenkassen müssen Konzepte entwickeln, wie man die Kosten senken kann. Und es hört sich doch gut an, daß die Ärzte viel zu viel verdienen und daß sie nun ein bißchen nur geschröpft werden ?!
Doch wo bleibt der Patient, der unter all diesen Einsparungen leiden muß ?! Nun gibts aber eine gute Lösung für den Arzt...
Ich stelle bei dem Patienten X nichts fest, lasse ihn vier Stunden warten und nehme mir nur fünf Minuten Zeit für ihn. Sollte er nochmals kommen, bin ich etwas grober zu ihm oder bezeichne ihn als Simulanten. Denn das hilft immer !
Man kommt also auf etwas derbe Art und Weise von diesem Patienten X los, der eh kein Geld einbringt. Wie kann man sich als Patient mit ernsthaften Krankheiten vor solchen Praktiken schützen ?
Meine Empfehlung:
1. Allgemeinarzt aufsuchen
Man informiert ihn über bisherige Erkrankungen und die derzeitigen Beschwerden, damit er eine Diagnose erstellen kann. Er misst den Blutdruck und nimmt Blut ab, untersucht die wehe Stelle und nimmt sich genügend Zeit.
Erfolgt keine gründliche Untersuchung oder zückt er nur den gelben Zettel, ist höchste Gefahr geboten. Arzt wechseln !
2. Kann er keine genaue Krankheit erkennen, überweist er seinen Patienten zu einem Facharzt, der sich explizit mit solchen Krankheiten beschäftigt.
Erfolgt keine gründliche Untersuchung oder zückt er nur den gelben Zettel, ist höchste Gefahr geboten. Facharzt wechseln !
Dauern die Beschwerden länger als zwei Wochen an, ist zusätzlich ein weiterer Arzt zu Rate zu ziehen. Denn ein Arzt ist auch nur ein Mensch und weiß nicht alles !
3. Verschreibt ein Facharzt für Orthopädie trotz Wirbelsäulenbeschwerden keine Massagen, Fango oder ähnliches, ist sein Budget erschöpft.
In diesem Falle Arzt wechseln !
Nur so kann man lebensgefährliche Krankheiten durch die Gesundheitsreform vermeiden, die am Rande der Legalität ist.
Merke:
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt es nicht so hohe Krankheitskosten, so daß dieses Land ein Vorbild für Deutschland ist.
Aber im Jahr 2000 sterben in diesem Vorbildland mehr Menschen an Hunger als bei uns in den letzten fünf Jahren.
Die Kriminalität ist fünf Mal so hoch und auch Mord auf offener Strasse ist dort an der Tagesordnung. Nirgends auf der Welt werden mehr Kinder und Frauen mißbraucht als in den USA !!!