19.09.2006
In der Web-Site der Firma BMIB (neuerdings "Indago") befindet sich die folgende Web-Seite. Ich habe die Gefechte um die Inhalte der Web-Sites von BMIB verfolgt. Auch diese Web-Seite bedarf einer Analyse.
------------------------------------------------------------------------------- Hauptkategorien Home Die Indago GmbH Indago international Nanopartikelanalysen Therapeutenbereich Forschung und Entwicklung Aktuelles Kontakt Impressum Aktuelles Viele von Ihnen haben in den letzten Wochen die [1] Anschuldigungen gegen unser Unternehmen von Herrn Dr. Klaus Keck im Internet verfolgt. Gleichwohl es sicher nicht die Art der INDAGO GmbH ist, [2] gegen Kritiker unserer Methode gerichtlich vorzugehen, hat die INDAGO GmbH aufgrund des diffamierenden Stils und aggressiven Vorgehensweise bei unseren Partnern sowohl eine Klage als auch eine Einstweilige Verfügung eingereicht. Nun hat das Landgericht Leipzig bestätigt, dass es sich [3] bei den Äußerungen von Dr. Keck nicht um Tatsachenbehauptungen, sondern um Werturteile handelt, die vom Grundrecht der Meinungsäußerungsfreiheit geschützt sind. Die aufgestellten Behauptungen sind demnach bloß die persönliche Meinung des Verfassers, Tatsachen konnte Dr. Keck nicht nachweisen. Zur weiteren wissenschaftlichen Unterlegung der [4] Methodik wurde ein Gutachten des renommierten und unabhängigen Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Christian H. M. M. De Bruijn erstellt, aus dem hervorgeht, dass die Methodik der Nanopartikelanalyse nach soliden wissenschaftlichen Prinzipien und im Bereich der systemischen Untersuchungsmethoden einen entscheidenden Schritt darstellen kann. Auch das Vorhandensein von Nanopartikeln wurde in [5] diesem Gutachten eindeutig bestätigt. Wir sind als seriös arbeitendes Institut einem sachlichen Diskurs aufgeschlossen, und würden eine inhaltliche Auseinandersetzung jederzeit in geeignetem Rahmen führen. Die unhaltbaren und aggressiven [6] Aussagen, die aus unserer Sicht zum Zwecke der Geschäftsschädigung getroffen werden, können wir nicht tolerieren. Über die Reputation von Herrn Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Christian H. M. M. De Bruijn können Sie sich bei Pubmed und Medline informieren. In folgenden finden Sie das Gutachten, das von Prof. De [7] Bruijn erstellt und dem Gericht vorgelegt wurde: Prof. Dr. rer.nat. Dr. med. Christian H. M. M. De Bruijn Wissenschaftliche Kurz-Stellungnahme Vorbemerkungen: Auf Wunsch der Geschäftsführung der INDAGO GmbH, Leipzig, gebe ich als einschlägig qualifizierter Wissenschaftler und emeritierter Inhaber des Lehrstuhls für Biomedizin und Gesundheitstechnologie der TU Eindhoven die folgende wissenschaftliche Stellungnahme über das als „Nanopartikelanalyse“ [8] betitelte Diagnoseverfahren der INDAGO ab. Basis dieser Stellungnahme ist das von der INDAGO mir [9] zur Verfügung gestellte Material über das angewendete Verfahren und die dazu bisher vorliegenden Studien, sowie mehrere Gespräche mit Herrn Gomez als leitendem Wissenschaftler der INDAGO, sowie meine eigenen Kenntnisse und Recherchen. Gegenstand dieser Stellungnahme ist insbesondere die Beantwortung der Fragen, ob - das als „Nanopartikelanalyse“ betitelte Verfahren auf anerkannten wissenschaftlichen [10] Grundlagen aufbaut und damit als wissenschaftlich valide einzustufen ist, und - sich das Verfahren zur medizinischen Diagnostik [11] eignet, insb. Die Analyseergebnisse einen diesbezüglichen Wert besitzen. Mir ist bekannt, dass die Geschäftsführung der INDAGO GmbH diese Stellungnahme in Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit diesem Verfahren verwenden möchte. Auf Wunsch der INDAGO habe ich im Hinblick darauf auf die Darstellung der mir offengelegten wissenschaftlichen Details des Verfahrens verzichtet, um den diesbezüglichen Geschäftsgeheimnissen der INDAGO Rechnung zu tragen. Wissenschaftliche Grundlagen: Zuallererst sollte eine mögliche Unklarheit zur verwendeten Terminologie beseitigt werden, insbesondere der Begriff „Nanopartikelanalyse“. Viele Nicht-Eingeweihte assoziieren mit dem Begriff der Nanotechnologie submikroskopische Teilchen mit einer gezielten Funktion. Darum geht es hier nicht. Insoweit ist der Begriff der „Nanopartikelanalyse“ etwas unscharf gewählt. Hier wird mit hochmoderner Analytik (Prinzip: Lichtzerstreuung und Laseroptik) ein ganzes Spektrum an Partikelgrößen mit Abmessungen zwischen einigen Nanometern und mehreren Tausend Nanometern gemessen. Nur die größten Partikel dieses Spektrums sind dabei unter einem „normalen“ Lichtmikroskop sichtbar. Die eingesetzten optischen Analysegeräte gehören zur gängigen Ausstattung moderner Laboratorien. Die Besonderheit des Verfahrens besteht in der [12] Präparation der zu analysierenden Proben. Die auszuwertenden Partikel entstehen aufgrund einer gezielten, standardisierten Methode. Diese basiert auf einer genau definierten Behandlung einer Vollblutprobe. Die hierbei entstandenen Partikel, bestehend aus kleineren und größeren Molekül-Konglomeraten aus Substanzen die im Blut zu finden sind, werden dann zur Kristallisation gebracht, und das Spektrum wird nach Partikelgröße und Partikelverteilung analysiert. Ergebnis der technischen Analyse ist ein individuelles [13] Partikelspektrum einer biostatischen Analyse unterworfen. Ausgangspunkt einer bewertenden Aussage ist die Tatsache, dass das von Substanzen im Blut eines gesunden Probenden abgeleitete Partikel-Spektrum sich vom Spektrum eines kranken Probanden unterscheidet. Dabei muss einerseits die individuelle Variabilität des Einzelnen, die sich durch genetische Prädisposition und Lebensgewohnheiten ergibt („im grünen Bereich“), ausreichend berücksichtigt werden. Dies ist mit entsprechendem biostatischem Aufwand zu gewährleisten. Andererseits sind Abweichungen, die das jeweilige Maß der individuellen Abweichungen überschreiben, ein wissenschaftlich valider Indikator für mögliche pathologische Zustände („Abweichungen im roten Bereich“). Eignung zur medizinischen Diagnostik: Die mit einer solchen Technologie erhaltenen Muster von größeren und kleineren Partikelkomplexen, welche unter standardisierten und reproduzierbaren Konditionen aus Vollblut erzielt und mit standardisierten analytischen Methoden charakterisiert werden, können einen wichtigen Beitrag zur (Früh)Erkennung von Abweichungen in den Körperprozessen leisten. Falls es irgendwo im Körper abweichende Prozesse gibt [14] (z.B. im Rahmen eines bestimmten Krankheitsbildes), ist dies, regelmäßig aus Art und Menge der sich im Blut befindenden Substanzenersichtlich. In der klassischen Labormedizin werden solche quantitativen und/oder qualitativen Veränderungen im Bezug auf einen mehr oder weniger festgelegten Katalog von einzelnen, spezifischen Parametern gemessen. Veränderungen, welche im Zusammenhang mit bestimmten abweichenden oder krankmachenden Prozessen stehen, können aber auch anhand anderer Methoden charakterisiert werden. Eine davon kann z.B. eine Inventarisation des Gesamtspektrums der sich im Blut befindlichen Substanzen sein. Dafür braucht man einen ausgedehnte Analytik und eine ausgefeilte Biostatistik, welche die Spektren im gesunden Zustand mit denen in einem genau benannten, pathologischen Zustand vergleicht und diagnostiziert. Diese neue Form der Bio-Analytik zielt ab auf die möglichst umfassende und ganzheitliche Erfassung der Prozesse in den Organsystemen und im Körper insgesamt. Dieses Gebiet der sog. „Systems Biology“ ist eines der sich am rasantesten entwickelnden Gebiete in der Biowissenschaft. Die Technologie der INDAGO GmbH repräsentiert eine [15] erste Form dieser „Systems Biology“. Sie basiert auf einer Art der Mustererkennung, welche nur möglich ist durch eine Kombination reproduzierbarer und robuster analytischer verfahren, ausführlicher Inventarisation von „normalen“ und „pathologischen“ Mustern und fundierter medizinischer Biostatistik. Statt mit dem eingängigen Begriff „Nanopartikelanalyse“ könnte man diese Technologie auch komplexer titulieren als „EDV-unterstützte Mustererkennung komplexer, gezielt hervorgerufener biomolekularer Komplexe mit Größen zwischen einigen bis mehreren Tausend Nanometern, die aufgrund einer medizinisch-biostatistischen Zuordnung eine relevante Aussage über den Gesundheitszustand eines untersuchten Probanden erlauben“. Nachteil dieses Verfahrens ist eine gewisse, [16] systembedingte Unschärfe der diagnostischen Aussagen, Vorteile sind ein umfassender Überblick über mögliche Probleme der systemischen Zusammenhänge im Körper und damit über mögliche pathologische Zustände und die im Verhältnis zu konventioneller Labormedizin sehr geringen Kosten für einen umfassenden Überblick. Erste Studienergebnisse zu dieser Methode liegen [17] bereits vor. Eine Studie (Universität Frankfurt, Institut Sportmedizin) weist z.B. hinsichtlich der Beziehung zwischen der klassischen medizinisch-pathologischen Messung des Rhythmus der Herzmuskelaktivität und bestimmten Partikel-Spektren auf eine eindeutige Korrelation hin. Auch zwischen der klassischen Laborbestimmung von [18] ernährungsintoleranz-assoziierten Immunglobulinen des Typs IgG bei Patienten mit dem Hyperaktivitätssyndrom und den für dieses gebiet relevanten Partikel-Spektren wurde eine deutliche Korrelation festgestellt. Damit steht fest, dass die INDAGO Technologie, auch [19] wenn sie sich noch in einem relativ frühen Stadium der medizinischen Anwendung befindet, sehr wohl die Potenz in sich birgt, sich zu einem umfassend aussagekräftigen Standard-Verfahren in der Bioanalytik zu entwickeln. Wenn es gelingt ausreichend eindeutige und statistisch gesicherte Profile zu etablieren, wird diese Technologie vor allem im Hinblick auf die Erkennung von frühen Veränderungen von Substanzprofilen hinsichtlich chronisch degenerativer Erkrankungen eine neue präventionsmedizinische Dimension bieten. Zusammenfassung: Die gegenständliche Methode basiert weitgehend auf [20] konventionellen wissenschaftlichen Präparations- und Analyseverfahren und einer innovativen, umfassenden biostatistischen Auswertung. Sie eignet sich gut für einen Überblick über mögliche medizinische Probleme, insbesondere bei indifferenten Krankheitsbildern und systemischen Störungen der Prozesse im Körper. Dafür ist es eine verhältnismäßig einfache, schnelle und sehr kosteneffektive Methode. Vorraussetzung ist ein ausreichend fundierte biostatistische Datenbasis. Im Hinblick auf die geplante Verwendung dieser [21] Stellungnahme versichere ich hiermit an Eides statt, dass diese Stellungnahme meine ehrliche, höchstpersönliche Meinung und Einschätzung als Wissenschaftlern wiedergibt und sich dabei ausschließlich auf die mir vorliegenden mündlichen und schriftlichen Informationen stützt. Ahaus, den 14.08.06 Prof. Dr. Dr. De Bruijn c 2006 - Indago GmbH - Kontakt - Impressum - Disclaimer -------------------------------------------------------------------------------
Analyse
Ein wesentlicher Faktor der Zusammenarbeit ist die Werbewirkung. Diese wird gerade durch die Nennung der "Therapeuten", "Ärzte" und "Partner" bewirkt.
Was ist geschehen, daß BMIB, "Therapeuten", "Ärzte" und "Partner" plötzlich auf diese Werbewirkung verzichten?
Man darf annehmen, daß sie es nicht frewiwillig tun...
------------------------------------------------------------------------------- Zur weiteren wissenschaftlichen Unterlegung der [4] Methodik wurde ein Gutachten des renommierten und unabhängigen Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Christian H. M. M. De Bruijn erstellt, aus dem hervorgeht, dass die Methodik der Nanopartikelanalyse nach soliden wissenschaftlichen Prinzipien und im Bereich der systemischen Untersuchungsmethoden einen entscheidenden Schritt darstellen kann. -------------------------------------------------------------------------------
Diese Satz ist eine Kettenreaktion:
1. "Zur weiteren wissenschaftlichen Unterlegung"
2. "der Methodik"
3. "wurde ein Gutachten ... erstellt,"
4. "daß die Methodik der Nanopartikelanalyse ..."
5. "im Bereich der systemischen Untersuchungsmethoden"
6. "einen entscheidenden Schritt"
7. "darstellen kann."
Die Punkte im einzelnen:
1. "Zur weiteren wissenschaftlichen Unterlegung"
Gab es denn bisher VALIDE Untersuchungenen und falls ja, welcher Art waren
diese? Dieser Punkt ist vor allem im Hinblick auf die kommerzielle Ausbeutung
wichtig, denn darf kein Verfahren ANWENDEN, wenn dieses noch gar nicht als
sicher BEWIESEN wurde.
2. "der Methodik"
Welcher Methodik? Diese ist doch gar nicht ausreichend genau beschrieben. Und
an dem, was die Indago/BMIB beschrieben hat, gibt es erhebliche Zweifel.
3. "wurde ein Gutachten ... erstellt,"
Auf welche Weise ist dieses Gutachten zustande gekommen? Diese Randbedingungen
erweisen sich als überaus wichtig.
4. "daß die Methodik der Nanopartikelanalyse ..."
Welche Nanopartikelanalyse? Die Nanopartikelanalyse der Firma Indago/BMIB?
Oder welche Analyse welcher Firma oder welchen Instituts?
5. "im Bereich der systemischen Untersuchungsmethoden"
WELCHER systemischer Untersuchungsmethoden?
6. "einen entscheidenden Schritt"
Das wäre dann ja eine Verbessung. Dazu müßte das Verfahren
aber MINDESTENS gleichgut wie die bisherigen sein. Ist es das? Wie valide sind
seine Aussagen?
7. "darstellen kann."
DAS ist der entscheidende Punkt, um den es in der Web-Seite der Indago/BMIB
immer wieder geht. "darstellen KANN" ist ein Konjunktiv, eine
Möglichkeit. Das ist kein "es ist", sondern ein "falls es funktioniert".
FALLS!
------------------------------------------------------------------------------- Auch das Vorhandensein von Nanopartikeln wurde in [5] diesem Gutachten eindeutig bestätigt. -------------------------------------------------------------------------------
Da mögen ja vielleicht irgendwelche Nanopartikel vorliegen. Aber die Frage ist, wieviele es sind (anteilmäßig, meßtechnisch relevant) und in welcher Form sie vorliegen und ob sie bzw ihre Wirkung überhaupt GEMESSEN werden können.
------------------------------------------------------------------------------- Die unhaltbaren und aggressiven [6] Aussagen, die aus unserer Sicht zum Zwecke der Geschäftsschädigung getroffen werden, können wir nicht tolerieren. -------------------------------------------------------------------------------
Sollte man eine Firma loben, die eine Dienstleistung verkauft, die gar nicht funktionieren KANN?
Daß der Firma die Kritik nicht gefällt, liegt auf der Hand. Aber die Frage ist doch, WER denn hier der Geschädigte ist. Die Antwort ist eindeutig: die Kranken! Sie gilt es zu schützen.
------------------------------------------------------------------------------- In folgenden finden Sie das Gutachten, das von Prof. De [7] Bruijn erstellt und dem Gericht vorgelegt wurde: -------------------------------------------------------------------------------
Dieser Satz ist von zentraler Bedeutung, und zwar von juristischer Bedeutung. Mit diesem Satz wird nämlich behauptet, daß der Text, der diesem Satz folgt, dem Gericht vorgelegt wurde.
------------------------------------------------------------------------------- Auf Wunsch der Geschäftsführung der INDAGO GmbH, Leipzig, gebe ich als einschlägig qualifizierter Wissenschaftler und emeritierter Inhaber des Lehrstuhls für Biomedizin und Gesundheitstechnologie der TU Eindhoven die folgende wissenschaftliche Stellungnahme über das als "Nanopartikelanalyse" [8] betitelte Diagnoseverfahren der INDAGO ab. -------------------------------------------------------------------------------
Die Frage ist hier: Was war der EXPLIZITE Auftrag der Indago/BMIB an De Bruijn?
Zu beachten ist ferner, daß De Bruijn eindeutig schreibt, daß ER das Verfahren der Indago/BMIB beurteilt.
------------------------------------------------------------------------------- Basis dieser Stellungnahme ist das von der INDAGO mir [9] zur Verfügung gestellte Material -------------------------------------------------------------------------------
WELCHES Material hat De Bruijn erhalten?
------------------------------------------------------------------------------- - das als „Nanopartikelanalyse“ betitelte Verfahren auf anerkannten wissenschaftlichen [10] Grundlagen aufbaut und damit als wissenschaftlich valide einzustufen ist -------------------------------------------------------------------------------
Die Frage ist nicht, ob das Verfahren auf anerkannten Grundlagen aufbaut, sondern ob es diese richtig anwendet.
Der Knackpunkt: Das Verfahren der Indago/BMIB ist ja etwas NEUES. Dieses Neue muß zwangsläufig auf alten Dingen aufbauen. Auch ein Perpetuum mobile baut auf anerkannten Grundlagen auf. Aber es wendet sie nicht richtig an...
------------------------------------------------------------------------------- - sich das Verfahren zur medizinischen Diagnostik [11] eignet, insb. Die Analyseergebnisse einen diesbezüglichen Wert besitzen. -------------------------------------------------------------------------------
Hier geht es um DAS Detail! Die Frage: Besitzen die Analyseergebnisse JETZT einen Wert - oder wird es einen fernen Tages einmal vielleicht so sein, Komma, daß...?
Diese Frage ist alles andere als trivial, denn dieses Beweisstück zeigt, daß die Macher von Indago/BMIB nicht erst seit kurzem an ihren Analysen basteln, sondern diese laut folgender Aussage vom 26.2.2004 (damals) schon 16 Jahre betrieben:
------------------------------------------------------------------------------- Zwischenspeicher von Google für http://www.igelarzt.de/01/0101/meld466.html Stand vom 13. Dez. 2005 06:57:20 GMT Die medizinische Basis für IGeL-Leistungen in der Praxis Es stand im ... Newsletter von http://www.igelarzt.de 26.02.2004 Eine der zentralen Heraus-forderungen jedes Arztes, der in seiner Praxis IGeL-Leistungen anbietet, ist die Dokumentation einer Notwendigkeit der empfohlenen Therapieformen gegenüber seinen Patienten. Das neue Laborverfahren AMS (Analyse Metabolischer Strukturen) bietet hier eine effektive Lösung. Mit einem umfangreichen Nutzenkonzept stellt die AMS nicht nur ein mächtiges Instrument zur Ursachenerkennung von Erkrankungen dar, sondern bietet dem anwendenden Arzt außerdem eine individuelle und objektive medizinische Basis für die IGeL-Leistungen seiner Praxis. Die Blutanalyse AMS Die neue Blutanalyse AMS ist ein neues, wissenschaftlich fundiertes, Stoffwechsel-Screening zur engmaschigen Kontrolle sämtlicher Organfunktionen. Der Anbieter, das Wiesbach Institut für angewandte Biomedizin GmbH, hat in fast 16jähriger Forschungsarbeit die Analyse Metabolischer Strukturen mit einem Ring von Universitäten und Arztpraxen entwickelt und mittels diverser Studien anhand von 85.000 Patienten evaluiert. Mittels der AMS lassen sich bereits minimale Entgleisungen im Stoffwechsel identifizieren und entsprechenden Störungen oder Pathologien zuordnen. Der medizinische Nutzen generiert sich vornehmlich aus folgenden Tatsachen: Erkennung von Krankheitsursachen und Symptomursachen: Überprüfung der Funktionalität der Organe bzw. Organsysteme und deren Interaktion. Effektive Gesundheitsvorsorge: Aufgrund ihrer Sensitivität entdeckt die AMS bereits minimale Entgleisungen, so dass in der Präventionsmedizin ein hoher Nutzen erzielt werden kann (z.B. Krebsfrüherkennung). Der therapeutische Nutzen der AMS Ursachenerkennung von Symptomen Erkennung kausaler Zusammenhänge verschiedener Symptome und deren Ursachen Auswirkungen von Erkrankungen auf andere Organsysteme Ganzkörper-Screening Früherkennung von beginnenden Entgleisungen (Steigerung der Präventionseffektivität) Begleitung von Therapien (Optimierung, Veränderung von Therapien) Der wirtschaftliche Nutzen der AMS Hinter dem wirtschaftlichen Nutzenkonzept der AMS stehen grundsätzliche Überlegungen bezüglich des IGeL-Marktes: Um heutzutage moderne und erfolgreiche Medizin auch wirtschaftlich tragbar durchzuführen, reichen die abrechnungsfähigen Leistungen schon lange nicht mehr aus. Die "Zukunftspraxis" muss sinnvolle medizinische Leistungen auch außerhalb des GKV-Katalogs anbieten und verliert dabei auch unternehmerische und wirtschaftliche Aspekte nicht aus den Augen. Viele Ärzte haben ihr Leistungsspektrum zwar um sinnvolle Selbstzahlerleistungen erweitert, setzen diese aber häufig nur zögerlich um. Probleme bereitet dabei in der Regel das argumentative "Verkaufsgespräch" mit dem Patienten. Der Grund liegt nur allzu oft in der Überzeugung der Patienten, dass der Beitrag zur Krankenkasse, den sie aufbringen, doch ausreichen müsse, um die notwendigen Maßnahmen zu erstatten. Hierfür bietet die AMS eine sinnvolle Lösung Neben der umfangreichen Stoffwechselanalyse sämtlicher Organe und Organsysteme wird zu jeder AMS-Analyse ein detaillierter mehrwöchiger Therapieplan von verschiedenen Spezialisten erstellt, und dem Befund beigelegt. Diese Therapieempfehlungen sind individuell auf die angebotenen Leistungen der einreichenden Praxis zugeschnitten. Das heißt nicht mehr und nicht weniger, als dass eine wissenschaftlich fundierte Methode dem Patienten "schwarz auf weiß" die notwendigen Maßnahmen aufzeigt, die für den optimalen Heilerfolg notwendig sind. Hintergrund zum Wiesbach Institut Das Wiesbach Institut für angewandte Biomedizin ist ein Forschungsinstitut für Analyse und Therapieverfahren. Hier werden interdisziplinäre Fachbereiche (Biologie, Biochemie, Medizin, Physik, Informatik u.a.) zu einer übergreifenden Struktur gebündelt, um in der Forschung und Entwicklung die notwendigen wissenschaftlichen Sichtweisen zu berücksichtigen und zu einem medizinischen Mehrwert zu extrapolieren. In den vergangenen Jahren ist ein weitreichendes Netzwerk von Ärzten, Universitäten und Selbsthilfegruppen entstanden, in dem stetig neue medizinische Dienstleistungen und Produkte der Bereiche Diagnose, Therapie und Prävention entwickelt bzw. weiterentwickelt werden. Zu den Partnern des Wiesbach Instituts zählen u.a.: Sporthochschule Köln (medizinische Fakultät) MediClub GmbH der Gothaer Versicherungen Internationale Gesellschaft für Homotoxikologie e.V. Dr. Wolff Sports & Prevention BodyMed AG curanova, Wiesbaden medikolleg Health 4 Business Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts u.v.a Kontaktdaten für mehr Infos zur AMS: Wiesbach Institut für angewandte Biomedizin GmbH Im Tiergarten 22 b D - 55411 Bingen am Rhein Tel: 06721 / 4903 - 100 Fax: 06721 / 4903 - 111 E-Mail: info@wibio.de Homepage des Wiesbach Institutes: www.wibio.de www.igelarzt.de - Ihr IGeL-Portal im Internet Impressum -------------------------------------------------------------------------------
Diese Aussagen sind in mehrere Hinsicht deutlich:
Ist einmal das Alibi erteilt, kann der Vermittler als "Therapie" durchführen, was er will. Hauptsache ist der Notwendigkeitsnachweis - und den erhält er von Labors. Außer Indago/BMIB gibt es in Deutschland eine ganze Reihe von Labors. Hauptbetätigungsfeld dürften wohl die Analysen von Stuhl sein. Das sichert eine Monate oder Jahre dauernde "Darmsanierung" - ein einträgliches Geschäft.
Weiter im Text von De Bruijn, laut Web-Seite:
------------------------------------------------------------------------------- Die Besonderheit des Verfahrens besteht in der [12] Präparation der zu analysierenden Proben. Die auszuwertenden Partikel entstehen aufgrund einer gezielten, standardisierten Methode. Diese basiert auf einer genau definierten Behandlung einer Vollblutprobe. Die hierbei entstandenen Partikel, bestehend aus kleineren und größeren Molekül-Konglomeraten aus Substanzen die im Blut zu finden sind, werden dann zur Kristallisation gebracht, und das Spektrum wird nach Partikelgröße und Partikelverteilung analysiert. Ergebnis der technischen Analyse ist ein individuelles [13] Partikelspektrum einer biostatischen Analyse unterworfen. -------------------------------------------------------------------------------
Ich habe eine Kopie des Schreibens, das De Bruijn bzw die Indago/BMIB als von De Bruijn stammend dem Gericht vorgelegt haben. Während der gesamte restliche Text der Kopie mit dem in der Web-Seite übereinstimmt, ist das bei diesem Abschnitt nicht der Fall.
Während in der Web-Seite der Indago/BMIB dies steht:
------------------------------------------------------------------------------- Ergebnis der technischen Analyse ist ein individuelles [13] Partikelspektrum einer biostatischen Analyse unterworfen. -------------------------------------------------------------------------------
,heißt es in der Kopie:
------------------------------------------------------------------------------- Ergebnis der technischen Analyse ist ein individuelles Partikelspektrum der Blutprobe. Zum Zwecke der medizinischen Diagnostik wird das gemessene Partikelspektrum einer biostatistischen Analyse unterworfen. -------------------------------------------------------------------------------
Man könnte spekulieren, ob es sich um eine Nachlässigkeit beim Abtippen der Stellungnahme von De Bruijn handelt. Mehrere Tippfehler gibt es nämlich in dem Text.
Aber es ist mehr als nur eine Nachlässigkeit. Der kritische Punkt: In der Aussage von De Bruijn steht, daß es sich um das Partikelspektrum DER BLUTPROBE handelt. Warum das so wichtig ist, sieht man in dem darüberstehenden Teil, #12, so daß ich nun in 2 Spalten darstelle:
-------------------------------------------------------------------------------
Indago: De Bruijn: (KOPIE)
Die Besonderheit des Verfahrens Die Besonderheit des Verfahrens
besteht in der Präparation der zu besteht in der Präparation der zu
analysierenden Proben. analysierenden Proben.
Die auszuwertenden Partikel Die auszuwertenden Partikel
entstehen aufgrund einer gezielten, entstehen aufgrund einer gezielten
standardisierten Methode. standardisierten Methode.
Diese basiert auf einer genau Diese basiert auf dem Trocknen
definierten Behandlung einer einer Vollblutprobe, gefolgt von
Vollblutprobe. einem genau definierten
Auflösungsschritt.
Die hierbei entstandenen Partikel, Das dadurch entstehende
Partikelgemisch
bestehend aus kleineren und besteht aus kleineren und
größeren Molekül-Konglomeraten aus größeren Molekül-Konglomeraten aus
Substanzen die im Blut zu finden Substanzen, die im Blut zu finden
sind, werden dann zur sind.
Kristallisation gebracht, und das
Spektrum wird nach Partikelgröße
und Partikelverteilung analysiert.
Ergebnis der technischen Analyse Ergebnis der technischen Analyse
ist ein individuelles ist ein individuelles
Partikelspektrum Partikelspektrum
der Blutprobe. Zum Zwecke der
medizinischen Diagnostik wird
das gemessene
Partikelspektrum
einer biostatischen Analyse einer biostatistischen Analyse
unterworfen. unterworfen.
-------------------------------------------------------------------------------
Während man bei der bereits gezeigten Stelle auf eine Nachlässigkeit schließen könnte, bei der Text weggelassen wurde, ist es in dem darüber liegenden Teil nicht der Fall. Dort wurde ganz bewußt der Text gefälscht. Was in der Web-Seite als von De Bruijn kommend UND DEM GERICHT VORGELEGT dargestellt wird, ist dem Gericht vermutlich nicht vorgelegt worden.
Wäre es dem Gericht in der zweiten Fassung vorgelegt worden, hätte Indago/BMIB ja explizit darauf hinweisen müssen, daß es ZWEI Fassungen gibt. Wobei eine weitere Besonderheit wäre, daß BEIDE Fassungen am gleichen Tag von De Bruijn verfaßt worden wären, denn beide Fassungen tragen den gleichen Datums-Vermerk...
Tatsache: Text von De Bruijn in der Web-Seite und Text von De Bruijn in der Kopie unterscheiden sich.
Tatsache: Die Änderungen sind ganz sicher KEINE Tippfehler - und auch nicht durch Unachtsamkeit entstanden, sondern mit Bedacht vorgenommen worden.
Frage: WARUM macht jemand so etwas? Warum nimmt jemand die Mühe auf sich, den Text von De Bruijn nicht einfach abzutippen, sondern formuliert einen eigenen Text und gibt ihn als den von De Bruijn aus? - und dann noch als den von De Bruijn dem Gericht vorgelegten Text...!
Was wird wohl das Gericht sagen, wenn es erfährt, daß Indago/BMIB - oder jemand bei Indago/BMIB, das Gericht so hintergeht? Immerhin wird ja das Gericht durch die Vorlage des Textes als Zeuge herangezogen.
Verfahren laut Kopie:
Verfahren laut Web-Seite:
Web-Seite: Es entstehen Partikel
Kopie: Es entsteht ein Partikelgemisch
Web-Seite: Partikelgemisch wird analysiert
Kopie: Partikel werden kristallisiert
Falls Ihnen das ziemlich wirr erscheint, darf ich Sie beruhigen. Jetzt wird es nämlich erst richtig wirr.
Auf der Web-Site der BMIB las man zum Beispiel am 23.2.2006 in der Rubrik "Wie funktionieren Nanopartikelanalysen?" in der Web-Seite
------------------------------------------------------------------------------- Die Vollblutuntersuchung "Nanopartikelanalyse" ist ein Laborverfahren und basiert auf der Identifizierung von Konzentrationsveränderungen verschiedener Blutkomponenten mittels standardisierter elektronenmikroskopischer (REM) und röntgenologischer (EDX) Techniken. -------------------------------------------------------------------------------
Die REM/EDX-Technik wurde also explizit hervorgehoben, da Oberflächen im Nanobereich bekannterweise mit normalen Lichtmikroskopen nicht untersucht werden können.
Außerdem ist das hochwissenschaftlich - Elektronenmikroskop! - und DAS macht sich immer gut. (Dazu weiter unten mehr.)
Heute heißt es auf entsprechender Seite lediglich:
------------------------------------------------------------------------------- Die Vollblutuntersuchung "Nanopartikelanalyse" ist ein Laborverfahren und basiert auf der Identifizierung von Konzentrationsveränderungen verschiedener Blutkomponenten mittels standardisierter Techniken. -------------------------------------------------------------------------------
Warum wurde der Satz um den ausschlaggebenden Teil gekürzt? Ist das ein Eingeständnis des BMIB, dass es die viel beschworenen Nanopartikel doch nicht gibt? Also eine Nanopartikelanalyse ohne Nanopartikel? Oder gar eine Nanopartikelanalyse ohne Nanopartikelanalyse...?
Hier das Beweisstück im Ganzen:
------------------------------------------------------------------------------- Impressum ? Kontakt ? Downloads ? Therapeutenliste ? unsere Partner Wie funktioniert unser Körper? Wie funktionieren Nanopartikelanalysen? Wie kann ich die Analysen anfordern? Die Nanopartikelanalyse Die Vollblutuntersuchung "Nanopartikelanalyse" ist ein Laborverfahren und basiert auf der Identifizierung von Konzentrationsveränderungen verschiedener Blutkomponenten mittels standardisierter elektronenmikroskopischer (REM) und röntgenologischer (EDX) Techniken. Die Nanopartikelanalyse soll eines der bis heute noch bestehenden Probleme der traditionellen Laborchemie lösen: Ohne den Einsatz vieler verschiedener Tests war es bisher nicht möglich, zuverlässige Informationen über komplexe Prozesse, geschweige denn über vollständige metabolische Pathways, zu gewinnen. Die Nanopartikelanalyse zeigt sich jedoch als eine effektive Labormethode in der Identifizierung verschiedener Stoffe innerhalb eines metabolischen Weges, so dass eine Eingrenzung der tatsächlichen Ursachen einer Pathologie leichter wird. Grund dafür ist, dass die Nanopartikelanalyse nicht nur die Analyse der Serumstoffe erlaubt, sondern auch die an den Blutzellen assoziierten Substanzen, welche durch konventionelle analytische Methoden nicht identifizierbar sind. Das Blut als wichtigstes Transport- und Kommunikationsmittel zwischen den verschiedenen Organen spiegelt in seiner Zusammensetzung die relevanten Veränderungen des Stoffwechsels wider. In dieser Weise ist es möglich - analog der traditionellen Diagnostik - mittels Nanopartikelanalyse notwendige Informationen aus dem Blut zu gewinnen, welche der Identifizierung eines gesunden Patienten dienen. Ab dem Moment, in dem sich eine Krankheit manifestiert, verändert sich die Zusammensetzung des Blutes. Hier stehen wir nicht nur vor Konzentrationsveränderungen relevanter Substanzen im Vollblut, auch die Identifizierung neuer nicht physiologischer Stoffe ist dann möglich. Dies lässt eine präzisere Aussage über den defekten metabolischen Schritt, in vielen Fällen sogar eine organische Zuordnung, zu. Die Nanopartikelanalyse bedient sich zweier allgemein bekannter und gut validierter Technologien. Durch das Aufspüren und Charakterisieren von veränderten Strukturen mittels Elektronenmikroskop ist eine genaue Steuerung der Röntgenstrahleneinheit möglich, welche die Konzentration der in der Probe teilnehmenden Stoffe messen kann. Auf diese Weise werden relevant quantitative Werte zur Festlegung des gesunden Zustandes protokolliert, welche als Norm dienen und mit den bei kranken Patienten gemessenen Werte verglichen werden können. Die hohe diagnostische Validität der Nanopartikelanalyse wurde kontrolliert und verifiziert durch den ständigen Vergleich der Ergebnisse mit jenen, welche durch andere Methoden (sog. Gold-Standards) festgestellt worden sind. -------------------------------------------------------------------------------
An jenem 23.2.2006 hieß es auch:
------------------------------------------------------------------------------- Die hohe diagnostische Validität der Nanopartikelanalyse wurde kontrolliert und verifiziert durch den ständigen Vergleich der Ergebnisse mit jenen, welche durch andere Methoden (sog. Gold-Standards) festgestellt worden sind. -------------------------------------------------------------------------------
Es wurde also immer wieder behauptet und/oder suggeriert, das Verfahren (welches eigentlich? heute heißt es "Nanopartikelanalyse", und wieviele Namen hatte es vorher?) sei valide. Doch die Aussage De Bruijn's über die Validität ist, vorsichtig gesagt, SEHR zurückhaltend...
Nachdem, sicher nicht freiwillig, die BMIB ihre Reklamebehauptung, sie verwende eine elektronenmikroskopische Analyse (sonst kann man die Nanopartikel ja nicht sehen!), und die Aussage zur Röntgen-Analytik hat verschwinden lassen, ist es wirklich erstaunlich, wie trotz dieser Rückzugsgefechte die BMIB umzieht von Bingen nach Leipzig, dort als neue Firma erscheint, an einem Wettbewerb bei Futuresax teilnimmt, es eine (gemeinsame) Beteiligung einer Sparkassen-Beteiligungs-GmbH namens "S-UBG der Sparkasse Leipzig mbH" und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt - und die Indago/BMIB sogar ins Ausland expandieren will.
Verblüffend ist auch diese Aussage De Bruijn's:
------------------------------------------------------------------------------- Erste Studienergebnisse zu dieser Methode liegen [17] bereits vor. Eine Studie (Universität Frankfurt, Institut Sportmedizin) weist z.B. hinsichtlich der Beziehung zwischen der klassischen medizinisch-pathologischen Messung des Rhythmus der Herzmuskelaktivität und bestimmten Partikel-Spektren auf eine eindeutige Korrelation hin. -------------------------------------------------------------------------------
ERSTE Studienergebnisse? Nach 18 1/2 Jahren...!!!???
Hier noch ein Zitat von De Bruijn:
------------------------------------------------------------------------------- Nachteil dieses Verfahrens ist eine gewisse, [16] systembedingte Unschärfe der diagnostischen Aussagen, Vorteile sind ein umfassender Überblick über mögliche Probleme der systemischen Zusammenhänge im Körper und damit über mögliche pathologische Zustände und die im Verhältnis zu konventioneller Labormedizin sehr geringen Kosten für einen umfassenden Überblick. -------------------------------------------------------------------------------Das ist Sprengstoff: eine "gewisse, systembedingte Unschärfe". Wie "unscharf" ist denn das Verfahren? Bei der gigantischen Menge an Parametern - wird mit diesen 3 Wörtern fast alles vom Tisch gewischt - ohne daß es jemandem besonders auffällt...
In der Beschreibung der "S-UBG der Sparkasse Leipzig mbH", einer Sparkassen-Beteiligungs-GmbH, heißt es:
------------------------------------------------------------------------------- arco biotech GmbH Gründung: 13.09.2004 Unternehmensgegenstand Die arco biotech GmbH entwickelt innovative medizinische Laboranalyseverfahren zur besseren Diagnostik und Früherkennung von komplexen Erkrankungen. Mit einem neuen Blutuntersuchungsverfahren, der so genannten "Nanopartikelanalyse", können feinste Stoffwechselstörungen von vielen Organen und Organsystemen identifiziert werden. -------------------------------------------------------------------------------arco biotech GmbH ist eine Tochter (?) von BMIB. Die Tochter wird in Leipzig als Neugründung neu gegründet, um dann die Mutterfirma zu übernehmen, aber als Neugründung in den Bonus der Neugründungen zu kommen - wie zum Beispiel öffentliche Fördermittel oder die Teilnahme an Wettbewerben?? Oder wie machte man es?
In dem Zitat steht wörtlich: "können feinste Stoffwechselstörungen ... identifiziert werden."
Wie denn, wenn es diese "Unschärfe" gibt?
Damit kommen wir wieder zu einem der Kernpunkte: Welche Unterlagen hat man De Bruijn gegeben? Aufklärung kann hier sowohl De Bruijn geben als auch das Gericht fordern, schließlich - wie bereits gesagt - wird das Gericht als Empfänger des Gutachtens von De Bruijn genannt und damit für die Öffentlichkeit als Zeuge aufgeführt, denn die glaubt: "Das Gericht hat es gelesen, also hat es De Bruijns Gutachten geprüft. Und DIES ist sein Text, sein Gutachten").
------------------------------------------------------------------------------- Auch zwischen der klassischen Laborbestimmung von [18] ernährungsintoleranz-assoziierten Immunglobulinen des Typs IgG bei Patienten mit dem Hyperaktivitätssyndrom und den für dieses gebiet relevanten Partikel-Spektren wurde eine deutliche Korrelation festgestellt. -------------------------------------------------------------------------------
Das schreibt De Bruijn an das Gericht. Als Gutachter. Datum: 14.08.06.
Dazu füge ich als Vergleich eine Warnmeldung der deutschen Allergologenverbände an, veröffentlicht 2004:
------------------------------------------------------------------------------- Allergologenverbände warnen vor unseriösem Test auf IgG Patientenabzocke durch sinnlose Allergietests In den letzten Jahren wird zunehmend Werbung für unseriöse Tests auf spezifisches Immunglobulin G (IgG) zum Nachweis von Nahrungsmittel-Allergien oder Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten gemacht. Der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) und die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI) warnen davor, sich auf die Ergebnisse dieser kostenpflichtigen Tests auf IgG oder IgG4 zu verlassen: Im Gegensatz zur Untersuchung von spezifischen IgE-Antikörpern lassen sich mit IgG-Tests keine Allergieauslöser nachweisen. Häufig verlängert das Vertrauen auf die Ergebnisse der Tests und die damit verbundene Empfehlung, angeblich Allergie-auslösende Nahrungsmittel zu meiden, sogar das Leiden der Betroffenen. Das zeigt der Fall der heute vierzigjährigen Marita Schröder*. Sie litt zwanzig Jahre lang immer wieder an chronischer Nesselsucht (Urtikaria) mit juckenden Hautausschlägen. Auslöser einer Nesselsucht können, allerdings eher selten, Allergien auf Nahrungsmittel sein. Einen allergologisch ausgebildeten Facharzt konsultierte die Frau jedoch zunächst nicht. Sie ließ auf eigene Kosten einen IgG-Test machen. Das Ergebnis: Anscheinend lag eine Allergie auf 44 verschiedene Lebensmittel vor. Die Empfehlung nach dem teuren Test lautete: Alle positiv getesteten Lebensmittel weglassen. Marita sollte also zukünftig Milch, Käse, Joghurt, Hühnereier, Zucker und Hefeprodukte weglassen. Außerdem musste sie auf diverse Gemüse und Früchte wie Erbsen, Bohnen, Radieschen, Nektarinen, Ananas und Papaya verzichten. Aber eine Besserung brachte diese einseitige Diät nicht. Mit IgG-Tests sind Allergien nicht feststellbar Erst als die Patientin sich schließlich in der Universitäts-Hautklinik Göttingen untersuchen ließ, wurde die Ursache der Nesselsucht entdeckt. Wir stellten bei der Patientin eine Allergie auf Blütenpollen und damit verbunden eine Kreuzallergie auf Nüsse, Kernobst und bestimmte Gewürze fest. Die Hautprobleme hatten ihre Ursache in der Kreuzallergie. Eine Allergie auf die Liste von Nahrungsmitteln, die der IgG-Test ergeben hatte, bestand dagegen eindeutig nicht", schildert der Allergologe und Hautarzt Professor Dr. Thomas Fuchs das Untersuchungsergebnis. Die Patientin hätte sich viel Leid und auch Geld erspart, wenn sie früher einen auf Allergien spezialisierten Arzt aufgesucht hätte." Professor Dr. Thomas Werfel von der Hautklinik der Medizinischen Hochschule Hannover erläutert, warum IgG-Tests keinen Anhalt für Allergien liefern: Blutuntersuchungen auf spezifisches IgG zeigen keine Krankheit an, sondern spiegeln nur die ganz normale Auseinandersetzung des Immunsystems mit bestimmten Substanzen wider. So sind bei jemanden, der viel Milch trinkt, ganz natürlich auch viele spezifische IgG-Anti-körper gegen Milch im Blut nachweisbar und ein IgG-Test fällt positiv aus, obwohl keine Allergie auf Milcheiweiß vorliegt. Tests auf IgG machen zur Abklärung von Nahrungsmittel-Allergien oder Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten wirklich keinen Sinn. Sie kosten nur unnötig Geld." Gefahr einer Mangelernährung gerade bei Kindern groß Den Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) erreichen jede Woche etliche Anfragen von Menschen, die viel Geld für einen IgG-Test bezahlt haben, ohne dass ihnen das Ergebnis in irgendeiner Weise genutzt hat. Mit dem Testergebnis wird eine Liste der zu meidenden Lebensmitteln verschickt, die viele Fragen aufwirft. Eine individuelle Beratung erfolgt nicht und auch nicht die Empfehlung, einen Allergologen zu Rate zu ziehen," kritisiert Sonja Lämmel vom DAAB das Vorgehen der Firmen, die IgG-Tests anbieten. Sie sprach mit einer Mutter, bei deren Kind angeblich eine Allergie auf 64 verschiedene Nahrungsmittel festgestellt wurde und die unter Tränen klagte, dass sie nicht mehr weiß, wie sie ihr Kind überhaupt noch ernähren soll. Gerade bei Kindern besteht durch das Weglassen vieler verschiedener Nahrungsmittel die Gefahr von Mangel-ernährung und Essstörungen", warnt Lämmel. Mit Nahrungsmittel-Allergien zum Allergologen An einer Nahrungsmittel-Allergie leiden etwa 1 bis 2 Prozent der Erwachsenen und 3 bis 4 Prozent der Kinder in Deutschland. Häufige Symptome sind Missempfindungen und Schwellungen im Bereich der Mundschleimhaut, Hautveränderungen und Übelkeit oder Erbrechen. Am häufigsten treten Nahrungsmittel-Allergien als Kreuzallergie auf: Viele Heuschnupfen-Patienten reagieren mit Juckreiz in Mund und Rachen nach dem Essen von Nüssen oder Kernobst, weil darin ähnliche Eiweiße vorkommen wie in bestimmten Pollen. Neben antiallergischen Medikamenten kann bei Kreuzreaktionen zu Birkenpollen eine spezifische Immuntherapie helfen. Diese auch als Hyposensibilisierung oder Allergie-Impfung" bezeichnete Behandlung hat bei Heuschnupfen Erfolgsraten bis zu 90 Prozent. In Göttingen wird daher nun getestet, ob eine spezifische Immuntherapie auch Marita sowohl von ihrer Pollenallergie als auch von ihrer Nesselsucht befreien kann. Bei Verdacht auf eine Nahrungsmittel-Allergie sollte ein auf Allergien spezialisierter Arzt aufgesucht werden. Er weist die Allergieauslöser mit Hauttests und mit der Bestimmung spezifischer IgE-Antikörper nach. Nur die Untersuchung dieser Antikörper ist relevant bei Allergien und wird auch von den Krankenkassen bezahlt. Die fachärztliche Diagnostik ist wichtig für eine wirkungsvolle Behandlung. In schweren Fällen erhalten die Patienten ein Notfallset mit antiallergischen Medikamenten, denn mit Nahrungsmittel-Allergien ist nicht zu spaßen. Sie können durch einen allergischen Schock lebensgefährlich werden. *Name geändert Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten. Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung: Pressekontakt ÄDA / DGAI Dr. Petra von der Lage Bodelschwinghstraße 17 22337 Hamburg Tel.: 0 40 / 50 71 13 30 Fax: 0 40 / 59 18 45 -------------------------------------------------------------------------------
Das Jahr 2004: Die Allergologenverbände warnen. Und De Bruijn macht Reklame - hier beim Hartmannbund:
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10 HARTMANNBUND MAGAZIN 8/2004
Präventionsmedizinische Beratung
in der niedergelassenen Arztpraxis
Gewinner sind Patienten, Ärzte
und das gesamte Gesundheitssystem
Eine initiative von Ärzten für Ärzte:
Langfristige legale Einnahmen aus
wissenschaftlicher Mitarbeit
Was unternimmt ein Unternehmer, der sich
im angestammten Markt sinkendem
wirtschaftlichen Erfolg gegenübersieht?
Er sucht nach neuen Märkten! Und ein
solcher Markt liegt vor unserer Tür!
Am Arzt vorbei: Der"Zweite
Gesundheitsmarkt" der Selbstzahler
Der sogenannte "Zweite
Gesundheitsmarkt": Hier zahlen unsere
Patienten jährlich viele Milliarden Euro
aus eigener Tasche, angeblich zur
Gesundheitsförderung, bzw. Minderung von
Gesundheitsrisiken. Allerdings ohne den
von der Sache gebotenen ärztlichen Rat,
ohne ärztliche verantwortungsvolle
Aufsicht.
Eine wichtige Rolle in diesem zweiten
Gesundheitsmarkt (ca. 5 Milliarden Euro
jährlich!) spielt die Ernährung und die
Nahrungsergänzung. Unsere Patienten, die
sich weitgehend schon falsch - zumindest
aber nicht richtig - ernähren, können
schlicht nicht beurteilen, welche
Wirkstoffe (Vitamine, Mineralstoffe,
Pflanzeninhaltsstoffe etc.) sie
zusätzlich zur Nahrung nehmen sollten.
Über wissenschaftliche Belege oder
Evidenz-basierten Einsatz dieser
Produkte gibt es allerdings kaum seriöse
Aussagen.
Gezielte, wissenschaftlich fundierte
Präventionsmedizin unter Einbeziehung
der Nahrungsergänzung
Aufgrund der Entwicklungen in der
molekularen Ernährungswissenschaft
entstehen gerade für die
präventivmedizinische
Gesundheitsberatung riesige Chancen,
welche für unsere Patienten, für die
Wirtschaftlichkeit unserer Praxen und
für das gesamte Gesundheitssystem von
großer Bedeutung sind: In der
Ernährungsmedizin ist im Zuge der
Entschlüsselung des menschlichen Genoms
(Human Genome Project) eine neue Ära
angebrochen. Das Zusammenspiel zwischen
Ernährungsweise, spezifischen
Nährstoffen und Gen-Expression rückt
immer mehr in den Vordergrund. Auch
andere Umweltund Lifestyle Faktoren
(z.B. Infektionen, Allergene,
psychischer Stress, körperliche
Aktivität) können jetzt auf DNA-, bzw.
Gen-Niveau im Zusammenhang mit der
Ernährung besser verstanden und für die
Beratung in der ärztlichen Praxis
zugänglich und anwendbar gemacht
werden.
Damit tritt der neue Typus der
Evidenzbasierten Nahrungsergänzung
("evidence-based nutraceuticals") in
Erscheinung. Diese stellen im Rahmen
einer ernährungswissenschaftlich
unterstützten Prävention eine sinnvolle
Erweiterung des ärztlichen
Dienstleistungsspektrums dar.
Präventionsmedizinische Langzeitstudie
Die Evidenz-basierende Relevanz
bestimmter Nahrungs(ergänzungs)stoffe
für die Prävention wurde bisher an Hand
von Studien bereits teilweise
wissenschaftlich belegt, aber die
gesundheitsökonomische Bedeutung dieser
Form der Prävention wurde bislang kaum
dokumentiert. Deshalb wird eine große,
wissenschaftlich begleitete Kohorten-
Studien mit mehreren tausend
teilnehmenden Patienten über einen
Zeitraum von mehreren Jahren aufgelegt.
Die Initiative zu diesem einzigartigen
Unterfangen wurde von Ärzten aus
Westfalen-Lippe in Form der MBI
Medical Busines Instute AG (Münster)
ergriffen. Die wissenschaftliche
Mitarbeit der verordnenden Ärzte ist
hierbei unerlässlich. Diese können im
Rahmen dieser Studie langfristig
signifikante Zusatzeinnahmen erzielen.
Vorab werden auf zertifizierten
Seminaren die teilnehmenden Kollegen in
Sachen neuster Stand der molekularen
Ernährungsmedizin geschult. Auf diese
Weise wird es erstmalig möglich, nicht
nur die medizinische Relevanz, sondern
auch die gesundheitsökonomische
Bedeutung einer Evidenz- basierten
präventivmedizinischen Nahrungsergänzung
im Rahmen der Gesundheitsberatung zu
dokumentieren. Darüber hinaus stimmt
dieser Ansatz mit dem
gesundheitspolitischen Programm der
deutschen Ärzteschaft (beschlossen vom
97. Deutschen Ärztetag 1994 in Köln)
überein (Zitat): "Für die Qualität der
eigenen, insbesondere aber auch der
verordneten, präventiven Maßnahmen ist
der Arzt verantwortlich. Bei vielen
Angeboten zur Prävention und
Gesundheitsberatung fehlen noch
wissenschaftliche Grundlagen. Daher sind
Begleitforschung und qualitätssichernde
Maßnahmen im Bereich der Prävention und
Gesundheitsberatung notwendig."
(Kapitel 5, Paragraph 7)
Prof. Dr. Dr. Chris De Bruijn
Unter www.hartmannbund.de ist im Bereich
Presse/ HB-Magazin ein Beitrag
hinterlegt, der ausführlich auf
Konzeption und wissenschaftliche
Hintergründe dieser Studie eingeht.
Informationen zu ärztlichen
Fortbildungsseminaren und einer
wissenschaftlichen Mitarbeit an der
Studie erhalten Sie über: Dr. med.
Burkhardt Budde, Geschäftsführender
Vorstand Hartmannbund, Landesverband
Westfalen-Lippe Tel.: 0251/ 414410.
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Besonders dieser Satz sollte Einem zu denken geben:
------------------------------------------------------------------------------- Die wissenschaftliche Mitarbeit der verordnenden Ärzte ist hierbei unerlässlich. Diese können im Rahmen dieser Studie langfristig signifikante Zusatzeinnahmen erzielen. -------------------------------------------------------------------------------
Um die volle Tragweite dieser Aussage zu verstehen, muß man diese Details beachten:
------------------------------------------------------------------------------- Am Arzt vorbei: Der"Zweite Gesundheitsmarkt" der Selbstzahler -------------------------------------------------------------------------------
"Am Arzt vorbei"... Futterneid?
Angesichts dieser Geldmengen wird Begierde geweckt:
------------------------------------------------------------------------------- Eine wichtige Rolle in diesem zweiten Gesundheitsmarkt (ca. 5 Milliarden Euro jährlich!) spielt die Ernährung und die Nahrungsergänzung. Unsere Patienten, die sich weitgehend schon falsch - zumindest aber nicht richtig - ernähren, können schlicht nicht beurteilen, welche Wirkstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Pflanzeninhaltsstoffe etc.) sie zusätzlich zur Nahrung nehmen sollten. -------------------------------------------------------------------------------
Eine Überversorgung mit Vitaminen wird kaum jemand erreichen können durch seine normale Nahrung. Aber das Gefühl der Unterversorgung läßt sich leicht suggerieren...
Dieser Markt ist zweifelhaft, um nicht zu sagen größtenteils unseriös. Aber selbst der zweifelhafte Teil ist wegen der ungesicherten Aussagen für Ärzte nicht erreichbar - es sei denn, sie riskieren einen Konflikt mit dem Gesetz.
KEINEN Konflikt hingegen gibt es, wenn man als Arzt an einer Studie teilnimmt, denn dann will man doch gerade - unter dem Mäntelchen der Wissenschaftlichkeit - Klarheit über die Sicherheit der Aussagen erhalten und man bemüht sich doch so redlich... - und kann all das tun, was man sonst nicht darf...
KEINE Tabletten, KEINE Pillen, KEINE Säfte - bringt kein Geld. Was Geld bringt: VERKAUF!...
Die TEILNAHME an einer Studie (und diese möglichst langfristig) sichert also in der Tat "langfristig signifikante Zusatzeinnahmen"...
Wer preist diese Studie an? Antwort: De Bruijn...
Zurück zum Gutachten von De Bruijn:
------------------------------------------------------------------------------- Damit steht fest, dass die INDAGO Technologie, auch [19] wenn sie sich noch in einem relativ frühen Stadium der medizinischen Anwendung befindet, sehr wohl die Potenz in sich birgt, sich zu einem umfassend aussagekräftigen Standard-Verfahren in der Bioanalytik zu entwickeln. Wenn es gelingt ausreichend eindeutige und statistisch gesicherte Profile zu etablieren, wird diese Technologie vor allem im Hinblick auf die Erkennung von frühen Veränderungen von Substanzprofilen hinsichtlich chronisch degenerativer Erkrankungen eine neue präventionsmedizinische Dimension bieten. -------------------------------------------------------------------------------
Es steht fest: Wenn mir ausreichend große Flügel wachsen, kann ich fliegen wie ein Vogel...
Bezogen auf die Indago/BMIB: Falls man die gemessenen Werte "normieren", das heißt EINDEUTIG bestimmten physiologischen Situationen zuordnen kann, DANN ERST ist das Verfahren anwendbar.
DANN - aber nicht jetzt.
Egal, wie es wird, ob sich nun die "gesicherten Profile etablieren" lassen oder nicht, er, De Bruijn, hat ja gesagt, daß es eben davon abhängt.
Bei Licht besehen ist das Gutachten von De Bruijn also kein Ruhmesblatt für Indago/BMIB, sondern ziemlich vernichtend - was aber nicht auffällt, weil der Kern der Aussage durch die Sprache verschleiert wird. Insofern kann De Bruijn auch ohne Probleme schreiben:
------------------------------------------------------------------------------- Im Hinblick auf die geplante Verwendung dieser [21] Stellungnahme versichere ich hiermit an Eides statt, dass diese Stellungnahme meine ehrliche, höchstpersönliche Meinung und Einschätzung als Wissenschaftlern wiedergibt und sich dabei ausschließlich auf die mir vorliegenden mündlichen und schriftlichen Informationen stützt. -------------------------------------------------------------------------------
Und wieder der Knackpunkt der De Bruijn'schen Aussagen: auf welchem Material beruhen sie? OHNE die Vorlage diesen Materials ist sein Gutachten wegen der gezeigten unterschiedlichen Verfahrensbeschreibungen völlig unbrauchbar.
Wenn man berücksichtigt, daß der in der Web-Site von Indago/BMIB veröffentlichte und von De Bruijn angeblich dem Gericht vorgelegte Text eine Fälschung ist, und
wenn man berücksichtigt, wie Zug um Zug Indago/BMIB Aussagen zurückzieht, und
wenn man berücksichtigt, wie - zu sehen am Punkt IgG - der Gutachter De Bruijn Aussagen macht, vor denen die Allergologenverbände seit Jahren warnen,
sollte man sich fragen, welche politischen Fäden in welchen wirtschaftlichen Netzen gezogen werden, so daß zum Beispiel ganz neu, mit Datum 28.8.2006, diese Meldung erscheinen kann (Beweisstück als Volltext gesichert):
------------------------------------------------------------------------------- INDAGO GmbH Bio City Leipzig Biotech in Sachsen | Biotechnews Erste Stufendiagnostik für ursachenbezogene AD(H)S-Therapie 28.08.2006 Die Leipziger Indago GmbH und Evomed MedizinService GmbH haben mitdem "AD(H)S-Netzwerk" die erste Stufendiagnostik für eine verbesserte, ursachenspezifischere Therapie für das Aufmerksamkeitsdefizit-(Hyperaktivitäts-)Syndrom, AD(H)S, entwickelt. Mit einer neuen Blutuntersuchung wird weltweit das erste Verfahren eingeführt, das nicht nur die bislang bekannten Ursachen (genetisch, psychosozial), sondern auch organische Störungen wie Nahrungsmittel-Allergien vom Typ III ermitteln kann: mittels einer Nanopartikelanalyse per Bluttest. Unter AD(H)S leiden derzeit in Deutschland ca. eine halbe Million Kinder. Das kann zu erheblichen Beeinträchtigungen der Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit, Störungen der Impulskontrolle, oder zu ausgeprägtem Bewegungsdrang und Unruhe führen. Erklärt wird AD(H)S nach derzeitigem Erkenntnisstand mit einem fehlerhaften Gehirnstoffwechsel, bei dem verschiedene Botenstoffe (Neurotransmitter) in falscher Menge bzw. unkontrolliert produziert oder abgebaut werden. Die Diagnose erfolgt bisher oft über psychologische Fragebögen und IQ-Tests. Die derzeitige Standardtherapie besteht aus Psychopharmaka. Die Konzentrations- und Integrationsfähigkeit wird durch die üblichen Medikamente zwar gesteigert - aber teilweise um den Preis gravierender Nebenwirkungen. Ärzte und Eltern suchen daher nach neuen Möglichkeiten, die Ursachen von AD(H)S besser zu verstehen und besser therapieren zu können. Neueste Beobachtungen weisen darauf hin, dass die Gründe eines gestörten Botenstoff-Haushaltes sehr vielfältig sein können: genetisch bedingt, psychosozial ausgelöst - oder organisch verursacht. Eine neue Stufendiagnostik stellt das erste Verfahren dar, das dem behandelnden Arzt einen detaillierten Einblick in die Ursachen von AD(H)S ermöglicht. Die Stufendiagnostik beginnt mit einem Bluttest (Nanopartikelanalyse). Je nachdem ob der Befund eine Störung des Stoffwechsels, eine Gastroenteropathie, immunologische Fehlsteuerungen, genetische oder psychosoziale Störungen feststellt, wird eine weitere spezifische Labordiagnostik angewandt, um den Befund im Detail zu klären. Ergibt sich etwa der Verdacht auf eine Nahrungsmittel-Allergie Typ III (eine verzögerte Allergie), wird ein Bluttest auf Immunglobulin G gegen Nahrungsmittel durchgeführt: ImuProAD(H)S. Dieser Test weist im Blut IgG-Antikörper gegen 90 Nahrungsmittel nach, die im Zusammenhang mit AD(H)S stehen können und besonders im Speiseplan von Kindern berücksichtigt werden sollten. Werden IgG-Antikörper gegen bestimmte Nahrungsmittel nachgewiesen, meiden die Patienten diese und ernähren sich von den verbliebenen Alternativen, gegen die keine Antikörper nachgewiesen wurden. Auf diese Weise bekommt das Immunsystem die Chance, sich wieder zu stabilisieren, die möglicherweise durch IgG-Antikörper ausgelösten Entzündungen zu stoppen, und dem damit assoziierten Abbau des Neurotransmitters Dopamin Einhalt zu gebieten. Dieses neuartige Konzept wird ausschließlich von geschulten und zertifizierten Therapeuten des "AD(H)S-Netzwerks" angeboten. An diesem Netzwerk beteiligen sich Therapeuten, Forscher, Labore, Firmen, Selbsthilfegruppen und Fachpersonal wie z.B. Bewegungstherapeuten. Ziel ist es, die Ursachen von AD(H)S besser zu verstehen und neue Möglichkeiten zu entwickeln, AD(H)S besser zu therapieren. AD(H)S-Betroffenen stehen mehr als 100 Therapeuten bundesweit als Spezialisten für dieses neue Konzept zur Verfügung. Die INDAGO GmbH hat ihren Sitz in der Bio City Leipzig. Das Unternehmen erforscht und entwickeln neue medizinische Laboruntersuchungsmethoden, um Ursachen von Symptomen und Erkrankungen so früh zu erkennen, dass eine effektive Prävention möglich ist. Ziel ist es, den behandelnden Medizinern Analysemethoden zur Verfügung zu stellen, damit sie optimal therapieren können und statt der Symptome auch die Ursachen behandeln können. Zentraler Gegenstand der aktuellen Forschung sind die sog. Nanopartikelanalysen, die bei INDAGO entwickelt werden. (c) 2003 biosaxony | Letzte Änderung: 15.09.2006 -------------------------------------------------------------------------------
Oder sind es wirtschaftliche Fäden in politischen Netzen?
Eine weitere Merkwürdigkeit ist auch, daß sowohl Futuresax als auch die "S-UBG der Sparkasse Leipzig mbH" als auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau, obwohl sie über die zweifelhaften Vorgänge in/um BMIB informiert wurden, weitermachen, als sei nichts geschehen.
Cui bono?
Aribert Deckers
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Aribert Deckers