Re: Frage zum postitiven Testergebnis


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Geschrieben von Wilfried am 19. Januar 2003 15:02:04:

Als Antwort auf: Frage zum postitiven Testergebnis geschrieben von Im Auftrag von Helmut D. - Hans am 19. Januar 2003 09:13:49:


>...Leider muss ich sie wieder um einen Gefallen für das forum bitten.Mir ist aufgefallen, dass manche Leute immer wieder einen aids test machen lassen und dieser immer wieder positiv ausfällt?
>Was hat das für einen Grund?

Wie oft muß ich das denn noch hier schreiben: ES GIBT KEINEN AIDS-TEST!!!!!!
Es gibt lediglich einen HIV-ANTIKÖRPER-TEST; das hat nicht das geringste mit AIDS zu tun. AIDS ist ein Syndrom aus rund 30 Krankheiten, darunter viele opportunistische Infektionen, die erst bei einem sehr geschwächten Immunsystem in Erscheinung treten. Wenn AIDS diagnostiziert wird, muß in aller Regel neben einer der 30 Krankheiten auch ein positiver HIV-Antikörper-Test vorliegen.

Der HIV-Antikörper-Test weist nach kritischer Ansicht lediglich einen allgemein erhöhten Antikörper-Titer nach; das allerdings ist ein deutliches Zeichen einer zellulären Immunschwäche und sollte in weiteren herkömmlichen und speziellen Laboruntersuchungen näher abgeklärt werden.

In jedem Fall sollte ein positiver Antikörper-Test nach meiner Sicht auffordern
sich genau durchchecken zu lassen und evtl. die vorhandenen Stoffwechsel- und Immundysregulationen dann frühzeitig behandelt werden. Nur untersuchen selbst die Schwerpunktärzte nicht die vielen notwendigen zusätzlichen Laborwerte, um ein komplettes Bild zu bekommen. Mit den von mir verwandten zusätzlichen Laborwerten sieht man deutlicher oder überhaupt erst, ob und wie stark das Entzündungsgeschehen vorhanden ist, wie stark der oxidative Streß ist und vieles mehr und kann lange im Vorfeld eine negative Entwicklung abfangen.

Wenn manche Leute immer wieder einen HIV-Test machen lassen und dieser immer wieder positiv ausfällt, machen aus meiner Kenntnis diese Leute das oftmals deshalb, weil sie denken, na, vielleicht war es früher ja ein falsch positiver Test oder sie wollen sehen, ob der Test aus irgendwelchen Gründen wieder negativ wird. Das ist aber sehr unwahrscheinlich. Ich kenne ein paar Leute, die behaupten, daß sie Leute kennen, die wieder negativ geworden sind. Wenn ich dann aber gerne Kontakt zu den Betroffenen herstellen möchte, dann geht das aus verschiedensten Gründen nicht. Solange ich aber nicht selbst habe überprüfen können, ob jemand, der einmal HIV-positiv war, definitiv wieder negativ wurde, habe ich dazu meine berechtigten Zweifel. Denn in aller Regel bleiben Antikörper im Organismus, wenn sie einmal da sind.

>Und muss ein HIV Positriver sich denn ernste Sorgen machen?? Wäre nett wenn man diese fragen beantwortet bekäme.

Ja, ein HIV-Positiver sollte sich ernste Sorgen machen, je früher, desto besser. Aber natürlich nicht bei den Sorgen stehen bleiben. Wie oben beschrieben ist ein gründliches durchchecken sinnvoll bis zwingend notwendig. Und dann kann man sehen, was behandelt werden sollte. Nur, weil dieses frühzeitige untersuchen und behandeln bei vielen nicht erfolgt, kommt es zu Stoffwechsel- und Immunentgleisungen, die dann häufig als AIDS bezeichnet werden.

Ich erlebe das in diesen Tagen wieder einmal sehr drastisch. Ein HIV-Patient, bei dem die Untersuchung normaler und besonderer Laborwerte bereits vor 1 1/2 Jahren anhand der Laborwerte die baldige Entwicklung von Problemen anzeigte, wollte damals keine komplette Therapie und das wenige begonnene nicht fortführen trotz Darmpilzbelastung, extremer Werte im Lipid- und Eiweißstoffwechselbereich u.a. Er wollte sich nicht von Medikamenten abhängig machen. Jetzt kommt er wieder mit massiven Symptomen und hat Angst, daß jetzt AIDS ausbrechen würde.

Ich habe erst wenige aktuelle Laborwerte, aber die zeigen, daß sich die bereits damals auffälligen Werte weiter bestehen, teilweise sogar verschlechtert haben und jetzt Symptome und Beschwerden deutlich werden, die ich damals vorausgesehen habe. Ich hoffe, daß der Patient jetzt noch rechtzeitig gekommen ist. Aber die Fülle der Probleme stellt hohe Anforderungen an mich und an den Patienten und wird zudem viel aufwendiger und teurer als wenn die Therapie zu einem früheren Zeitpunkt erfolgt wäre. Und die Angst vor AIDS entsteht aufgrund der unzureichenden Behandlung einer Bronchitis trotz Antibiotika mit nachfolgenden Rezidiven. Chronische Bronchitiden sind aber ein altes Problem des Patienten und haben nach meiner bisherigen Kenntnis nicht das geringste mit einer Entwicklung in Richtung AIDS zu tun. Würden all die Dinge aber weiter verschleppt, wäre der Patient in naher Zukunft mit ziemlicher Sicherheit in einem Zustand, wo man ihm schnell die Diagnose AIDS anhängen könnte oder hätte zumindest eine Pneumonie und evtl. einen Herzinfarkt usw. Die bisher bekannten Immunwerte waren super, so daß die Ursachen eher nicht auf dieser Ebene zu suchen sind, was natürlich etwas verwirrend ist.

Aufgrund der Tatsache, daß im medizinkritischen Forum von Doc und Barry immer noch meine Beiträge und meine Arbeit in einer diffamierenden und unverschämten Weise kritisiert werden, muß ich mich hier mit weiteren Details zurückhalten.
So wurde ich kürzlich wieder attackiert, weil ich in diesem Forum von der "Alternativen Therapie bei HIV" geschrieben habe und es leider nicht in die Köpfe dieser Herren hineingeht, was mit meinen therapeutischen Ansätzen bei HIV-Betroffenen sowohl prophylaktisch wie kurativ alles möglich ist, wenn man frühzeitig und umfassend therapiert und die Patienten entweder privat versichert sind und/oder genügend Geld zur Verfügung steht, vor allem für die oftmals teuren Medikamente.

Zur weiteren Aufhellung meiner Sichtweisen empfehle ich dringend alle Texte meiner Homepage zu lesen unter: www.helferzelle.de

> Denn Sex ohne Kondom ist wesentlich schöner vor allem ohne Angst :)...
>Es grüßt dich H.

Ja, das wird immer behauptet. Für mich beeinträchtigt das Kondom nicht meine Empfindungsfähigkeit. Ich finde, daß die Benutzung von Kondomen weniger Angst macht als wenn man kein Kondom benutzt. Und HIV-Positive, die ihren Status kennen, sollten nach meiner Ansicht sowie immer Safer-Sex machen. Aber auch jeder andere, zumindest bei wechselndem Sexualpartnern, sollte nicht auf Kondome verzichten beim Analverkehr. Safer-Sex ist immer ratsam, egal, ob man an den HI-Virus glaubt oder nicht. Außerdem schützt man sich damit vor vielen anderen möglichen Infektionen wie Tripper, Hepatitis, Chlamydien, Syphilis usw.






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