Nur komplementäre Therapie bei HIV/AIDS?
[ Forum AIDS ]
Geschrieben von Wilfried am 30. November 2002 22:26:49:
Den nachstehenden Brief veröffentliche ich als meinen Beitrag zum diesjährigen Welt-AIDS-Tag. Die Zeilen der AIDS-Hilfe-Mitarbeiterin stehen für viele ähnlich lautende Äußerungen und Ansichten von Mitarbeitern von AIDS-Hilfen und anderen Betroffenen-Organisationen und leider auch vielen HIV-Betroffenen.
Ich möchte betonen, daß ich damit NICHT die komplette Arbeit dieser Organisationen und Menschen kritisiere, sondern nur den hier dargestellten Aspekt, daß bei der HIV-Infektion nur eine komplementäre Therapie ergänzend zur Kombi möglich sei und eine alternative Therapie ohne Kombi nicht ausreiche.
Leider geben meist solche Leute darüber ein Urteil ab, die ausschließlich virus-und kombifixiert sind und nur die medizinischen orthodoxen Sichtweisen nachbeten und keinerlei fachspezifische Kenntnisse haben, um die Chancen und Grenzen einer ausschließlich "alternativen ganzheitlichen Therapie bei HIV/AIDS" zu beurteilen.
Auf den Brief habe ich bis heute leider keine Antwort erhalten.
Sehr geehrte Frau ...!Ich bedanke mich für Ihre kritische Mail, wundere mich aber schon sehr, wie Sie über mein HIV-Konzept urteilen, offensichtlich ohne meine Texte intensiv studiert und verstanden zu haben; noch kennen Sie meine konkrete erfolgreiche Arbeit, die in vielen Fällen auch von Ärzten unterstützt wird.
Dennoch will ich mich bemühen mit Ihnen eine sachliche Diskussion zu führen. Bitte sehen Sie mir nach, wenn ich an der einen oder anderen Stelle dabei auch von meiner Warte aus etwas heftig werde. Sie urteilen schließlich über meine seit 16 Jahren andauernde intensive kritische Auseinander-setzung mit dem Thema HIV/AIDS und den darauf aufbauenden Therapiestrategien, die in meinen Orientierungstexten unter „Helferzelle“ nur eine komprimierte Einstiegshilfe darstellen und in Verbindung mit meiner Naturheilpraxis ihre konkrete Anwendung findet.
Es überrascht mich schon, daß Sie in meinen Texten nicht erkennen können, daß ich auf diesem Gebiet besonders handfeste und praxisnahe Erfahrungen habe. Es dürfte auch Ihnen bekannt sein, daß es zunehmend mehr Langzeitpositive gibt, die überwiegend ohne AZT und Kombi-Chemie leben und das immerhin bis zu 16 Jahren. Also geht es in vielen Fällen auch ohne Kombi, auch wenn die meisten Schwerpunktärzte und Betroffenen-Organisationen etwas anderes behaupten.
> ich bin selbst HIV-Betroffene und das seit 20 Jahren. Ich arbeite als Patientenberaterin für Menschen mit HIV/AIDS (in einer AIDS-Hilfe) und berate täglich sehr viele Patienten und Patientinnen.
Wenn ich so was lese frage ich mich natürlich, wie das möglich ist, wo es den HIV-Test erst seit 17 Jahren gibt.
> Als ich Ihre Thesen auf Ihrer Homepage las, haben sich mir die Haare gesträubt und ich finde es wirklich sehr bedenklich, was sie propagieren.Ich weiß, daß meine Sichtweisen für diejenigen, die sich für die Kombi entschieden oder gar die Kombi als lebensrettend erfahren haben, vielfach auf Unverständnis und Ablehnung stoßen. Kombischlucker fühlen sich dadurch automatisch angegriffen, verunsichert und in Frage gestellt.
Nun, mir sträuben sich bereits seit über 16 Jahren ständig die Haare bei all dem, was ich von der orthodoxen Medizin zu HIV/AIDS lese und leider auch bei der überwiegenden Virusorientierung und Kombi-Propagierung der AIDS-Hilfen. Wenn Ihnen dies bei meinen Texten ähnlich geht, zeigt das m.E., wie wenig Sie informiert sind über die Faktoren, die hinter der Entwicklung von AIDS stehen, unabhängig von einem HI-Virus. Es ist ja nicht so, daß ich als einziger derlei Gedankengut vertrete. Daß HIV nicht alleine für die Dezimierung der Helferzellen verantwortlich ist, ist selbst bei orthodoxen Medizinern zu lesen. Ich füge dazu einen Text aus dem HIV-net bei von Dr. Hoffmann. Dr. Hoffmann erwähnt immerhin die erhöhte Apoptose und Autoimunphänomene. Die erhöhte Apoptose entsteht vor allem durch oxidativen Streß und fehlende Antioxidantien. Ich habe inzwischen 11 Gründe für das Sinken der Helferzellen zusammengestellt, völlig unabhängig von HIV. Und die Korrektur dieser Faktoren ist zentraler Bestandteil meiner HIV-Therapie.> Ich habe mich sehr viel mit den AIDS-Dissidenten auseinandergesetzt
Ich unterscheide mich von den allermeisten HIV/AIDS-Kritik-Theoretikern sehr deutlich. Dies dürften aufmerksame Leser auch in meinen Homepage-Texten erkennen. Dissidenten im allgemeinen haben wohl überwiegend nur theoretische Kenntnisse über HIV/AIDS-kritische Themen und weniger über darüber hinausgehende praxisrelevante Faktoren und Themen, mit denen HIV-Betroffene tagtäglich konfrontiert sind. Ich habe schon heftige Auseinandersetzungen mit Dissidenten geführt, die mir unterstellten Angst zu machen, weil ich unentwegt propagiere, wie wichtig frühzeitige Untersuchungen und natürliche Behandlung für jeden HIV-Betroffenen sind und ansonsten für viele HIV-Positive die Gefahr besteht, daß früher oder später AIDS vor der Tür steht und die Kombi unumgänglich wird. Das Gegenteil ist der Fall, ich will der ohnehin bestehenden Angst durch sachliches Wissen, kritische Sichtweisen, andere Erfahrungen und realistische, fundierte Hilfestellung zu Selbsthilfe und alternativer sowie komplementärer Therapie-Strategie etwas entgegen setzen.
> und ich kann Ihnen nur sagen: HIV macht AIDS und kann (heute gottseidank) durch die Antiretrovirale Therapie inzwischen in Schach gehalten werden.
Nun, das kann durchaus Ihre Erfahrung sein. Meine Erfahrung ist eine andere, weshalb ich sage: HIV macht NIEMALS ALLEINE das, was unter AIDS verstanden wird. Dies kann ich anhand reichhaltiger Erfahrungen und Patientendaten belegen. Dies war schon meine Einstellung vor 16 Jahren und ist sie heute immer noch. Ich behandle die AIDS vorausgehenden vielfältigen Stoffwechsel- und Immunentgleisungen bzw. noch lieber die schon früher sichtbaren Dysregulationen, so daß in den meisten Fällen sich gar kein AIDS entwickeln kann. Die ART unterdrückt lediglich das vielfältig gestörte Stoffwechsel- und Entzündungsgeschehen und führt in vielen Fällen langfristig zu schwerwiegenden Folgekrankheiten bis hin zu Organversagen. Die Patienten versterben dann nicht an AIDS, sondern einem Organversagen wie z.B. dem zunehmenden Leberversagen.
> Eine Heilung gibt es noch nicht und wird es in absehbarer Zeit auch nicht geben. Ich habe nichts gegen Naturheilkunde wenn sie ihre Grenzen kennt, jedoch wenn man sie benutzt, dann kann man es im HIV-Bereich immer nur komplementär und in Absprache mit dem behandelnden Arzt nehmen.
Ich lerne die Grenzen der Naturheilkunde bei HIV/AIDS immer wieder deutlich kennen. Aber viele Patienten kennen sie nicht, weshalb ich in vielen Fällen Mühe habe, die Patienten auf den Boden der Realitäten zu holen. So kam beispielsweise eine HIV-positive Frau mit akuter Toxoplasmose und akuten neurologischen Störungen, die trotz meines nachhaltigen Rates sich sofort in fachärztliche Behandlung zu begeben, noch wochenlang weigerte dies zu tun, was sie beinahe in die Psychiatrie gebracht hätte und an den Folgen dieses uneinsichtigen Verhaltens leidet sie wahrscheinlich heute noch. Die Patientin war für eine alternative Therapie in diesem Zustand völlig ungeeignet, abgesehen davon, daß eine akute Toxoplasmose schon aus rechtlichen Gründen immer in die Hand eines fachkundigen Arztes gehört.
Andere Patienten brechen die Therapie wieder ab und warten lieber zu, bis ernsthafte Symptome und Krankheiten auftreten, bevor sie wieder aktiv werden. Viele sehen sich dann allerdings plötzlich mit opportunistischen Infektionen oder Wasting konfrontiert und sind dann oftmals gezwungen die Kombi zu nehmen.Wieso kann es im HIV-Bereich immer nur um komplementäre Therapie gehen? Selbst die orthodoxe Medizin setzt jetzt später als früher die Kombi ein. Warum sollte die Zeit vorher nicht genutzt werden, um die vorhandenen Störungen mit natürlichen Therapien zu behandeln und somit zumindest den Zeitpunkt bis zur Kombieinnahme zu verlängern oder sogar auf Dauer unnötig zu machen? Und zu Ihrer Beruhigung, alle meine Patienten konsultieren auch ihren Arzt. Viele Ärzte untersuchen die von mir gewünschten zusätzlichen Laborparameter ganz oder teilweise und verschreiben auch die von mir vorgeschlagenen Mittel ganz oder teilweise bei komplementärer und auch alternativer Therapie bei gesetzlich Versicherten. Warum tun sie dies wohl?
> Vielleicht ist Ihnen bekannt, dass es bei einigen alternativen Medikamenten starke Wechselwirkungen zu den Antiretroviralen Medikamenten gibt, die die Medikamentenspiegel derart stark herabsetzen, dass der Patient sehr schnell Resistenz entwickelt und das Medikament dann nicht mehr wirkt.
Das ist mir sehr wohl bekannt. Ich dachte allerdings, sie hätten evtl. noch mehr zu bieten als Johanniskraut. Ich setze mich im übrigen selbstverständlich auch ständig mit den HIV-Theorien und -Therapien der orthodoxen Medizin auseinander. Schließlich muß ich in Einzelfällen verstehen, welche Beschwerden und Krankheiten durch die Kombipräparate ausgelöst werden und wie ich dem entgegenwirken kann.
Aber auch Patienten mit Kombi kommen oftmals zu spät auf die Idee komplementäre Therapien in Anspruch zu nehmen. So habe ich gerade einen Patienten verloren, der in 7 Jahren Kombitherapie in 9 verschiedenen Variationen, ohne jegliche Wirkung auf Viruslast und Helferzellen, völlig ruiniert war und dann in diesem späten Stadium hoffte, daß die alternative HIV-Therapie noch alles richten kann. Er war nicht mehr bereit die Kombi weiterzunehmen, denn diese hätte er ohnehin nicht mehr lange verkraftet. Er erkannte selbst kurz vor seinem Ende, daß er mindestens ein Jahr früher hätte zu mir kommen müssen. Ich sage, er hätte Jahre früher kommen müssen, um die durch die Kombi angerichteten schwerwiegenden Belastungen und Schäden noch halbwegs in Grenzen zu halten. Die durch die Kombi ausgelöste mitochondriale Toxizität ist schließlich die Hauptursache für alle AIDS-definierenden Krankheiten und das am Ende stehende Organversagen.
> Ich glaube dass Thesen wie die Ihre (und da gibt es ja gerade im Internet genug von derselben Art) sehr gefährlich sind und dass sie Patienten vermitteln, es ginge auch ohne Medikamentöse Therapie.
Bitte nennen Sie mir EINEN Internettext, außer der Züricher Studiengruppe AIDS-Therapie, der in fundierter und in verständlicher Sprache für Betroffene auf die konkrete alternative und komplemen-täre HIV/AIDS-Therapie eingeht und mit meinen Texten auch nur annähernd vergleichbar wäre. Mit ‚glauben’ kommt man hier nicht weiter. Beschäftigen Sie sich erst einmal mit all den relevanten Themen, um die es bei HIV und der Entwicklung von Stoffwechsel- und Immundysregulationen geht. Die Themen sind auf meiner Homepage deutlich angegeben. Insbesondere empfehle ich das Studium von Vitamin-, Mineralien-, Spurenelemente- und Aminosäurenmangel, Darmdysbiose, Darmmykosen, Hormondysbalancen, Glutathionsystem, Immunopathologie und Immunregulation, oxidativer Streß und mitochondriale Toxizität und nicht zuletzt psychischer Streß und seine Auswirkungen auf Stoffwechsel und Immunsystem usw. Wenn Sie bezüglich dieser Themen grundlegende Kenntnisse hätten könnten wir fruchtbarer miteinander diskutieren.
Was ich im Internet vertrete sind übrigens keineswegs Thesen, sondern einzig und alleine meine persönlichen Erfahrungen und Erfahrungen mit Patienten. All das beruht auf dem Hintergrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen, klaren Fakten, Laborergebnissen etc. Bitte lesen Sie doch noch einmal zur Orientierung meinen Text: „Gibt es eine alternative und komplementäre HIV/AIDS-Therapie-Strategie?“
> damit führen sie aber Patienten auf ein Glatteis, das sehr gefährlich für HIV-Patienten werden kann. Ich habe seit dem ich infiziert bin schon viele Menschen beerdigen müssen, die auf solche Sprüche hereingefallen sind und sich einer antiretroviralen Therapie solange verweigert haben, bis es dann zu spät war.
Solche Sprüche wie der Ihrige sind mir geläufig. Dennoch, ich verstehe Ihre Sichtweise und Sie haben sogar recht, was fanatische HIV/AIDS-Kritiker angeht. Wenn jedoch alle HIV-Betroffenen auf die Sprüche ihrer Ärzte und der AIDS-Hilfen gehört hätten gäbe es wohl weniger Langzeitpositive! Ich kann mich auf Dutzende HIV-Betroffene berufen, die mich bei meinen früheren Vorträgen, Gesprächen und Beratungen nicht ernst genommen haben und längst das zeitliche gesegnet haben. Im übrigen finde ich es ziemlich daneben meine Aussagen als „Sprüche“ zu bezeichnen, was wiederum zeigt wie einseitig Sie offensichtlich orientiert sind. Ich weiß dabei sehr wohl, daß manche HIV/AIDS-Kritik-Theoretiker nicht ihre Grenzen kennen und manche Patienten ihnen zu lange vertraut haben. Gerade mit solchen Patienten habe ich ziemlich heftige Erfahrungen gemacht. Sie sind aus verschiedenen Gründen nur schwer oder gar nicht alternativ therapierbar, insbesondere dann nicht, wenn sie sehr spät und manchmal auch zu spät kommen.
> Die Alternative Medizin hat nichts gebracht und hat dem Patienten die Möglichkeit geraubt, sich rechtzeitig, bevor das Immunsystem völlig zerstört war, helfen zu lassen.
Alternative Medizin im allgemeinen ist nicht gleichzusetzen, mit meinem „ganzheitlichen HIV-Konzept“. Es reicht zweifelsohne nicht ein bißchen Homöopathie, ein bißchen Akupunktur oder ein bißchen chinesische Medizin. Sowohl in der komplementären wie der alternativen HIV-Therapie kann nur ein fundiertes „ganzheitliches Therapie-Konzept“ erfolgreich sein. Damit ist der ‚gewöhnliche’ Heilpraktiker oder Naturheilarzt meist völlig überfordert, da es um sehr viele spezielle Themen und Kenntnisse geht.
Welcher Alternativ-Therapeut kann schon Wasting behandeln? Ich konnte Anfang des Jahres das schon lebensgefährliche Wasting eines fanatisch HIV/AIDS-kritisch orientierten Hetero-Mannes mit 25 kg Gewichtsverlust mit einer umfassenden hochdosierten Ausgleichs-Therapie und homöopathischer Hochpotenz-Hormon-Regulation innerhalb von 4 Wochen zum stoppen bringen. Der Patient hatte zuvor drei Ärzte konsultiert, einen renommierten Homöopathen (unter dessen Therapie er alleine weitere 6 kg abgenommen hatte), einen Naturheilarzt und einen HIV/AIDS-kritischen Arzt, von denen keiner die relevanten Parameter untersuchte noch zu einer adäquaten Behandlung fähig war. Die täglichen Infusionen hat wegen der Entfernung dann der Naturheilarzt vor Ort nach meinen Vorgaben durchgeführt, der von HIV keinerlei Ahnung hatte. Was hätte ein Schwerpunktarzt wohl gemacht?
> Ich kann Ihre Website meinen Freunden und Bekannten nicht empfehlen ebensowenig ihre Therapievorschläge.
Tun Sie das was sie für richtig halten. Interessierte und selbständig denkende HIV-Positive finden in der Regel selbst über Internet oder andere Kanäle zu mir. Sie sind sehr froh und erleichtert endlich einen Therapeuten zu finden, der sie auf ihrem gewünschten und oftmals schon vorher eingeschlagenen Weg kompetent unterstützen kann. Allerdings tun SIE dann das, was viele Mitarbeiter von AIDS-Hilfen und anderer Betroffenen-Organisationen trotz vielfältiger guter Arbeit ebenfalls tun: Sie bevormunden HIV-Betroffene, halten wichtige Grundlagen und Informationen zur komplementären und alternativen Therapie bewußt von ihnen fern und tragen damit Ihrerseits Mitverantwortung an der Abwärtsspirale mancher HIV-positiver Menschen.
Wirklich gefährdet sind vor allem diejenigen, die weder die Kombi nehmen noch eine alternative ganzheitliche HIV-Therapie machen. Und gerade diese Menschen möchte ich gerne erreichen. Denn Nichtstun führt eben dazu, daß bei vielen Betroffenen früher oder später die Kombi nötig wird. Das begreifen leider allzu viele HIV-Betroffene nicht, oftmals sogar auch solche, die bereits mit mir in Verbindung standen. Und erst recht begreifen dies viele HIV/AIDS-Kritik-Theoretiker nicht, die, wie die Praxis immer wieder beweist, leider viele HIV-Betroffene noch dahingehend beraten, daß sie nichts tun brauchen, weil ja alles keine Bedeutung habe. So vertritt selbst ein bekannter HIV/AIDS-kritischer Arzt beispielsweise die Meinung, daß HIV-Patienten nichts tun zu brauchen und es reiche zu gegebe-ner Zeit entstehende Krankheiten dann gezielt mit Antibiotika, Antimykotika und Tuberkulostatika zu behandeln. Darüber kann ich mich mit meinem Erfahrungshintergrund nur wundern.
> Ich fühle mich von Ihnen als Patientin richtiggehend vorgeführt (verarscht).
Offensichtlich kennen Sie die Schriften von T. Jopp: Mikronährstoffe und Aminosäuren und viele andere relevanten Informationen in dieser Richtung nicht. Wenn doch, verstehe ich erst recht nicht Ihre Kritik. All die in diesem Zusammenhang relevanten Themen, die Jopp in seinen Schriften vertritt, ebenso wie Dr. Kremer in seinem Buch: „Die stille Revolution der Krebs- und AIDS-Medizin“ basieren auf wissenschaftlichen Untersuchungen und sind neben vielen weiteren Themen in meinem Konzept integriert. Ich fühle mich auch ‚verarscht’ z.B. wenn mein Angebot für einen Beitrag bei der BPV mit einer fadenscheinigen Begründung abgelehnt und behauptet wird, es gäbe schon Angebote in dieser Richtung. Nichts gab es. Bei dem als Ersatz eingerichteten Angebot zum Erfahrungsaustausch über „Unterstützende Therapien“ konnte außer mir kaum jemand zu den vielen Fragen fundierte Beiträge leisten.
> Leider gibt es eben immer wieder Leute, die mit dem Elend/Schicksal/Krankheit von Menschen Geschäfte und daraus Bares machen wollen.
Dies ist ein ziemlich unverschämter Satz und das mir bereits bekannte billigste Argument überhaupt. Investieren Sie doch erst einmal so viele Jahre Ihres Lebens in Ausbildungen, Fortbildungen, Selbstudium, praktische Arbeit als Heilpraktiker etc., wie ich dies getan habe und ständig tue. Und dann schauen Sie mal, wie schnell Sie damit Geld verdienen und wieviel übrig bleibt nach Abzug der Unkosten. Wenn SIE all die Stunden bezahlen müßten, die ich nur teilweise oder gar nicht bezahlt bekomme und sehen könnten, welche wichtige Funktion meine ganzheitliche Therapie für HIV-positive Menschen darstellt, dann würden Sie wohl nie wieder über einen Idealisten wie mich eine solch infame Unterstellung ergießen.
> Denken Sie mal darüber nach!!!!
Diesen Satz gebe ich gleichermaßen an Sie zurück!!!!
Abschließend empfehle ich Ihnen noch meinen Artikel „Voodoo-Effekte“, der in den nächsten Tagen auf meiner Homepage lesbar sein dürfte. Ich hoffe, daß Sie nach Lektüre der von mir empfohlenen Artikel und Studium der genannten Themen mich nicht noch einmal in einen Topf mit allen HIV/AIDS-Kritikern werfen und auch nicht in einen Topf mit HIV-unerfahrenen Heilpraktikern und Ärzten.
Falls Sie an einer weiteren sachlichen Diskussion interessiert sind können Sie mich gerne zu einem Vortrag, noch besser zu einem Tages- oder Wochenend-Seminar in Ihre AIDS-Hilfe einladen, wo ich die für eine ganzheitlich alternative und komplementäre HIV/AIDS-Therapie wichtigen Grundlagen und Zusammenhänge gerne erläutern werde. Das wäre dann eine hervorragende Basis für eine weitere konstruktive Diskussion, zu der ich gerne bereit bin.
Mit freundlichen Grüßen
Wilfried Bales www.helferzelle.de 26.09.2002
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